Heute Nacht erinnere ich mich mal ausnahmsweise nicht mehr an meine Träume. Selbst als ich mitten in der Nacht wach wurde und auch als mich der Wecker dann weckte, hatte ich nur eine ganz leichte Erinnerung daran, etwas geträumt zu haben. Ich war sehr müde gestern Abend, die Tage sind schön voll und herrlich intensiv…

Gestern war ich in Hamburg, bei der Handelskammer. Genauer beim dortigen Innovations- und Patentzentrum, dem IPC Hamburg zu Besuch. Ich bin rein, am Pförtner vorbei, der nicht mal grüßte und suchte im 1. Stock das Büro von zwei mir bekannten Kollegen und landete hier:

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In einem riesigen alten Rollregalarchiv, welches schon größtenteils leer geräumt war. Aber so, wie hier oben auf dem Bild sieht dort der Flur zu den Büros der Kollegen wirklich aus.

Nun bin ich ein schrecklich neugieriger Mensch, der sich – solange er keine Warn- oder Verbotsschilder sieht oder erinnert – einfach mal umschaut. So auch gestern, als ich wieder aus dem Büro raus trat, lief ich ganz unwillkürlich in das Regal hinein und fand das hier:

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Drei Patentschriften, genauer Offenlegungsschriften, was so etwas ähnliches wie die Veröffentlichungen des Antrages auf ein Patent sind. Eine von Siemens, eine von Phillips und eine von IBM aus den 60iger Jahren des vorigen Jahrhunderts (wie das klingt, es war das Jahrzehnt vor meiner Geburt im Jahre Anno 71;)

Es drehte sich um Erfindungen runnd um den Lochstreifen und Magnetkarten, die die IPC Kollegen dort wohl vor der Vernichtung oder der Verlagerung ins Kellerarchiv (welches ich später auch noch besichtigen konnte) bewahrt hatten. Was für ein Zufall!

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Hier die Hauptzeichung aus dem Patentantrag von IBM und der Link auf das Dokument in DEPATISNet.

Ich find das absolut grossartig, dass das IPC die komplette – nochmal: die komplette- deutsche Patentbibliothek noch auf Papier im Keller hat. Für mich ist das ein riesiger Schatz, der erhalten werden sollte. Nach meinem Termin habe ich darum gebeten, mir das mal anschauen zu dürfen und meiner Bitte wurde statt gegeben.

Hier also der Gang in das Archiv, sorry für die schnellen Schwünge, ich übe noch!

Dann habe ich ein wenig rumstöbern dürfen und ein paar Fundstücke für Euch fotografiert. Ich hab alle Bilder beschriftet, das spassigste war Patent No. 10543 von L. Fleischhauer aus Halle a.S. über Neuerungen in der Befestigung- und Herstellungsweise künstlicher Nasen vom 12. Februar 1880.

Beim nächsten Besuch bin ich wieder im Keller und werd wieder ein paar historische Fundstücke für Euch heraus suchen.

Wünsch Euch noch einen tollen Tag, wenn auch leicht verspätet… 😉

Veröffentlicht von Herr Krueger

vater · ehemann · mitgründer der moving targets consulting gmbh · services, development und support · zazen · fotografie

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