Wegen Inventur geschlossen…

Berlin, 7:32, Tag 450

Sooo, fast zwei Stunden ist das Fenster hier nun schon offen und ich daddel überall sonst rum, aber fange nicht an zu schreiben. Dabei habe ich auch heute Nacht geträumt und mir sogar Notizen gemacht mit denen ich aber grad gar nichts mehr anfangen kann.

Habe meine Kaffeehausmorgenroutine in den letzten Tagen aufgegeben, denn ich bin seit Sonntag einfach zu Hause bei meinen Mädels geblieben. Ich dachte bisher, ich könnte nur im öffentlichen Raum schön schreibmeditieren, brauche die Ruhe der Betriebsamkeit. Dieser Gedanke ist widerlegt. Es geht, es ist anders aber anders schön und wieder fühle ich mich ein Stück befreit, habe ich Optionen gewonnen, bin ein Stück bewusster und gehe weniger einschränkend mit mir um.

Ich räume weiter auf, die Bilder vorgestern, gestern mein Netzwerk und Musik. Nun sind diese beiden Themen schon mal abgehakt für die nächste Zeit, was sich fantastisch anfühlt. Nun kommen noch meine Todos, meine Texte, meine Kontakte. Nebenbei immer wieder mal die Wohnung und das Büro. Ich mag es sehr, aufzuräumen, zu klären, zu reduzieren, dabei zu optimieren. Wenn ich an Schildern Wegen Inventur geschlossen vorbei gehelöst das fast Neid bei mir aus. Da würde ich ja liebend gerne mitmachen und anschauen, was es alles gibt, was alles da ist, wie viel wovon. Es einmal ausräumen, abstauben und wenn es noch gut ist, wieder zurückstellen und einen Eintrag in einer Liste machen, einmal scannen, einen Haken setzen.

Es gibt einen Tumblr, der genau für so etwas gemacht ist: Things Organized Neatly. Ich freue mich, immer wenn ich meinem Stream ein neues Bild von ordentlich ausgerichteten Dingen entdecke, hier Live with only 100 objects for one week oder auch Steven Emmanuel’s grossartige Arbeit. Oder auch das hierI was cooking last night… This is what happened. Greetings from Ghana!

Nun musste ich grad nochmal meine neu sortierten Bilder nutzen und habe hier ein paar meiner Favoriten, ordentlich sortierter Dinge zu Flickr hochgeladen. Mache schon seit längerem Fotos von ordentlichen Strukturen, die mir über den Weg laufen. Am beeindruckendsten sind die Obst und Gemüsestände auf den Dorf Bazaaren in der Türkei. Einige der Menschen dort sortieren beim Warten auf Kundschaft ihre Auslagen und drücken auch so ihre Liebe zum Produkt aus. Zitronen werden ausgerichtet, Pfirsiche in drei Etagen aufgestapelt, der Salat ausgerichtet und alles mit Wasser besprengt, damit es noch frischer aussieht.

Irgendwie nehme ich mir daran wohl ein Beispiel, sortiere, ordne und säubere die Dinge, die ich liebe, die auch zu meinem Lebensunterhalt beitragen, ein Grossteil davon hier in meinem Laptop und mehr und mehr, eigentlich fast alles mittlerweile im Netz.

Bergmannkiez, 28.12.12

Bergmannkiez, 28.12.12

So, wünsche Euch einen ordentlichen Tag… ich mach mich weiter ans Aufräumen. 😉

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