Ein mittelmässiger Start…

Berlin, 6:45, 502

Heute Nacht sollte ich mit dem Cabrio eines Freundes mitfahren, ich setzte mich, das Dach ging auf. Wir packten für die Fahrt etwas Obst ein. Als ich genauer hin sah, bemerkte ich eine automatische Obstkistenpackmaschine unter dem Tisch, die es irgendwie mechanisch schaffte, verschiedenstes Obst in Kisten zu packen und zu verschweissen. Während ich zuschaute, ging etwas schief und es gab Obstsalat in unserer Kiste. Danach wollte jemand tapezieren, ohne davon Ahnung zu haben. Ich sah mich gezwungen, einzugreifen und es zu erklären, wie man das mit Tisch, Kleister, dem Abrollen, dem Klopfbesen machen müsse und wachte auf.

Heute etwas zeitiger, da ich schon um 8 einen Termin habe. Vielleicht sollte ich immer einen so zeitigen Termin in meinem Kalender haben. Dann snooze ich meinen Wecker nicht, bin schon um 6 mit meiner Morgentoilette und der Morgenmediation fertig. Ich bin auch schon in Abreisehektik, auch weil ich jetzt so lange ununterbrochen hier war und am Mittwoch endlich wieder mal nach Istanbul fliege, um von dort aus zu arbeiten.

Beim Lesen meiner Morgenzeitung habe ich ein tolles Zitat in einem Artikel gefunden und wollte mir das merken und später posten, hat nicht geklappt. Nun eine halbe Stunde später habe ich eben fünf Minuten gesucht, aber meine Morgenzeitung ist nun eine andere und ich habe mir zu wenig Details des Artikels gemerkt. Ich dachte, dass ein favorisieren ausreichen würde. Ich hab wieder was gelernt und hier zwei Feature Requests für Flipboard: 1. das Markieren von Zitaten in Artikeln und 2. den Zugriff auf meine Lesehistorie in der App, also Artikel die ich angeklickt -ähm- angetatscht habe.

Am Freitag habe ich Euch den ersten Teil meiner Artikels von hocheffektiven, mittelmässigen Menschen gepostet, heute gibt es den zweiten Teil. Es geht los mit:

4. Unoriginell sein

So, wie diesen Artikel hier, kopiere ich sehr oft Gedanken, Ideen oder Konzepte von anderen. Ich übertrage meist Konzepte aus völlig verschiedenen Bereichen und schaue, was draus wird, ob das funktioniert und fordere damit mein Denken und das meiner jeweiligen Gegenüber heraus. Alle meine erfolgreichen Projekte oder Idee sind keine einmaligen, noch nie da gewesenen Dinge gewesen. Oft haben wir auch eine gerade sehr gehypte Methode, gehyptes Ding, Tool oder Produkt genommen und auf uns angepasst, nur dass heraus gegriffen, was uns passend erschien. Erfunden habe ich noch nichts. Wir sind einfach Zwerge auf den Schulter von Giganten und so viel Ego, dass ich behaupte, etwas originelles noch nie da gewesenes zu machen, habe ich nur sehr selten. Ich glaube auch, genau wie James, dass alle finanziell, wirtschaftlich sehr erfolgreichen Ideen, Firmen oder Projekte keine absoluten Neuheiten, sondern immer Nachmacher oder Integratoren waren.

5. Schwaches Netzwerken

Ich versuch jedes Mal, das besser zu machen und lustiger, offener, anziehender zu Netzwerken, aber immer ende ich mit einer Hand voll Visitenkarten von Menschen, die einfach keine Neukunden werden wollen. Die keine Patentinformationen, keine Softwarentwickler, Admins oder CMS Gurus brauchen. Ich mag reine Netzwerkevents überhaupt nicht mehr. Es hatte früher noch mehr Sinn, als ich mich dort wenigstens noch kostenlos betrinken konnte. Heute finde ich so was eher als Zeitverschwendung. Und lasst mich gar nicht erst mit meinen Adresslisten und denen der Firma anfangen, da kriege ich einfach sofort schlechte Laune. Wir sind 70 Mitarbeiter geworden ohne ein anständiges Kundenverwaltungssystem! Also, liebe Leute bitte einfach nachmachen – es geht auch als schlechter Netzwerker.

6. Alles machen, um ein Ja zu kriegen

Das bin so sehr ich! Um ein Ja und Aufmerksamkeit zu kriegen, kann ich sehr viel tun. Zum Glück mach ich das nicht bei allen Menschen, aber wenn es mir wichtig ist oder ich beeindruckt bin, dann schalte ich alle meine Sensoren an, um  genau heraus zu finden, wie ich zu einem Ja komme. Nur klappt das irgendwie nicht so gut. Vorgestern auf dem TEDx hörte ich Roman sagen, dass erfolgreiche Menschen nur zu 5% Ja sagen und zu 95% Nein, während das bei mittelmässigen Menschen umgekehrt sei. Ich sag zu 95% Ja und bereue es meist danach…

7. Schlechte Menschenkenntnis

Oje, es ist zwar Montag, aber so schlecht geht es mir nun auch nicht. Aber wenn ich hier einsteige, dann wird der Montag zu einem dieser Montage, die man schnell vergessen möchte. Mein größter Misserfolg, die Bar in Mitte, habe ich eigentlich mit einem Freund gemacht, was in einem finanziellen Desaster für uns beide endete. Ich vertraue einfach zu schnell und bin ein wirklich schlechter Menschenkenner.

Ihr versteht James und meinen Punkt nun, glaube ich zumindest, ganz gut! Wir überschätzen uns und unsere Fähigkeiten sehr oft, wir wollen nur das gute, das erfolgreiche, das schöne an uns wahr haben und lehnen das andere sehr schnell und sehr geschickt ab.

Ich habe immer wieder die Erfahrung gemacht, dass wenn man offen mit sich selbst umgeht, ehrlich zu sich und anderen ist und sich auch immer die andere Seite der Erfolges anschaut, man glücklicher, zufriedener und letzen Endes viel erfolgreicher wird. 😉

Wünsch Euch einen tollen, Start in die neue Woche!

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