Offenes Denken…

Berlin, 6:43, Tag 647

Heute Nacht erinnere ich mich nicht mehr an meine Träume, ein seltener Morgen. Und ich mag heute gar nicht hier viel schreiben.

Sitze schon seit einer Stunde und denke nach und sortiere den Input der vergangenen Tage erst ohne dann mit Laptop.

Fühle mich nach dem Urlaub nun zu grossen Taten bereit, die Unruhe in mir ist sehr stark. Hab so viele Ideen und will sie nicht verlieren, schreibe viel auf, hab so viel zu tun. Vergleiche mich grad wieder viel. In der Folge verteidige ich mich schon mal aggressiv-prophylaktisch gegen alles und alle.

Fühle mich wie Neujahr. Die Vorsätze sind schon mal gefasst.

Fühle mich allein. Und ich lächle mich an, denke wollwollend an mich selbst, habe Nachsicht mir mir, freue mich auf den Tag und nehme an, was heute morgen da ist.

Denke daran, dass diese Schreibmeditation meine Vorwärtsverteidigung, mein Schutz, mein Halt ist.

Das Mysterium der Privatheit, schafft Raum für Erwartungen und Hoffnungen. Die Zurschaustellung unfertiger Gedanken ist nur ein Angebot, aus dem Flow, dem Bauch, der Situation heraus.

Die Publizität meiner Gedanken hier verändern mein Leben auf so viele verschiedene Weise.

Denkt ihr, ich hab für hier nen Masterplan? Denkt ihr manchmal, ich hab sie nicht mehr alle? Hach, das ist schön! Erkennt ihr Euch manchmal wieder? Das wär noch schöner!

Wenn mich etwas obsessiv beschäftigt, dann habe ich keinen Abstand. Dann tauche ich ein und komme nur zum Atmen an die Oberfläche. Bin nicht verfügbar. Dann nicht darüber zu schreiben, fällt extrem schwer.

Am liebsten würde ich Euch, die „Öffentlichkeit“, meiner Leser hier dann um Rat fragen, alles erzählen wollen und dann zuhören. Es tauchen die ersten Stimmen aus der Anonymität. Und ich merke, es gibt keine „Öffentlichkeit“.

Es gibt öffentliche Räume. Und dann gibt es Dich und mich. Ich schreibe hier öffentlich für mich. Doch damit immer auch für Dich! Logisch, oder? 😉

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Wünsch Dir einen fantastischen Sommertag! Danke, dass Du diese Worte hier gelesen, diesen Gedanke hier gelauscht hast, es bedeutet mir viel!

One thought on “Offenes Denken…

  1. Lieber Arne,
    ich lese Deinen Blog für mich und damit auch für Dich, ist doch wirklich logisch!
    So wie Du nur einen Teil Deines Selbst hier veröffentlichst, so bekommst Du auch nur einen Teil meines Feedbacks zurück. Es bewegt, es verändert, es bringt mich zum Nachdenken, es wühlt auf, es tropft vorbei, …
    es gehört zur alltäglichen (Alltag, im Gegensatz zu jeder Tag) Routine …
    es wirft Fragen auf (Wieso ist der Urlaub schon vorbei, der Juli ist doch erst halb rum?!?) …

    Ich wünsche Dir einen wunderbaren Tag!
    Ein Lächeln zu Dir, Antje

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