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Ganz kurz nur…

Istanbul, 7:41, Tag 437

Ok nun ist Samstag und während ein langsamens Aufwachens habe ich auch heute wieder meine Träume vergessen. Nun könnte ich den Post von gestern fortsetzen, aber hier startet schon das Wochenende und da ich morgen mittag schon wieder zurück nach Berlin fliege, auch noch ein gefühlt sehr kurzes.

Nur ganz kurz noch mal zu unseren perfekten Wahrnehmungsfiltern, die alles mit einem Zuckerguss an Wertung überziehen. Sie funktionieren übrigens in beide Richtungen, nur als süßer Guss aber auch sauer. Einfach mit Zitronensaft statt des neutralen Wassers anrühren, sieht auch genau gleich aus. Bei anderen fallen uns diese Filter sehr viel leichter und öfter auf, als die bei uns selbst wirksamen Filter.

Eine weitere Herausforderung ist es, dass wenn uns einmal die Filter bei anderen Menschen aufgefallen sind, können wir sie leider nie wieder ignorieren. Ab und an finden wir dann ein starkes Bedürfnis nach Aufklärung, Transparenz, nach Gespräch und Rettung. Meist machen wir das bei Themen, die auch uns selbst irgendwie betreffen.

Es ist doch ganz klar, dass derjenige sich etwas vormacht, dass er sich selbst sein Leben, seine Realität zurecht filtert. Er braucht doch nur das auch sehen, was er alles hat und nicht immer nur das vermissen, was er alles nicht hat. Und ob, ihr kennt die tausenden, millionen von Ratschlägen, die es in jedem Gespräch gibt -für die anderen. Sehr oft merken wir dabei dabei nicht, dass wir all die Argumente zuerst immer zu uns selbst sagen, dass der Andere zwar Auslöser aber nicht Empfänger unserer Botschaft ist.

Selbst wenn ich das jetzt hier aufschreibe, greifen meine Filter und behaupten das Gegenteil. Nein, ich bin von Natur aus mitfühlend, aufmerksam, achtsam, sympathisch  ja gar emphatisch  einfach ein guter Freund, ein wertvoller Mensch möchte ich sein, wenn es mir mal schlecht geht, dann will ich doch auch, dass sich jemand so um mich kümmert, sich so für mich interessiert. Es geht dabei niemals in erster Linie um mich, das stimmt einfach nicht, jeder der mich kennt, sollte das doch wissen.

Und dann bleibe ich einfach 10 min länger unter der heissen Dusche und interessiere mich in diesem Moment einen feuchten Dreck für die Umwelt und unsere Nebenkostenabrechnung. Und dabei weiss ich es ja besser! Und dabei glaube ich doch daran, dass ich für alle meine Gedanken, für alle meine Handlungen selbst verantwortlich bin und gleichzeitig ich allein alle Konsequenzen tragen werde. Und ja, mit mir meine Umwelt, die gesamte Welt ebenfalls die Konsequenzen meiner Handlungen zu tragen hat…

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Jetzt geht hier mein Familiensamstag los und ich klapp ganz schnell zu…

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