Ungetrübte Sehnsucht…

Berlin, 7:35, Tag 735

Heute Nacht hab ich wild geträumt: Krebsdiagnosen, Suchen, Busfahrten, Kündigungen. So intensiv wie die Woche war, so intensiv waren meine Träume heute.

IMG_0503

Das Wochenende allein ohne meine Mädels und ohne die Kollegen ist immer wieder eine ganz besondere Erfahrung. Ich nehme mir meist überhaupt nichts mehr vor. Lasse alles geschehen. Versuche, ins Einsam sein einzutauchen. Warte allein und nehme an, was passiert.

Da die Struktur der Woche fehlt. Die Struktur der Familie fehlt. Nur ich bin da. Ich fühle sehr viel Freiheit. Sehr viel Selbstbestimmtheit. Es fehlt die Rastlosigkeit aus früheren Singletagen. Es ist eine andere Art Rastlosigkeit, eher verwandt mit Sehnsucht, sie fokussiert mich eher.

Sitzen, Aufräumen. Säubern. Kochen. Essen. Laufen. Lesen. Schreiben. Ich mag es gar nicht Arbeit nennen, aber ich liebe diese Art zu Leben, an den ruhigen Samstagen und Sonntagen hier in Berlin, ohne grosses Programm, ohne viel Entertainment, ohne Kino, Konzert, Museum, ohne diesen musst du gesehen haben Drang.

Wenn ich das so schreibe, taucht gleich ein leicht schlechtes Gewissen auf. So doll glücklich dürfte ich jetzt nicht sein. Hier allein. Die Sehnsucht nach meinen Lieben könnte alles trüben, so wie früher.

Die Sehnsucht ist stark wie nie, aber nun gibt sie eher Kraft und Spass und erzeugt eine Art vibrierende Vorfreude, die mich stark sein lässt, hier draussen. Allein!

So, nun wünsche ich Euch das beste Wochenende überhaupt! Geniesst auch die kleine Dinge, egal wie sehr es (ihr) Euch auch stresst… das geht doch immer, oder? 😉

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s