Monat: August 2013

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Später Pausenpost…

Berlin, 17:55, Tag 692

Heute mal ganz spät, doch nicht vergessen! Habe heute Nacht Goldstücke gefunden und überlegt, ob sie jemandem gehören, der mich testen will. Ich träumte mich wieder mal auf eine Konferenz. Es gab ein packevolles Programm. Der Flyer war so eng bedruckt, dass ich nichts darauf erkennen konnte. (Kurz vorm Aufwachen:) Ich musste auf Toilette und sollte danach die Redner treffen… ein typischer Arne Traum irgendwie.

Bin ruhig aufgewacht, hab den letzten Morgen mit den Mädels genossen und sie vormittags zum Flughafen gefahren. Unser Leben -in between- startet wieder. In knapp zwei Wochen erst bin ich wieder in Istanbul.

Kann es sein, dass ich zu viele Kommas mache? Das wollte ich Euch schon lange mal fragen. Bei jedem Korrekturlesen lösche ich in jedem zweiten Satz ein Komma. Mein Vater ist ja so lieb mir ab und zu, wenn ich die Rechtschreibkorrektur hier wieder mal zu sehr ignoriert hab, einen Hinweis zu mailen. Aber das mit den Kommas macht mir Sorgen. Ich könnte ständig Kommas machen. Irgendwann habe ich mal gelesen, dass ich so schreiben soll, wie ich spreche. Und dass ich Kommas vergessen soll. Kurze Sätze seien der Trick. Aber klappt nicht immer. 

Bin nicht wirklich in  Form heute. Ich verabschiede mich mal in den Abend! Und wünsch Euch noch ein schönes Wochenende!

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Er verstand nur Hauptbahnhof…

Berlin, 6:48, Tag 691

Heute Nacht liefen Tiere durchs Büro. Erst sah ich einen Waran, dann hielt mir jemand ein Tigerbaby im Nacken entgegen. Meine Kundin war sauer auf mich, dass ich ihr keinen Rabatt im Angebot gewährt hätte. Wir suchten uns Taxis, die grade wegfuhren. Alte, enge, dreckige Taxis. Wir waren in Kassel und wollten nach Berlin. Eigentlich Wilhelmshöhe, aber der Fahrer verstand nur Hauptbahnhof. Ich versuchte, eine neue Verbindung zu finden, faltete mein dreiteiliges Laptop auf, steckte die Antenne ein. Ich hatte größte Schwierigkeiten bahn.de in den Browser einzutippen, die beiden oberen Bildschirme klappten immer auf meine Hände. Wir würden den Zug verpassen, ich wachte auf…

Damit wünsch ich Euch einfach einen famosen Tag!

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Zeitlos Auto fahren…

Berlin, 8:08, Tag 690

Heute Nacht erinnere ich mich wieder nicht an meine Träume. Es war nur eine kurze Nacht, weil wir gestern bis 8 in Leipzig beim Cousin waren. Die Rückfahrt war sehr schräg, ich habe bei einer Pause kurz meditiert, um fit zu bleiben. Danach bin ich sehr bewusst Auto gefahren.

Normalerweise habe ich intensive Tagträume beim Fahren, gestern aber nicht. Statt dessen verging die Fahrzeit wie im Flug, fast ohne Gedanken. Ich fuhr sehr aufmerksam mit meinen Mädels, etwa 160 ist mein Reisetempo am Abend bei leerer dreispuriger Autobahn.

Und ich verlor völlig das Zeitgefühl. Das kenne ich auch von der normalen Meditation. Genau das ist Transzendenz…

Man ist wach, aktiv, verliert aber das Konzept „Zeit“ als Bewertungskriterium. Ob es etwas lang oder kurz oder zäh oder schnell vergeht, bemerkt normalerweise unser Unterbewusstsein. Ab und zu spült es uns Impulse des Zeitempfindens -unserer inneren Uhr- ins Bewusstsein. Aber manchmal eben auch nicht.

Bei schöner Musik, einem Konzert. Bei intensiver Arbeit, beim Malen, Programmieren, beim Schreiben, bei tiefen Gesprächen, beim Joggen gibt es Phasen, nach denen können wir nicht sagen, wie lange sie gedauert haben. Es könnte ein Wimpernschlag oder eine Ewigkeit gewesen sein. Das passiert sonst nur, wenn wir unser Bewusstsein verlieren: im Schlaf oder wenn wir wirklich bewusstlos werden.

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Wünsch Euch einen zeitlosen Tag!

 

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Meckern macht unglücklich…

Berlin, 6:39, Tag 689

Heute Nacht hab ich vergessen, was ich geträumt habe…

Der Sonnenuntergang gestern und der Sonnenaufgang eben waren wunderschön. Freue mich grad sehr über die Berliner Wolken und das Licht.

Oh, und dann: hat mein Vater gestern angemerkt, er hätte auch schon bemerkt, dass ich hier so viel meckere… und BAM: Erleuchtung.

Ich beschäftige mich eindeutig zu viel mit der dunklen Seite der Macht. Es gibt nur einen Weg: disengage! Wenn man sich nur mit seinen Schwächen, den Schwächen bei anderen, den Schwächen an anderen Dingen beschäftigt, kann das doch nicht gut gehen.

Denn ich bin doch kein TÜV Prüfer, dessen Job es ist, Dir Dein Auto still zu legen oder die Werkstatt reich zu machen.

Denn ich bin doch kein Buchprüfer, der Dich wegen Steuerhinterziehung einbuchten will.

Denn ich bin doch kein Anwalt, der davon lebt, dass Du Dich so verstreitest, dass Du vor ein Gericht kommst.

Denn ich bin doch kein Arzt, der Dir die teuerste GOÄ Position für Deinen Besuch berechnen will.

Denn ich bin doch kein Innenrevisor, der dem Chef Kündigungsgründe für die Verringerung des Headcounts liefern soll.

Deren aller Job ist es doch, jeweils den Fehler, die Schwachstelle, die Lücke, das zu finden, das was fehlt und Dir Unsummen für diesen Service abzuknöpfen. Dein hart verdientes Geld! Und die haben sich das so ausgesucht. Sie leben ihr Leben nach dem Motto: Wenn Du ein Problem hast, mach einen Job draus. Also schaffen sie Probleme, und lösen sie nicht! Sie machen die Probleme immer größer und permanent, denn dann haben sie Umsatz und Wachstum und Jobs. Deren Job ist doch nicht, irgend etwas besser zu machen! Herr Doktor könnte doch dann sein Reihenhäuschen mit Pool am Stadtrand nicht zu Ende abbezahlen.

Manche sind auch schon einen Schritt weiter: Wenn sie mal doch ein Problem gelöst haben, machen sie ein Buch draus. Damit möglichst viele andere auch entdecken, dass sie das Problem haben und dann das Buch kaufen. Aber auch das bringt es doch nicht wirklich. Denn wir werden, was wir denken. Diesem Grundsatz können wir nicht entkommen. Das ist ein Naturgesetz.

Also, es gibt nur einen Weg: disengage! Komplett ignorieren. Nicht drüber tratschen, nicht drüber reden, nicht drüber nachdenken, nicht versuchen zu helfen, nicht versuchen, die gefundenen Schwächen auszugleichen. Nop. Niente. Nada. Und dieser Vorsatz fühlt sich jetzt grade so richtig befreiend an! Das ist der einzige Weg. Diesen Leuten kann nicht geholfen werden. Sie wollen sich nicht helfen lassen. Sie hassen mich dafür, dass ich das erkenne. Sie wollen mich rein ziehen, in ihre Problem Welt. Und sie werden sie nicht ändern. Nicht wegen mir!

Ausnahme: diejenigen, die wirkliche, echte Schmerzen haben. Und es ist sehr schwer, diese von den Meckerern zu unterscheiden. Und es geht verdammt schnell, dass eine Verletzung, ein Schmerz, ein echtes Pech umkippt in blosse Meckerei. Das passiert immer dann, wenn wir an unseren Problemen festhalten. Das will ich nicht mehr!

Also: raus aus der Nummer, nicht mehr machen. Immer, wenn ich mich dabei ertappe, atmen, lächeln und wegrennen! In mein inneres Exil, in meine Träume, in meine Zukunftsvisionen und in die Arme der glücklichen und guten Menschen, um mich herum!

So, nun lächeln und Euch einen tollen, glücklichen, schmerzfreien, guten Tag wünschen!

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Doch (k)eine Pause am Dienstag…

Berlin, 7:42, Tag 688

Heute Nacht habe ich eine Höhle erforscht. Es ging darum einen Volleyball zu finden. Nachdem ich das Ding hatte, musste es richtig aufgeblasen werden, dabei vielen mir Becher und Schalen mit kleinen weissen Krabbelmaden auf, die die Weltherrschaft übernehmen und Iran bombardieren wollten. Holla! Kurz vor 5 wurde ich wach…

Hab ja grade erst geschrieben 😉 Hab heute, weil doch meine Mädels mit da sind und ich den ersten vollen Tag wieder im Büro bin, noch keine Ruhe zum Schreiben gefunden. So gehts, wenn ich die Zügel ein wenig schleifen lasse. 😉

Also, mach ich heute eine Pause und schreibe lieber an einer Kooperationsvereinbarung mit einem bisherigen Konkurrenten! Man killt den Wettbewerb ja auch dadurch, wenn man ihn einfach zu Partnern macht!

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Wünsch Euch einen ganz grossartigen, produktiven Dienstag!

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Übers Schreiben schreiben…

Schon Berlin, 18:24, Tag 687

Also Heute Nacht hab ich auch geträumt. War mit Rotary in einem Restaurant. Während einer heftigen Diskussion assen wir alle zusammen Fisch, zu viel Fisch. Dann bin ich mit dem Moped ohne Helm gefahren. Es gab Glatteis. Ich meisterte die Herausforderung und balancierte das aus. Bin dann zurück in ein Haus, in dem eine Mutter ihren Opa misshandelte und sich sicher war, dass trotzdem alles ok ist… ?

Heute morgen und heute Mittag, selbst im Flieger, konnte ich einfach nicht schreiben. Heute gibt es also keine Schreibmeditation vor dem Tag, sondern eine nach dem Tag.

Vorhin habe ich blasphemisch schon das Ende meines täglichen Schreibens hier ausgerufen. Ich möchte die Zeit lieber in zwei andere Projekte investieren. Und lieber später wieder kommen: offener, ehrlicher, tiefer, direkter, deutlicher. Es fühlt sich auch so an, als ob ich grad an einer Grenze bin, die ich im Moment nicht überschreiten möchte. Es hat sich gestern schon angedeutet.

Ich habe hier so viel geübt in den letzten beiden Jahren, so viel geschrieben und so viel schönes Feedback bekommen, so viele Besucher hier gezählt, so viel selbst gefühlt und gedacht und entwickelt dabei. Es hat sich so viel getan in meinem Leben. Nun bin ich aus dem Urlaub zurück. Fühle mich wirklich mal erholt und voller Tatendrang und Energie und Ruhe und Kraft. Möchte noch mehr im Moment sein.

Vorhin im Flieger sass ich allein, wir hatten viel zu spät eingecheckt und ich gar nur einen Mittelplatz bekommen. Ich hab die ganze Zeit mit einem Buch gearbeitet und beim verspäteten Start 30min und bei der Landung dann 10min wunderbar meditiert, also einfach mit geschlossenen Augen, mit gradem Rücken, ohne meinen Kopf anzulehnen, nachgedacht, meinen Atem gezählt und mich einfach beruhigt.

Im Moment dreht es sich grad nicht so sehr um mich. Ich schreib hier zwar, aber es fehlt die Leidenschaft. Ich brenne grade nicht für dieses Morgenritual. Ich denke, dass ich was ändern sollte. Dass ich jetzt vielleicht loslassen sollte. Dass ich mich endlich trauen kann, flexibler zu werden. Dass ich mich endlich noch mehr trauen kann. Auch wenn ich nicht hier täglich schreibe, werde ich doch täglich schreiben und bin ich (produktiv, effektiv, existent, diszipliniert) am Leben.

All diese Eigenschaften, all dieses irgendwie sein wollen, lenken mich ab, ziehen mich raus aus dem Moment. Es fühlt sich sich nicht nach Widerstand an, an dem ich wachsen kann, sondern nach Enge und Begrenzung. Ok, das ist jetzt kein Argument, so fühlt sich Widerstand immer an.

Ich solle mich nicht selbst kasteien, sagte mein lieber Freund Tony, heut zu mir und traf wieder mal ins Schwarze damit. Eigentlich wollte ich ihn fragen, wo ich am Sonntag mal den ganzen Tag sitzen, also durch meditieren könnte. Später fragte mein Cousin auch noch, ob ich nicht doch am 10km City Lauf in Leipzig teilnehmen wolle. Eben fiel mir auf, dass ich mich auch dabei vermutlich selbst kasteien, an meine und vielleicht gar über meine Grenzen hinaus gehen würde. Aber warum nur?

Woher kommt dieser Drang nach Zwang? Nach mehr, höher, schneller, weiter und intensiver, länger, tiefer, härter? Ist es wirklich, was ich will im Leben? Ist es wirklich das, wofür ich hier bin? Erwartet das Leben von mir, dass ich mir solche Herausforderungen suche und bestehe? Wann werde ich scheitern? Wann schaffe ich es endlich nicht mehr, hier täglich zu bloggen? Ich sollte mich wohl einfach mal etwas entspannen. Und loslassen.

Es geht doch, es passiert schon nichts. Ich werde mich befreien von dem Zwang! Und werde gleichzeitig diese schöne morgendliche Routine beibehalten. Vielleicht schreibe ich hier, vielleicht schreibe ich woanders, vielleicht schreibe ich wieder nur für mich. Oh, das ist es! Und schon eröffnen sich mir neue Möglichkeiten. Ich muss nichts oben drauf packen, ich muss nicht nach dem Schreiben hier noch woanders auch schreiben, sondern ich schreibe „hier“.

Also, es gibt zwei Blogs, die ich starten möchte. Ich werde Euch hier vermutlich täglich auf dem Laufenden halten, was passiert… oder Euch zumindest sagen, wo ihr verfolgen könnt, was ich wo täglich so schreibe. Vielleicht schreibe ich mal mehr auf Twitter, vielleicht schreibe ich mehr woanders: X-posten, also dort schreiben, hier noch mal posten, fällt mir da ein.

Genau, so mache ich das! Vielleicht! 😉

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Wünsch Euch noch einen schönen Abend!

 

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Ich hatte mich selbst vergessen…

Noch Bizimköy, 6:37, Tag 686

Heute Nacht hab ich geträumt und hatte beim sehr zeitigen Aufwachen schon das Thema vergessen. Dafür stieg mir ein komischer Geruch in die Nase, der wenig später beim wacher werden verschwunden war…

Eine Mücke vertrieb mich aus dem Bett. Ein weit entfernte Moschee ruft leise gegen halb 6 zum Gebet. Seit wir hier den Sommer verbringen, läuft um etwa die gleiche Zeit jemand mit einer Trillerpfeife durch die Gärten und benutzt sie. Im Ramadan versteh ich das ja noch: das war für mich immer das Zeichen für: jetzt geht’s los, Frühstück ist zu Ende, bis zum Abend jetzt fasten, aber so?

Nun bin ich traurig. An den genauen Grund komme ich nicht ran. Nachher um 12 fahre ich los, zurück nach Istanbul. Morgen früh um 8 geht der Flieger nach Berlin. Es ist wahrscheinlich, dass wir auch nächsten Sommer hier in Grossvaters Sommerhaus zurück kehren werden, für ein paar Tage oder Wochen. Vielleicht werden wir noch ein paar Tage im Herbst hier sein, vielleicht fahre ich auch noch mal alleine hier her.

Die letzten drei Tage Retreat mit mir allein haben mir sehr gefallen.

Vielleicht bin ich deshalb traurig, weil es zu Ende ist? Manchmal werde ich im Angesicht vergangenen Leides traurig. Durch die Erinnerung, wie ich früher mit mir umgegangen bin. Wenn ich an die vielen Momente denke, in denen mein Ego mich hat wütend, neidisch, gierig, kränkend hat werden lassen. Nicht nur mir selbst gegenüber, sondern oft genug auch meiner Familie, Freunden und Bekannten gegenüber.

Ich bemerke riesige Areale, über die ich hier noch gar nicht geschrieben habe. Es geht sicher auch um Schutz und Wahrung der Privatsphäre, der mich umgebenden Menschen. Ohne deren ausdrückliche Zustimmung, mach ich sie nicht zum Objekt meines Schreibens.

Es sieht dann vielleicht oft egozentrisch aus, weil ich abstrakt über meine Gefühle, meine Gedanken am Morgen danach schreibe. Und der wirkliche Auslöser, die eigentliche Ursache und die Randbedingungen, das was gestern wirklich passiert ist, erzähle ich hier gar nicht. Mit einigem Abstand geht das dann manchmal doch, vor allem bei meinen grossen Wiederkehrenden Entwicklungsfeldern.

Oft schreibe ich aber auch einfach so, wie ich es mir wünsche, wie ich es gerne hätte, dass es passiert wäre oder passieren sollte.

Vielleicht macht mich diese Diskrepanz traurig. Vielleicht bemerke ich hier, mit mir allein, diesen Unterschied zwischen dem was wirklich ist und dem was ich mir wünsche, wie es wäre, viel stärker. So fast ohne Ablenkung von aussen, nur selbst gemachte Routinen. Niemandem kann ich hier die Schuld geben für meine schlechte Laune, für meine Unkonzentriertheit, für meinen Hunger oder Durst, für schlechtes Essen oder meine Faulheit. Niemand dient mir hier als Ausrede oder Ablenkung.

Vielleicht macht mich genau das so traurig, dass ich sehe, wie oft mich doch selbst verarsche. Wie viele Illusionen ich mir mache. Hier allein, ganz auf mich gestellt, fällt das alles plötzlich auf. Es gibt hier einfach niemanden, der mich ablenkt, mich mit seinen eigenen Themen und Problemen beschäftigt. Es gibt niemand, der mir sagt, was ich wie und wann zu tun hätte. Es gibt nichts zu sehen und zu erledigen.

Es gibt nur mich, am Leben: sehend, hörend, riechend, fühlend, ab und zu hungrig und durstig. Es gibt hier nur meinen Körper, meine Gefühle, meine Gedanken, meine Seele, um die ich mich zu kümmern hab.

Vielleicht bin ich traurig, weil ich nicht mein Smartphone, sondern mich vergessen hatte? Vielleicht helfen solche Tage allein dabei, wieder zu sich selbst zurück zu finden? Dass man sich wieder mehr mit sich selbst auseinander setzt? Dass man sich selbst wieder erkennt, sich mit sich selbst anfreundet?

Sicher geht das auch auf dem Balkon, morgens in der Dusche, auf dem Fahrrad, in der U-bahn, im Café. Sicher gibt es viele Möglichkeiten, sich auch im Alltag Zeit und Raum nur für sich selbst zu schaffen. Dass man nicht immer nur mit schwimmt, sich nicht immer nur mit reissen lässt vom Leben der Anderen, von den scheinbaren Notwendigkeiten, den Verantwortlichkeiten, den Abhängigkeiten. Dass man nicht immer nur dem Unangenehmen ausweicht. Dass man nicht immer nur rennt und kämpft gegen den Schmerz der Vergangenheit und die Angst vor der Zukunft.

Vielleicht bin ich auch traurig, weil ich das sonst gar nicht bemerke. Erst hier allein mit mir fällt mir das auf!

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Wünsche Euch dankbar lächelnd einen schönen Sonntag!