Vier Antworten zu unserer Firmenkultur…

Berlin, 7:05, Tag 697

Heute Nacht habe ich von einem Auto geträumt, welches über eine schräge Wiese fuhr und schliesslich ausrutschte und auf dem Rücken liegen blieb. Danach bin ich in einem Zug in die Schweiz mitgefahren. Erst hinten im Abteil, dann schrumpfte der Zug und wurde zur Bimmelbahn. Ich schaute dem Lokführer über die Schultern. Wir fuhren in ein Tal hinab, ein riesiges Tal, rechts von uns das Meer mit kleinen Inseln. Der Zug wurde schneller, der Lokführer zog angestrengt an einem Bremshebel, es klappte. Wir kamen an, checkten im Hotel ein. Die Schweizerin an der Rezeption war so versnobt, sie verschmähte das Kleingeld eines anderen Gastes, unterhielt sich mit mir sehr angeregt, zum Missfallen meiner Frau, die mir dieses ausdrückend, ihre wunderbare Rückseite zuwandte. Ich wachte noch sehr müde etwas zu spät auf…

Eigentlich möchte ich noch weiter über unsere Firmenkultur hier schreiben. Zu den sieben Fragen gestern, habe ich doch vier Antworten aufgeschrieben, die meine eigentliche Botschaft für unsere Kollegen enthielt. Das All Hands und das anschliessende Grillen haben Spass gemacht, es war eine ganz angenehm produktive Stimmung gestern im Büro.

Also bei den anderen. Ich selbst war leer nach meinem kurzen 5min Zwischenruf. Weiss gar nicht, was ich am Nachmittag geschafft habe. Es machte Klick und die Zeit war rum. Ein angenehmes Bewerbungsgespräch gegen 5, doch daran erinnere ich mich noch. Achja, dann gabs Abendbrot bei Abendrot: ein extrem dramatischer Sonnenuntergang.

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Dann habe ich noch mit einem neuen Spielzeug bis kurz nach 11 völlig unvernünftig rum gedaddelt. Übersprungshandlungen. Ja, unvernünftig. Ich war kaputt, leer und weiss um die positive Wirkung von Schlaf und entziehe mich dem… spielend. Also nicht mit einem Spiel, sondern der Einrichtung eines neuen Gadgets, das ich Euch vielleicht hier auch noch vorstellen werde. Also der der Herr Krueger von vor ein paar Monaten, hätte das sehr sicher getan!

So eine Stimmung habe ich jetzt fast immer nach Vorträgen und Auftritten vor mehr als vier Leuten. Ich traue mir selbst und meiner Vorbereitung immer mehr. Die Anspannung davor ist mir nicht mehr unangenehm, es ist jetzt eher ein ernsthafter Fokus. Fast Vorfreude, mit etwas Lampenfieber.

Aber danach kommt die Leere. Nicht vorher! Vorher ist Rausch. Danach Leerheit…

Auch möchte ich Euch teilhaben lassen, an den vier eigentlichen Antworten zu unserer Firmenkultur, die ich mir gestern überlegt hab. Also nicht die gestern hier geposteten, von James angeregten Antworten auf die sieben ausgedachten Fragen.

Als Tagebuchblogger macht das voll Sinn, aber es gibt leichten Widerstand in mir. Ich sehne mich wieder mehr danach, über Themen zu bloggen und nicht mehr so viel über mein Leben. Das Pendel schlägt wieder mal zurück in die andere Richtung.

Ach egal, das kommt eh bald ins Netz, also kann ich Euch hier ein wenig spoilern.

Wir sind kein Softwarehaus, auch kein Produkthaus, kein Handelsunternehmen, keine Technologiefirma. Unsere Kunden sind keine „Endverbraucher“. Wir machen kein B2C.

Je länger wir zusammen arbeiten, entwickeln sich bei allen von uns manche Selbstverständlichkeiten und Bequemlichkeiten: „Das ist nicht mein Bereich. Dafür bin ich nicht zuständig. Das weiss ich doch nicht. Lass mich in Ruhe. Ich hab selbst Stress.“…

Manchmal kriegen wir dann Panik, dass wir so werden, wie manche unserer Kunden in ihren grossen Organisationen. Bei manchen löst so etwas allergische Reaktionen aus. Andere finden das schon ganz normal.

Also ich krieg Feedback vor allem von neuen Mitarbeitern: „Es toll bei Euch, ähm uns. Ich arbeite gern hier“. Manchmal krieg ich auch Beschwerden, vor allem von langjährigen Kollegen. Denn vielleicht vergessen wir ab und zu, warum wir das machen, was der Zweck, das Ziel unserer Firma, der Arbeit hier ist und dass wir alle unseren Lebensunterhalt damit verdienen.

Aber was macht uns denn nun aus? Wer ist mtc? Welche Firmenkultur haben wir eigentlich? Oder welche wollen wir? Wie können wir dabei helfen, dass wir uns zusammen wohl fühlen und zusammen so erfolgreich bleiben?

Hier meine vier Punkte zu diesen Fragen:

1. Wir sind ein Dienstleistungs-, Service und Beratungsunternehmen.
Wir lösen Probleme in mittleren bis grossen Firmen und Konzernen.

2. Wir haben eine Kultur des „Ja“ sagens.
Nein, ist nicht die richtige Antwort. Wer ja sagt, verkauft. Wer nein sagt, verhandelt.

3. Wir erkennen und schätzen Selbstverständlichkeiten.
Es gibt ein paar stille Kollegen, die sehr viel dazu beitragen und machen und helfen und sich deshalb trotzdem nicht ständig auf die Bühne drängen. Ohne die würde hier nix funktionieren. Dankeschön!

4. Wir begrüßen Veränderungen und haben keine Angst vor der Zukunft und unseren Kunden.
Wir sagen nicht, wie kann sich der Kunde verbessern, sondern wir fragen uns, wie können wir uns verbessern.

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