Verzicht und Achtsamkeit…

Heute Nacht habe ich von einem Hafen geträumt über den schnelle Regenwolken zogen. Wir schauten hoch und konnten den Regen in den Wolken und unter den Wolken erkennen, dünne graue Schleier, die der Wind verwirbelte. Wir wussten, wann uns ein erneuter Schauer treffen würde. Wir standen an der Mole, reparierten irgend etwas, wollten los, fliegen, schwimmen, fahren. Ich erinnere mich nicht mehr…

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Nach aller Erleichterung über Meikes Artikel, komme ich durch diesen Artikel doch ins Grübeln. Bei aller Arroganz und der Demonstration von intellektueller Überlegenheit, was mir imho (s)eine Form des männlichen Macht- oder Herrschaftsanspruch zu sein scheint, so hat die Argumentation mich eben doch zum Nachdenken und nicht nur zum Widerspruch angeregt:

Aus einer von Herrschaft und Asymmetrie geprägten Situation gibt es im Grunde zwei Wege, wenn die „unteren“ es nicht mehr aushalten (wollen) – entweder die Revolution, also die Gegengewalt. Oder der Verzicht der Herrschenden. Aber nie und nimmer – hier bin ich komplett anderer Meinung als Meike – das einfache Gespräch.

Diese Dramatisierung und damit einhergehende Verallgemeinerung ist sicher nicht mein Weg. Ich fühle mich mehr herausgefordert und will der überheblichen Art widersprechen und will sie entlarven, als blosse Geistesübung eines alternden Mannes. Aber es macht doch Eindruck!

Denn er kriegt am Ende die Kurve, wenn er schreibt, dass das gesellschaftliche Thema u.a. durch Verzicht und Achtsamkeit von Männern gelöst werden könnte. Genau! Aber dass er im Absatz vorher behauptet, dass das einfache Gespräch nichts löst? Dem möchte ich vehement widersprechen. Was anders als das einfache Gespräch, die einfache Interaktion, die einfache Kommunikation ergibt sich aus Achtsamkeit und Verzicht denn sonst?

Mich hat die Formel: Verzicht und Achtsamkeit sehr berührt, denn nicht nur in dieser Debatte, nicht nur in der Interaktion mit Frauen, nicht nur in asymmetrischen, hierarchischen Strukturen, sondern vor allem im ganz persönlichen, alltäglichen Leben, erscheint mir genau dieser Weg mein Ziel zu sein.

Heute morgen dann, eine weitere Empfehlung von Meike. Ein Artikel von Peter Breuer, über die Schizophrenie der vielen Debattanten. Ich war so froh, dass ich die erwähnte Sendung nicht ein einziges Mal eingeschaltet habe und die Berichterstattung beim Spiegel ebenfalls ignorieren konnte. In dem was ich vorhin las, dort geschrieben, als Text, offenbart sich doch das ganze Dilemma, aus dem diese Diskussion wieder geboren wurde.

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Aufgemuntert habe ich mich zwischendurch mit ein paar Posts von Derek Sivers, angestupst durch seinen letzte Beitrag: Focus, entertain or both? Ich geh jetzt mal zurück zu dem, was ich als zu langweilig empfinde, um es mit Euch zu teilen und verabschiede mich, mit einem vorfreudigen Lächeln, in die brandneue Woche!

 

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