Meckern macht unglücklich…

Berlin, 6:39, Tag 689

Heute Nacht hab ich vergessen, was ich geträumt habe…

Der Sonnenuntergang gestern und der Sonnenaufgang eben waren wunderschön. Freue mich grad sehr über die Berliner Wolken und das Licht.

Oh, und dann: hat mein Vater gestern angemerkt, er hätte auch schon bemerkt, dass ich hier so viel meckere… und BAM: Erleuchtung.

Ich beschäftige mich eindeutig zu viel mit der dunklen Seite der Macht. Es gibt nur einen Weg: disengage! Wenn man sich nur mit seinen Schwächen, den Schwächen bei anderen, den Schwächen an anderen Dingen beschäftigt, kann das doch nicht gut gehen.

Denn ich bin doch kein TÜV Prüfer, dessen Job es ist, Dir Dein Auto still zu legen oder die Werkstatt reich zu machen.

Denn ich bin doch kein Buchprüfer, der Dich wegen Steuerhinterziehung einbuchten will.

Denn ich bin doch kein Anwalt, der davon lebt, dass Du Dich so verstreitest, dass Du vor ein Gericht kommst.

Denn ich bin doch kein Arzt, der Dir die teuerste GOÄ Position für Deinen Besuch berechnen will.

Denn ich bin doch kein Innenrevisor, der dem Chef Kündigungsgründe für die Verringerung des Headcounts liefern soll.

Deren aller Job ist es doch, jeweils den Fehler, die Schwachstelle, die Lücke, das zu finden, das was fehlt und Dir Unsummen für diesen Service abzuknöpfen. Dein hart verdientes Geld! Und die haben sich das so ausgesucht. Sie leben ihr Leben nach dem Motto: Wenn Du ein Problem hast, mach einen Job draus. Also schaffen sie Probleme, und lösen sie nicht! Sie machen die Probleme immer größer und permanent, denn dann haben sie Umsatz und Wachstum und Jobs. Deren Job ist doch nicht, irgend etwas besser zu machen! Herr Doktor könnte doch dann sein Reihenhäuschen mit Pool am Stadtrand nicht zu Ende abbezahlen.

Manche sind auch schon einen Schritt weiter: Wenn sie mal doch ein Problem gelöst haben, machen sie ein Buch draus. Damit möglichst viele andere auch entdecken, dass sie das Problem haben und dann das Buch kaufen. Aber auch das bringt es doch nicht wirklich. Denn wir werden, was wir denken. Diesem Grundsatz können wir nicht entkommen. Das ist ein Naturgesetz.

Also, es gibt nur einen Weg: disengage! Komplett ignorieren. Nicht drüber tratschen, nicht drüber reden, nicht drüber nachdenken, nicht versuchen zu helfen, nicht versuchen, die gefundenen Schwächen auszugleichen. Nop. Niente. Nada. Und dieser Vorsatz fühlt sich jetzt grade so richtig befreiend an! Das ist der einzige Weg. Diesen Leuten kann nicht geholfen werden. Sie wollen sich nicht helfen lassen. Sie hassen mich dafür, dass ich das erkenne. Sie wollen mich rein ziehen, in ihre Problem Welt. Und sie werden sie nicht ändern. Nicht wegen mir!

Ausnahme: diejenigen, die wirkliche, echte Schmerzen haben. Und es ist sehr schwer, diese von den Meckerern zu unterscheiden. Und es geht verdammt schnell, dass eine Verletzung, ein Schmerz, ein echtes Pech umkippt in blosse Meckerei. Das passiert immer dann, wenn wir an unseren Problemen festhalten. Das will ich nicht mehr!

Also: raus aus der Nummer, nicht mehr machen. Immer, wenn ich mich dabei ertappe, atmen, lächeln und wegrennen! In mein inneres Exil, in meine Träume, in meine Zukunftsvisionen und in die Arme der glücklichen und guten Menschen, um mich herum!

So, nun lächeln und Euch einen tollen, glücklichen, schmerzfreien, guten Tag wünschen!

One thought on “Meckern macht unglücklich…

  1. Hallo Anne,
    dieses Posting von dir finde ich ausgesprochen gut!
    Ja, wir werden nicht nur was wir denken sondern wir sind bereits unser Denken.
    Ich persönlich habe im Moment sehr große Schmerzen, an meinem linken Knie. Da ist es wirklich schwer, nicht zu jammern. Und dadurch reagiere ich auf andere Menschen zuweilen nicht adäquat und ungerecht…
    Unsere Gegenwart und Zukunft sind Kreativität und Produktivität. Und viel Liebe…
    Gruß
    Detlef

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