Der Ruf nach Ordnung…

Heute Nacht habe ich von einem langen Essen in einem Hotel geträumt, es ging irgendwie um hohe Politik, um die Speisenfolge, um mein Selbsbewusstsein, aber die Details habe ich mich beim Aufwachen vergessen lassen.

Die Verkündung einer Betriebsordnung, Leitfaden oder auch Grundregeln gestern, hat mehr angeschoben bei mir, als ich dachte. Es stellt sich sofort die Frage, wie möchten wir zusammen arbeiten, welche Regeln braucht es, welche Stimmung erzeugt das, sind die Regel positiv und fördern sie die Offenheit, Zusammenarbeit, erhöhen sie die Effizienz, ohne die Flexibilität zu sehr einzuschränken?

Es gibt da sicher ganz viele Wege, wie Firmen mit Wachstumsschmerzen umgehen, wie viele Regeln und Prozesse dokumentiert sein müssen, damit größere Gruppe von Menschen sich einer Organisation zugehörig fühlen, sich identifizieren können und den Sinn dahinter auch verstehen.

Es geht ja auch darum, einen Rahmen zu schaffe, in dem die Interessen des Einzelnen und die Interessen der Gruppe, der Firma soweit wie möglich in Übereinstimmung gebracht werden können. Es geht auch darum, einen Rahmen zu schaffen, in dem sich die speziellen Fähigkeiten der Einzelnen eingesetzt werden können und gemeinsam an etwas gebaut werden kann, was für einen allein, nicht zu schaffen wäre.

Bei uns ist der Grosskundenfokus, den wir haben, eine der Herausforderungen, die uns dabei ganz besonders beschäftigen. Ich kenne eigentlich kein anderes Arbeiten, ich war immer in oder in der Nähe von grossen Organisationen tätig. Dort als kleiner Mittelständler seine Identität zu finden und zu bewahren und nicht assimiliert zu werden, erscheint mir als unsere größte Herausforderung.

Schnell identifiziert man sich mit den Zielen, Strategien und Taktiken der Grossorganisation, dieses Verhalten sichert die Weiterbeschäftigung als externer Spezialist, Projektleiter, Entwickler, Supporter oder allgemein, als Berater. Nach einiger Zeit spricht man die Sprache, man kennt sich, man versteht sich. Die Aufgaben beim Kunden, innerhalb der Grossorganisation scheinen größer, wichtiger, interessanter als alles, was in der kleinen Organisation, bei der man angestellt ist, so passiert.

Das führt bei uns dazu, dass der starren Überregelung unserer Arbeit bei unseren grossen Kunden eine Unterregelung, die zu hoher Flexibilität, aber auch Ineffizienz und Chaos führt, entgegen steht.

Ich nenn jetzt mal lieber keine Beispiele, es sind ja meist keine großen Probleme, die (kaufmännischen) Basics sind ja etabliert und geregelt, die Kollegen erfahren im Umgang mit ungeregelten Ad hoc Prozessen, die Produktion unserer Patentinformationslösung natürlich beschrieben, erprobt und langjährig optimiert, etc.

Es ging mir mit der Betriebsordnung um einen Schritt zur weiteren Klärung unserer Identität und um das Schaffen von Rahmenbedingungen für den weiteren Zusammenhalt und den Ausbau unserer Organisation.

So, dass musste ich mir jetzt noch mal kar machen, es hier aufschreiben und für mich sortieren, na jedenfalls haben seit gestern eine mtc Betriebsordnung!

2013-02-07 07.55.15-1

Wünsch Euch leicht schelmisch lächelnd, einen gut geregelten Donnerstag!

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