Über meine Suche nach Klarheit…

Heute Nacht habe ich schön geträumt und es beim Aufwachen ganz langsam vergessen. Mit ein paar Notizen hätte ich sicher noch was retten können, doch nicht heute.

Bin etwas in Mollstimmung. Es zieht mich grade nicht, es schiebt eher. Die Änderung meines eigenen Verhaltens, die Änderung von eigenen Gewohnheiten, die Entwicklung von mehr Klarheit (und auch mehr Schärfe und von etwas satteren Farben) in meinem Leben führt wohl auch zu solchen Phasen.

Es ist wohl der Frust über den Unterschied zwischen der inneren Klarheit und der scheinbaren Unfähigkeit, diese auch zu formulieren und auszudrücken, erklären zu können. Es gibt sicher auch Frust darüber, dass andere diese Klarheit scheinbar nicht anstreben, mehr Klarheit als nicht erstrebenswert ansehen.

Insanity: doing the same thing over and over again and expecting different results. ~Albert Einstein #quote

Dieses Zitat fiel mir gestern in einem tollen Gespräch wieder dazu ein. Denn ein weiterer Grund für meine Mollstimmung ist sicherlich die beschwerliche Suche nach den richtigen Bedingungen, nach den anderen Umständen, die diesmal für das gleiche Ergebnis verantwortlich sind.

Es geht darum, die richtigen Stellschrauben zu finden, die wenn sie verändert werden, ein anderes, besseres, innovativeres Ergebnis zu erzielen und das mit immer weniger Aufwand. Auch ich strebe Excellence an. Mir fällt wieder ein, was Netflix hier dazu geschrieben hat. Ich möchte es abtippen, übersetzen, anpassen, ausdrucken und überall hin hängen. Ich möchte es selbst vorleben, den Wandel und die Entwicklung anführen und beweisen, dass die Ergebnisse dann andere sind.

Aber mich hält etwas zurück:

https://twitter.com/benner/status/297763043725692928

Und ich glaube, dass genau diese Suche nach Anerkennung, nach Liebe mich zurück hält, das Notwendige, das Richtige zu tun und genau damit ein sich endlos wiederholender Kreislauf beginnen kann.

Es sind widerstreitende Gefühle, die zu diesem Moll führen. Einerseits daran zu glauben, was zu tun ist, an der größeren Aufgabe arbeiten, sich selbst verwirklichen und das zu tun, was man liebt, wofür man brennt, es einfach zu machen.

Und andererseits Rahmenbedingungen schaffen zu wollen, in denen andere optimal arbeiten und sich selbst verwirklichen und das tun können, was sie lieben, wofür sie brennen.

Es ist wohl der Glaube, dass ich -wenn ich mich selbst verwirkliche- automatisch andere Menschen einschränke, in ihrer eigenen Entwicklung behindere, dass deren Widerstand zu überwinden sei, was zu Ablehnung und Anerkennungsentzug führt.

Das schönsteschlimmste dabei ist, zu ahnen, zu sehen, genau zu fühlen, was jetzt zu tun ist. Und es denn aus direkter Sorge, um mich selbst und indirekt aus Sorge um die anderen dann nicht zu tun.

Your Economic Security is based on your Skills and Reputation ~Netflix #quote

Dieses Zitat kam jetzt zum Schluss wieder in meine Gedanken. Ich fühle mich oft verantwortlich für die ökonomische Sicherheit meiner Kollegen, Berater, meiner Freunde, die mit mir zusammen arbeiten. Und ich vergesse oft, dass sich deren ökonomische Sicherheit sich an ihren Fähigkeiten und an ihrem Ruf  messen lässt und diese zwei Faktoren zuerst unabhängig von mir sind. Sicher arbeite ich auch daran, ihre Fähigkeiten zu erweitern und zu verbessern, sicher arbeite ich daran, ihren Ruf zu verbessern. Und ich versuche ein Umfeld zu schaffen, in dem genau das passieren kann – nur es dann auch tun, müssen es alle selbst…

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Wünsche nachdenklich lächelnd allen einen tollen Dienstag!

 

 

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