Was das hier ist und werden soll…

Wien, 7:06, Tag 752

Heute Nacht habe ich ganz unüblich für Konferenzen genug Schlaf bekommen und viel geträumt. Eine Szene ist während der Meditation wieder aufgetaucht. In einem Jeep fahre ich zu einem Haus, dort sitzt ein junger Kerl mit einem Bogen in einem Raum und schiesst kleine Pfeile auf die Wand. Es scheint der Boss zu sein, das Bogenschiessen sein Hobby. Er zeigt mir ein hässliches Stück Plastik, das mich an Wellblech erinnert und bietet mir an, mir beim Bau meines Bogens zu helfen. Er zeigt mir, wie man nicht und wie man schiessen sollte. Ich sehe kleine Löcher in ein Stück Holz geritzt. Dass seien die Fliegen, die er mit seinen Pfeilen hier schon getroffen hat. Ein anderer kommt rein: er komme gerade von der Tür. Mir wird klar, dass ich hier in einer sehr gewalttägigen Umgebung der Türsteherszene bin und ich hoffe, dass ich keinen Fehler mache.

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Mein ablehnender Geist ist heute nicht mehr ganz so stark, wie gestern. Bin merklich ruhiger, aber immer noch am Suchen, was genau nicht stimmt. Überlege gerade, hier nicht mit dem Review der grossartigen Konferenz gestern zu beginnen, sondern dass in einen zweiten Post auszulagern.

Hab viele Notizen gemacht, vielleicht wird daraus was. Es passt mir grad nicht, über meine Patent-und Business Themen hier zu schreiben, obwohl ich es ja doch mache. Der Schwerpunkt verschiebt sich, wie treue Leser ja sicher schon bemerkt haben? Es dreht sich mehr um meine eigenen persönliche Entwicklung. Also zurück zu den Anfängen, aus denen diese tägliche Schreibmeditation ja erst entstanden ist.

Immer wieder denke ich, ich müsste mal wieder über Tools, Gadgets, Webseiten, Dienste und vor allem über die Projekte bei mtc schreiben. Aber es fühlt sich grad nicht richtig an. Vielleicht hat die Bedeutung dieser Themen für mich grade abgenommen? Nein! Aber meine Begeisterung liegt grad: in Beziehungen, kulturellen Unterschieden, Entwicklung, Veränderung. Und ich möchte weiter viel reflektiv (und nicht deskriptiv) schreiben. Also mehr über das, was ich jetzt fühle, woran ich mich jetzt erinnere. Mir dann dazu Themen, wie letztens Eifersucht, heraus picken und die tiefer erforschen.

Gestern zum Beispiel kam bei einem Wiedersehen mit einem lieben Freund das Thema: Selbständigkeit & Unternehmertum auf. Also entweder selbstständig und frei arbeiten oder aber in (s)einem Unternehmen, das einem vorher festgelegten Zweck dient. Also nicht mehr selbstständig zu arbeiten. Mir kam diese Unterscheidung nicht hilfreich vor. Ich empfinde diese Einschränkung als Unternehmer nicht so, wie er. Das hat mich beschäftigt.

Für mich bedeutet Unternehmer sein, aber an meinem Unternehmen zu arbeiten und nicht in meinem Unternehmen. Solche Gedanken, solche Konzepte interessieren mich, ziehen mich stark an. Meine Gedanken drehe sich also viel um die Entwicklung von mtc, um meine Rolle dort, um mein Selbstverständnis als Unternehmer, Berater, Chef, Kollege aber auch die dazu gehörige private Seite, meine Rolle als Vater und Mann, meine zwei Wohnsitze. Ich suche hier einen Platz und Strukturen, um diese Seite in mir zu erforschen und ausdrücken zu können.

Dann stosse ich mich immer an meiner Angewohnheit mit meinem Traum einzuleiten, das beisst sich manchmal mit den Themen. Ich trenne das seit einiger Zeit mit dem Sonnenaufgangsfoto, zu dessen Anfertigung ich wieder einen kleinen Morgenspaziergang gemacht habe. Aber ein Review der ICIC Konferenz mit meinem Türsteherbogenschützentraum einzuleiten, das ist schon -sagen wir mal- sehr speziell. Ich möchte das hier so beibehalten oder aber ganz lassen. Aber zum ganz lassen, fehlt mir einfach die Kraft. Also eher Mut? 😉

So, nun aber wünsch ich Euch einen tollen Start in die Dienstag! Danke Euch fürs Zuhören!

One thought on “Was das hier ist und werden soll…

  1. Das sehe ich auch so, man sollte an seinem Unternehmen arbeiten, aber leider oder es ist einfach so, dass es viele verschiedene Zugänge gibt. Als ich meinen fixen Bürostandort letztes Jahr aufgelöst habe, waren viele unterschiedliche Meinungen in meinem Bekanntenkreis vorhanden. Ich miete mich immer wieder in ein Business Center im 3. ein und habe meine gesamte Arbeitsweise geändert, für mich zum Besseren. Ich bin froh, dass ich in meinem Fall so arbeiten kann, aber viele sind sehr konservativ und fixiert auf lang bestehende Gegebenheiten und wagen kaum etwas zu ändern.

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