When the Dude is not in, life just blossoms. ~Jeff Bridges #quote #tagebuch

Bizimköy, 8:57, Tag 680

Heute Nacht habe ich mich vor der Polizei am Waldrand versteckt. Dann bereitete ich mich auf unser Sommerfest vor. Am Mittwoch davor gab es jedoch unser All Hands und es kamen so viele Gäste, dass ich Sorgen hatte, dass am Freitag gar niemand mehr erscheint. Das Highlight waren Jetpacks, mit denen die Gäste im Hof fliegen konnten. Dem zuschauend wachte ich zeitig auf…

Ich les doch grad „The Dude and the Zen master“ mit Jeff Bridges und Bernie Glassmann. Und ich kann das Buch nicht leiden. Es ist während 5 Tagen entstanden, als Abschrift von Unterhaltungen der Beiden. Bernies Statements fordern fast immer meinen Widerspruch heraus. Im Gegensatz dazu mag ich eigentlich alles, was Jeff so erzählt.

Gestern Abend habe ich das Buch fast aufgegeben. Heute morgen aber habe ich es nach der Strandmeditation wieder in die Hand genommen und dann doch sehr genossen. Mit diesen eher philosophisch, spirituellen Büchern arbeite ich richtig. Ich mache mir ständig Notizen im iPhone. Dabei mach ich keine Photos der Stellen, sondern tippe ordentlich die Zitate ab, die mich berühren oder die ich mir merken möchte. Das empfinde ich intensiver, als wenn ich auf dem Kindle einfach nur Textstellen markiere.

Das erinnert mich an mein zweistufiges Lernsystem, welches sich in Ostfriesland entwickelt hat, als ich für die Abschlussprüfung zum Bankkaufmann lernte. Erst lese ich ein Fachbuch durch und streiche dabei mit einem Textmarker die relevanten Stellen an. In einem zweiten Schritt, lese ich die Texte erneut und schreibe dabei das, was mir wichtig scheint in eine Kladde.

Danach kann ich die Inhalte des Buches für einen gewissen Zeitraum sehr gut erinnern. Das reicht für ein paar Wochen bis Monate. Selbst heute habe ich noch Erinnerungen an die gelben Lehrbücher und sehe die Schatten mancher markierter Seiten und der Inhalte. Selbst trockenste Gesetzes oder Verordnungstexte (in dünnen weissen Heftchen) kriegte ich so gelernt und konnte darauf abzielende Fragen meist richtig beantworten. Im Ergebnis hatte ich mit 94,1% das zweitbeste Ergebnis des Jahrgangs in Niedersachsen. Der Presseartikel in der HAZ führte zu einem Jobangebot, das ich annahm. Und genau dieser Job führte zwei Jahre später zur Gründung meiner ersten Firma.

Jeff spricht immer vom Empty Space, den er erzeugt, um seine Rollen zu spielen:

When I make a movie, I often do something to create my own empty space. I’ll give you an example. Say I come in, I do all my due diligence, study my lines, think about how to play the character, and feel I’m really ready. But now the other actor is not doing it how I imagined in my hotel room, or the director seems kind of pissed, or it’s raining though its supposed to sunny in the scene. So I’m starting to feel tight, you know?

So what I sometimes do ist start singing or do somersaults around the stage, do something that’s apparently inappropriate. I’ll scream, get over on my back and just let it rip. Once, I led the cast and crew in a big om session. They all chanted this weird syllable: Ommmm! And it shifted the vibe, it changed the tightness to looseness. When you do the unexpected, everyone starts wondering what else can happen. They start reassessing all the givens of that moment.

[…] The idea is to get empty so the thing can come through you, you know? […] It’s also an important reminder to yourself: All this is nothing but space to be danced in. There’s no need to feel harnessed or limited in any way. 

Letting go and emptying myself is such a strong force for me -almost like gravity- that is does me, I don’t do it. When the Dude is not in, life just blossoms.

Als ich das las, bin ich fast vom Stuhl gefallen, denn schaut doch mal unter: http://www.emptysea.de/ nach, was dort erscheint. Mein lieber Freund und Bruder im Geiste Åsmund, dessen erstes Å ich immer von seinem Blog kopieren muss, weil ich mir die Tastenkombination nicht merken kann, hat mich letzten Sommer darauf gestossen, das „mtc“ doch wie „empty sea“ klingt, wenn man die Abkürzung englisch auspricht.

Dabei habe ich dann Bernies Webseite entdeckt: Zen Peacemakers und dort den Bernie and the Dude Teil. Herrlich!

Nun aber, mit diesen Empfehlungen und Reflektionen verabschiede ich mich von Euch in die neue Woche. Bin zurück am Schreibtisch, zwar noch hier in der Türkei, aber nicht mehr im Urlaub. Bin gespannt, wie es jetzt wieder anläuft.

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