Zeitlos Auto fahren…

Berlin, 8:08, Tag 690

Heute Nacht erinnere ich mich wieder nicht an meine Träume. Es war nur eine kurze Nacht, weil wir gestern bis 8 in Leipzig beim Cousin waren. Die Rückfahrt war sehr schräg, ich habe bei einer Pause kurz meditiert, um fit zu bleiben. Danach bin ich sehr bewusst Auto gefahren.

Normalerweise habe ich intensive Tagträume beim Fahren, gestern aber nicht. Statt dessen verging die Fahrzeit wie im Flug, fast ohne Gedanken. Ich fuhr sehr aufmerksam mit meinen Mädels, etwa 160 ist mein Reisetempo am Abend bei leerer dreispuriger Autobahn.

Und ich verlor völlig das Zeitgefühl. Das kenne ich auch von der normalen Meditation. Genau das ist Transzendenz…

Man ist wach, aktiv, verliert aber das Konzept „Zeit“ als Bewertungskriterium. Ob es etwas lang oder kurz oder zäh oder schnell vergeht, bemerkt normalerweise unser Unterbewusstsein. Ab und zu spült es uns Impulse des Zeitempfindens -unserer inneren Uhr- ins Bewusstsein. Aber manchmal eben auch nicht.

Bei schöner Musik, einem Konzert. Bei intensiver Arbeit, beim Malen, Programmieren, beim Schreiben, bei tiefen Gesprächen, beim Joggen gibt es Phasen, nach denen können wir nicht sagen, wie lange sie gedauert haben. Es könnte ein Wimpernschlag oder eine Ewigkeit gewesen sein. Das passiert sonst nur, wenn wir unser Bewusstsein verlieren: im Schlaf oder wenn wir wirklich bewusstlos werden.

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Wünsch Euch einen zeitlosen Tag!

 

2 thoughts on “Zeitlos Auto fahren…

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