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Unser unabhängiges Selbstbild…

Noch Istanbul, 7:54, Tag 715

Heute Nacht wurde meine Wohnung von vier Kranken bewacht, die nebeneinander auf Liegen vor dem Eingang lagen. In der Wohnung und davor verhandelte es sich um irgend etwas. Die Nacht war extrem unruhig und sehr kurz. Der Start in die neue Woche ist überschattet von Trennung und Bedauern.

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Wünschte es würde, wie gestern, einfach so beim überlangen Duschen ein Begriff auftauchen, um den herum es sich gut fühlt. Jetzt tauchen Themen und Strukturen der Arbeit auf. Ich sitze im Flieger, habe meditiert, gefrühstückt, ein wenig gelesen. Spüre den Wellen der Konzentration, der Fokussierung, des Schaffens nach. Spüre kurz negativen Emotionen nach, Selbstkritik vor allem und meinem Verlangen.

Je mehr wir nach etwas suchen, je stärker wir etwas haben wollen, umso weniger mögen wir die Dinge, die schon da sind. Je mehr ich ausserhalb von mir suche, um so weniger kann ich mich selbst leiden. Und das ist in Gruppen: Familie, Team, Firma, Kiez, Stadt, Land, Kulturen ganz genau so.

Mein von mir unabhängiges Selbst, mit seinen ganz persönlichen, ja privaten Vorlieben, Routinen, Werten, Fähigkeiten und Kenntnissen beisst sich mit dem anderen abhängigen, verbundenen Selbst. Diese andere Selbstbild, entdecke ich mehr und mehr entdecke und unterdrücke immer weniger und weniger.

Bei meiner Selbsthilfe/persönlichen Entwicklung/Entfaltung gehe ich davon aus, dass ich mich ändern kann, dass mein Erleben sich entwickeln, dass meine Fähigkeiten sich erweitern, meine Kenntnisse sich vertiefen können. Langsamer geht das diese Entwicklung auch mit Werten und Routinen, mit meinem Charakter von statten.

Aber wir sind so konfliktbereit, wenn wir etwas wollen. Erinnern wir uns, je mehr wir etwas wollen, um so wenig sind wir in der Lage, Dinge zu mögen. Je mehr ich etwas will, um so weniger kann ich mich selbst leiden. Wir verlieren unsere Fähigkeit zur Empathie, zu Mitgefühl und unsere emotionale Intelligenz sinkt. Nur so können wir für unsere Überzeugungen „gegen andere kämpfen“.

Wie tief wohl meine Illusionen reichen? Wie viele Schleier wohl noch über meinen Gedanke liegen?

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Beim Entdecken des Sonnenaufganges heute morgen, fand ich diese „Krähe auf Schild über Klimaanlagenebel und grandiosen Leuchteffekten von Sonne an Wolken“.

PS: Wünsch Euch einen schönen Abend! 😉

 

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