Einfach Dankbar…

Berlin, 6:20, Tag 718

Heute Nacht habe ich den Anker eines Dampfers mit meinem Fuss von einem Felsen gestupst. Er, der Anker, fiel ins Wasser, der Dampfer hielt an (jetzt grade erinnere mich an eine schräge Filmwerbung, an der mich eine ähnliche Szene wohl beeindruckt hat). Danach lief ich mit einer roten Matratze auf den Schultern und Kopf durch eine Menschenmenge. Ich wurde dabei gefilmt und berühmt. Dann wachte ich müde auf…

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Dann sass ich in der ruhigen, noch dunklen Wohnung.

Der Regen setzte ein. Es klopfte leise ans Fenster.

Plötzlich freute ich mich, dass ich den Regen hörte, dass ich ihn überhaupt hören kann.

Der Morgen tauchte ganz langsam auf. Es wurde heller. Es blitzte einmal. Ein Gewitter?

Dann freute ich mich, dass ich das und dann, dass ich überhaupt etwas sehen konnte.

Dann fühlte ich, wie ich den Boden berührte, meine Knie, meine Füsse.

Dann fühlte ich mich atmen. Ein und Aus.

Was für ein Wunder.

Und dann spürte ich Durst, einen trockenen Mund. Und ich trank einen Schluck Wasser.

Und es überwältigte mich.

Die Tatsache, dass dieses flüssige, transparente Metall in meinem Mund, durch die Kehle in meinen Körper fliesst und sich mit mir verbindet. Und mir meinen Durst nimmt.

Was für ein Glück, am Leben zu sein! Danke!

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