Monthly Archives: Juni 2013

Bizimköy, 6:51, Tag 631

Heute Nacht war ich auf einer Party in einem dunklen Park, ich konnte die Teilnehmer nicht erkennen, nur Lichter und Schatten und Geräusche. Ich schaffte es zum Bus, der zum Flughafen fuhr. Es ging einen Berg hoch, Wasser kam uns entgegen. Der Bus wurde zum Boot und wir schwammen den Berg hoch, gegen den Strom und wichen Bäumen aus. Ich wachte kurz vor einem Gewitter auf, das eine Stunde später schon wieder vorbei ist. Nun scheint die Sonne und der Sonntag kann beginnen…

Eines meiner Sommerprojekte wird Speckstein werden. Das habe ich schon vor ein paar Wochen beschlossen. Ein paar Feilen, ein bisschen Sandpapier und einen kleinen und einen grossen Stein habe ich schon mitgebracht.

Das erste kleine Experiment startete heute morgen: heraus kam ein kleines Herz für mein kleines Herz.

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Bin noch etwas eingerostet, aber für den Start ganz zufrieden. Meine Hände sind heile und der Stein ist beim Loch bohren nicht zerbrochen. Das war ein schöner, ruhig-meditativer Start in den Sonntag.

Meine Sommerprojekte ergaben sich in der Vergangenheit immer erst rückblickend, irgend ein wiederkehrendes Thema oder eine Aufgabe. Ich erinnere mich, vor ein paar Jahren war es mal Brain Challenge auf dem iPhone durchspielen oder die Portraits der Gemüsemärkte in Akcay machen. Vor zwei Jahren habe ich mich ganz in Excel versenkt, unter den Tabellen leiden meine Kollegen heute noch.

Letztes Jahr erinnere ich mich nicht, vielleicht weil ich hier jeden Tag geschrieben habe, könnte das mein Sommerprojekt gewesen sein. Nun hab ich mich ans tägliche Schreiben hier so gewöhnt, dass ich noch Kapazität für ein zweites Projekte habe. Zum Ausgleich für das viele am Laptop sitzen, wollte ich wieder mal was Handwerkliches machen, auch etwas mit den Händen und mit Geduld, aber mit einem anfassbaren Ergebnis.

Und? Habt Ihr schon ein Sommerprojekt?

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Wünsch Euch einen ruhigen Start in den Sonntag!

 

Noch Istanbul, CET 6:59, Tag 630

Heute Nacht erinnere ich mich nicht an meine Träume, echt nicht. Irgendwie haben ein paar Szenen des gestrigen Flugfilms: Ridley Scotts‘ Prometheus Eindruck hinterlassen. Beim Nachfühlen kamen einige der sehr starken Bilder des Films, aber kein Traum mehr…

Dann wollte ich Euch noch mein TEDx Video zeigen. Der Ton ist schlecht zu verstehen, aufgrund von technischen Probleme mit der Funktechnik. Das ist etwas schade, aber wenn ihr Euch anstrengt, dann geht es vielleicht. Und ich muss unbedingt etwas mit meinen: Ähms machen! 😉

Ich konnte das Video bis heute nicht noch einmal anschauen. Ich trau mich einfach nicht und wenn ich das dritte Ähm bemerke, schalte ich weg.

Jedes mal, wenn wir durch solche Quellwolken fliegen, berührt mich deren Architektur extrem und ich muss ein Foto machen.

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Genau vor einem Jahr habe ich ein schönes Bild vom neuen Flughafen machen können, auch dieses mal sass ich ganz günstig, aber die Bedingungen waren nicht so ideal für eine Foto. Aber hier kann man den Flughafen Tempelhof und sogar die Hasenheide dahinter erkennen, wenn man weiss, wie die aussehen.

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Später schon im Sinkflug, kamen wieder schöne Wolkenformationen näher…

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Die uns schliesslich beim Landeanflug auf Istanbul durch wirklich spektakuläre, durch die Abendsonne gefärbte Nebelbänke führten, die in diesem Bild mit Schiff gipfelten:

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Hier werdens knapp über 30 Grad bei Sonne mit ein paar Wolken, da kann ich mich grad nicht beschweren! So, jetzt noch Frühstück, dann Packen und wir verlassen Istanbul für den Sommer…

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Wünsch Euch mit einem vorfreudigen Lächeln einen sonnigen Tag

 

Noch Berlin, 6:22, Tag 629

Heute Nacht habe ich mich mit dem Europäischen Patentamt getroffen. Erst einmal bewunderten wir Werbegeschenke, aufsteckbare Krawattenverschönerer, die sich wie ein goldenes Skelett um den Krawattenknoten legen und ihn in Form bringen. Das EPO verbietet seinen Mitarbeitern nun mit dem Taxi zu Meetings zu fahren und den Rest des Traumes hab ich mit der Dusche vergessen…

Wäre ich gestern Abend nicht noch eine Runde über den Riesenfriedhof hier in der Bergmannstrasse gedreht, dann hätte ich mich gestern überhaupt nicht vom Laptop weg bewegt. Auf meinem Fitbit hatte ich grade mal 1.500 Schritte Abends um 7. Wir sitzen an der Kalkulation und den Angeboten fürs 2. Halbjahr, das am Montag beginnt. Damit beide Seiten gewinnen können, sind einige Änderungen, einiges Strecken, einige Verbesserungen notwendig, die ich gerne vor meinem Urlaub noch erledigt hätte. Wobei ich wohl auch diesen Sommer keinen wirklichen 2 Wochen Cliché Urlaub machen werde, vielleicht ein paar Tage Offline im Sommerhaus, vielleicht ein paar Tage spontan irgendwo in den Süden.

Die Friedhöfe an der Bergmannstrasse sind meine Entdeckung dieser Tage. Nachdem ich mit Ingress mehr auf mein Smartphone schauen muss, beim Spazieren gehen, bin ich jetzt wieder ganz bei meiner Umgebung und lasse mich treiben. So habe ich den riesigen Friedhof gestern einmal komplett umrundet. Es sind eigentlich drei oder vier Friedhöfe,  die zusammen gewachsen sind oder einfach nur zusammen angelegt wurden.

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Wie ein riesiger, ruhiger Park keine 300m weg von hier. Ich war ab und zu schon mal auf in den letzten Jahren auf einer Bank gleich gegenüber der Post, wenn ich Mittags etwas Zeit hatte oder ich mich beruhigen musste. Aber so richtig auf Entdeckungsspaziergang bin ich nie gegangen. Das hat sich nun geändert.

Langsam finde ich mich auch zurecht. Die vier Friedhöfe sind durch Mauern getrennt, die nur an manchen Stellen unterbrochen sind. Das erschwert die Orientierung etwas vor allem für mich als Neuling. Nach drei langen Streifzügen, kriegt mein interner GPS Sensor das jetzt ganz gut hin, weil ich viele Blickwinkel wieder erkenne und durch Querwege die Richtung nicht mehr verliere.

Hier meine Schnappschüsse von gestern Abend. Die starken Kontraste haben das iPhone etwas überfordert. Ich musste oft mit Hand eine Sonnenblende formen, um bis in die Schatten zu kommen und graues Überstrahlen der Ränder zu vermeiden. Auch sind die Linien eine echte Herausforderung für mich. Die Gräber sind doch vergleichsweise kompakte Objekte, bei denen Verzerrungen und Schrägen viel mehr auffallen als bei Streetfotografie. Dort sind die Objekte, als die Häuser und Strassen und Laternen und Schilder ja viel, sehr viel größer und man kann sich ein paar gerade Linien raussuchen. Auf dem Friedhof ist schnell das ganze Objekt im Sucher.

Am meisten beeindrucken mich die Gräber um die Jahrhundertwende so gegen 1900, die monumentale Architektur der noch Kaiserzeit und der Reichtum nach der  Gründerzeit sind sehr deutlich zu spüren. Sehr, sehr schön! Wer möchte, kann sich gerne mit mir zu einer Führung verabreden, dann braucht er nicht selbst auf dem riesigen Areal zu suchen. 😉

Hier nun aber endlich die Bilder, ohne Kommentar einfach hintereinander weg in gross. Einen hab ich noch: ich hab sie gestern fürs iPhone nachbearbeitet, also nicht wundern, die Farben sind hochgezogen in meinem Instagram Stil, den ich die letzten Jahre entwickelt hab. So!

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Wünsche Euch lächelnd, einen ganz grossartigen Freitag!

Berlin, 6:25, Tag 628

Heute Nacht war ich in der Wüste, überall Sand. Ich lief durch ein paar Schluchten und wurde gejagt. Ich spürte meine Feinde, wenn sie auf mich zielten und konnte immer ausweichen. Einmal kletterte ich einen Sandberg hinauf. Bemerkte dann, dass es der Körper einer riesigen Statue war, ich brach den Unterkiefer ab, als ich mich mit letzter Kraft an den Lippen hochzog. Die Nase schien sehr sandig, so dass ich’s übers Ohr versuchte. Schliesslich stand ich auf dem Kamm des Berges, aus dem der riesige Kopf gebildhauert war. Ich war entkommen…

Die Verhandlungen sind vorbei. Mir ist nach Feiern zumute. Wir haben gewonnen. Sie haben auch gewonnen. Es ist alles gut. Und alles ist lustig, immer! Sie haben gekriegt, was sie forderten. Wir haben gekriegt, was wir forderten. Aber warum tun wir das? Egal! Alles wird einfach, wenn man dabei lacht.

Alle ziehen grade um, openpatentdata.com auch. Die Miete war zu teuer, die alte Wohnung wurde deshalb zu klein. In der neuen Wohnung: da gibt’s erst mal genug Platz. Und Irgendwann ist jeder Umzug abgeschlossen, die Möbel aufgebaut, die Lampen aufgehängt, alle Kisten ausgepackt. Wenn der Einzug gefeiert werden kann, melden wir uns wieder! Wir haben sogar ein Umzugsschild:

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Wir bauen hinter den Kulissen noch weiter an unserer Vision von Offenen Patent Daten und bereiten zwei weitere Wohnungen vor:

Einmal PatDex: eine super einfache, super schnelle, super schöne Machbarkeitsstudie unseres Designers Brent, der sich mit Meteor grade Programmieren bei bringt. Hier bei Github könnt ihr Euch sogar die Sourcen anschauen und selbst mit machen, wenn Euch der Ansatz auch so gefällt wie uns.

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Das zweite ist noch nicht spruchreif, nur soviel: ich wollte auch unsere Middleware austauschen und mit Ruby und einem anderen Entwicklerteam neu aufsetzen. Auf dem Weg dahin entsteht viel Neues. Aber ob und wann wir umziehen, steht noch nicht fest.

Vor 17 Jahren sass ich einmal allein im Rechenzentrum der Landesbank Berlin. Ich betreute zusammen mit Peter die OS/2 LAN Server. Also Peter war für die Server zuständig und ich brauchte sie, um eine Software mit von mir selbst programmierten Scripten in alle Fillialen zu verteilen. Mit der Software konnten die Berater Hausfinanzierungen berechnen, incl. Bauspar und Versicherungsmodul. So was war der Knaller damals.

Ich spielte mehrere Updates ein, denn ich wollte der Landesbank einen Gefallen tun. Peter war viel teurer als ich, weil er von Compunet kam und Jost Stollman persönlich kannte. Als ich dann endlich soweit war und den Server und den Reset Knopf drückte – da passierte es.

In genau dem Moment fiel mir ein, dass ja noch etwa 400 Mitarbeiter einer Abteilung darauf arbeiteten und ungespeicherte Dateien geöffnet hatten. Mein Daumen hatte den Knopf gedrückt und ich bemerkte, wie er sich langsam weiss färbte. Wenn ich jetzt los lies, hatte ich ein Problem.

Mit der anderen Hand kam ich grade so ans Telefon, aber nicht an mein Laptop am Schreibtisch zwei Meter weit weg. Also rief ich Peter an, der -weil er gut war- den Server remote stoppen konnte, denn genau das hatte ich in meinem jugendlichen Leichtsinn vergessen. Mein Daumen wurde taub, weil Peter nicht nur teuer, sondern auch noch langsam und sehr bedächtig war. Nach über einer Stunde war er sicher, dass keine Dateien mehr geöffnet war. Ich spürte meinen Daumen nicht mehr. Als ich die Hand endlich weg zog, lachte ich laut auf! Vor Erleichterung und Glück und weil der Schmerz nachliess…

Mein Kampf um die offene Dateien auf dem LAN Server machte die Runde in der Bank. Ein Projektleiter hörte davon und als der Rollout abgeschlossen war, bekam ich bei ihm einen neuen Job und war wenig später alleine zuständig für alle 17 Mailserver der 4.000 Bankmitarbeiter. Mit diesem Job verdiente ich so viel Geld, dass ich meine erste Firma gründen konnte.

Aber seit diesem Tag vor 17 Jahren lass ich die Knöpfe, die ich drücke, immer gleich wieder los. Seit diesem Tag vor 17 Jahren denke ich bei allen „Don’t press the red button“ Projekten, an meinen Daumen und an Peter und klicke mich lächelnd weg.

Seit diesem Tag vor 17 Jahren weiss ich, dass offene Dateien etwas sehr Gutes sind. Wenn man drüber lachen kann! Also, vergesst nicht: alles wird einfach, wenn man dabei lacht. Denn wenn man selbst nicht lacht, dann lachen andere…

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Berlin, 6:25, Tag 627

Heute Nacht hatte ich einen leichten Alptraum. Auf einer Dschungelfahrt mit dem Boot auf einem Fluss bemerkte jemand plötzlich kleine Blutegel an mir und zog sie mir einem Ploppen von meiner Haut. Einer war schon zu tief, links hinten am Rücken über den Nieren. Ich wachte kurz nach 2 auf, als jemand versuchte ihn rauszuholen und träumte davon sogar weiter, als ich mich wieder hinlegte. Erst ein Atem zählen und Lächeln beendete das zum Glück schmerzfreie rumpulen…

Es passiert so viel gerade, ich weiss gar nicht, wo ich anfangen soll. Diese Tage sind intensiv und lang und schön und produktiv! Ich könnte wieder nur Tagebuch schreiben und Euch von den fünf Treffen/Meetings/Abstimmungen gestern nacheinander erzählen. Na, ich picke mir nur eines raus:

Gestern mittag habe ich einen schönen Podcast mit meinem Freund Tony für GuerrillaFM aufgenommen: über meine 3 Schritte, 7 Ebenen und 2 Grundsätze bei (Preis)Verhandlungen mit dem Einkauf. Das könnte ganz gut geworden sein.

Das passt ausserdem extrem gut, weil ich -was der aufmerksame Leser schon weiss- eben gerade in diesen Tagen wieder mal eine grosse Runde beim Einkauf drehen darf und ich somit mitten im Thema stecke. Abonniert am besten gleich den Podcast in iTunes oder als RSS, sonst verpasst ihr das noch 😉

Oder schaut Euch das vorher erst mal an: denn Tony hat grade eben eine spitzenmässiges neues Design und Layout für GuerrillaFM gelauncht:

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Was auch toll ist, durch dem Podcast entsteht eine kostenlose, frei verfügbare Wissensbibliothek zum jederzeitigen Nachhören zu sehr viele Themen rund um einen sehr weit gefassten Marketingbegriff.

Seit vier Jahren schon erscheint dieser wöchentliche Podcast, den ich wirklich jedem empfehlen kann, der irgendwie noch im Berufsleben steckt, aber auch denen, die ihren Lebensunterhalt nicht mehr oder noch nicht verdienen müssen, seien diese 20m Marketing pro Woche ans Herz gelegt, denn…

…es ist ein Dschungel da draussen! 😉

 

Berlin, 6:27, Tag 626

Heute Nacht habe ich natürlich geträumt und ich hätte den Traum auch festhalten können, nur ich wollte nicht.

Es regnet hier gerade und es fällt mir schwer, mich zu konzentrieren. Dabei bin ich gerade aufgestanden. Der gestrige Tag war wieder sehr intensiv, vormittags bestimmten die noch andauernden Einkaufsverhandlungen. Dann ein spontanes Mittagessen mit einem unserer langjährigen externen Mitarbeiter, mit denen wir ja ebenfalls verhandeln dürfen. Ich hatte vorher beschlossen: keine Spielchen, einfach alles(!) offen legen und unsere Bedürfnisse in der Zusammenarbeit klar benennen.

Und ich wurde belohnt. Wir haben verhandelt und es hat auch hier Spass gemacht. Das Feedback, das wir uns gaben und die Ideen, die wir in den nur 50m entwickelten, euphorisierten mich regelrecht: SEMCO, der mich vor 10 Jahren schon gefunden und extrem begeistert hat, die Diskrepanz beim Wollen und Sein, also eigentlich Leadership und ein gegenseitiges Sehen… bei Tomatensuppe und Spargelauflauf im Felix, schön!

Dann wurde es etwas schwieriger. Wie soll ich das beschreiben? Ich habe es noch nicht verdaut und verstanden, was genau passiert ist.

[… und wenn ich das verstanden hab, zeig ich Euch den Text wieder, der hier mal stand]

Ich suche sehr gerne im Aussen nach einer Lösung für meine Probleme. Immer schon. Ich lese ein Buch, führe ein Gespräch, bin auf einer Konferenz, lese im Netz und bin überzeugt, dass das was dort geschrieben steht, bei uns passt: und adaptiert werden kann. Ich bin schnell im Vergleichen und im Finden von Gemeinsamkeiten: Ja, genau wie bei uns! Die haben das so gemacht und dann ging es besser! Das müssen(!) wir jetzt auch bei uns machen! 

Und genau das ist meine Suche nach Abkürzungen! Das ist meine Suche nach der einfachen Antwort für schwierige Fragen und meinem Drang nach schwierigen Lösungen auf einfache Fragen. Dabei weiss ich doch, dass Abkürzungen nicht funktionieren. Alles braucht seine Zeit. Alles hat seine Zeit. Ich kann die Zutaten bestimmen, ich kann die Bedingungen bestimmen, aber wenn ich das erledigt habe, dann braucht es auch Vertrauen oder Glaube und manchmal ein wenig Glück, dass die richtigen Dinge reifen und sich in die richtige Richtung entwickeln. Jaaa!

Nach langen 14h unter Spannung bekam ich dann meine Belohnung für den langen Tag in meiner Küche: die beste Pasta seit Ewigkeiten im Molinari.

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Mein Abendspaziergang über den Friedhof an der Bergmannstrasse führte dann zu unglaublichen Neuentdeckungen:

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Wünsch Euch einen grossartigen Tag mitten im Wandel.

Update: versucht, noch etwas abstrakter zu schreiben…

Update II: Mittelteil erst mal rausgenommen…

Berlin, 6:03, Tag 625

Heute Nacht hab ich doch soo wild geträumt, bin auch zeitig aufgewacht und war mir sicher, hier berichten zu können. Nope!

Ich fang mal mit dem an, was mich heute morgen bei Facebook begrüßte: eine typische Strassenszene in Istanbuls Zentrum gestern Nacht:

Die Polizei hat zum Glück schnell verstanden. Genau so könnt ihr Euch Istanbul im Zentrum rund um den Taksimplatz gerade vorstellen: in einer Strasse sitzt man friedlich beim Abendessen. Es ist 9 Uhr und alles klopft auf Töpfe und Pfannen. Nebenan auf dem Taksimplatz versuchen Menschen zu demonstrieren. Und die Polizei will die Demo auflösen und startet eine Aktion nach der anderen. Immer im gleichen Muster. Hier fehlte nur der Wasserwerfer. Und zum Glück feuert der Polizist nicht, der das Gasgewehr schon an die Schulter nahm.

Dann habe ich hier gestern Abend einen Artikel gefunden, der mich sehr ansprach. Nicht in allen Details, aber die allgemeine Linie stimmt. Und ich sehe diese Argumente, ich fühle, dass dort etwas dran ist, dass etwas passiert. Hier, in der Türkei, in Brasilien, überall…

People across the world are standing up and demanding that government be responsive to them, not to the rule of money; that the economy be re-made so it serves all in a democratic and egalitarian way.  Progress is being made toward the world we want, every day, by millions of people around the world. You are not alone, you are part of a worldwide movement.

Für mich ist auch das Internet wieder ein Teil der Ursache für diese Massenbewegungen. Ich war live über Facebook dabei, als in Japan die Erde bebt und Torsten aus einem Tokioter Hochhaus berichtete. Ich sehe live, wie die Demonstranten Twitter benutzen, um sich zu koordinieren und die Welt zu informieren. Ich benutze tägliche diese Kommunikationswerkzeuge. Sie machen uns klar, dass wir verbunden sind, dass wir alle überall ähnliches erleben, die gleichen Probleme haben. Und in dieser Argumentation machen die bislang streng geheimen, extrem aufwändigen und teuren #Prism und #Tempora Programme der Amis und Briten wirklich erst Sinn.

Und zum Schluss zu etwas ganz anderem. Eine Geschichte von Toby, die ich ebenfalls gestern hier auf Facebook fand und die mich extrem berührt hat:

Habt Ihr Euren Lehrer schon gefunden?

Wünsch Euch einen tollen Start in die neue Woche!