Über das Wachstum in unserem Unternehmen…

Berlin, 6:57, Tag 772

Heute Nacht habe ich so geträumt, dass ich das hier zensieren möchte. Nur so viel, der Traum hat meinem Ego und Selbstbewusstsein sehr geschmeichelt. Trotzdem bin ich mit einer leichten Erkältung aufgewacht. Uff!

Gleich ist unser All Hands, das letzte in unseren Räumen im 1. Stock hier im Weissen Schloss von Kreuzberg.

Denn, *leiseansteigenderTrommelwirbel* wir haben ab Dezember noch das Erdgeschoss hier dazu gemietet *Grossertusch*. So dass wir nun endlich, endlich mal wieder so richtig Platz zum Musizieren, Spielen, Üben, Dirigieren, zum Jazzen und Jammen und ordentliche Konzerte haben werden.

Das nächste All Hands wird’s also unten im Aquarium geben, so nenne ich den grossen 200qm mit Glas überdachten Hinterhof, der das Highlight der Räume ist. Das ist alles so grossartig und spannend, dass ich vor Vorfreude, Gestaltungskraft und Ungeduld fast platze.

Eben hatte ich mich zur Meditation hingesetzt und die Gliederung meines Zwischenrufes im All Hands floss aus den Tiefen meines Unterbewussten nur so durch meine Gedanken: patxi, instrumente, free jazz, erdgeschoss, anti stress workshop/gruppe u individuell, gemeinsames lied, takt, melodie, text? projekt codename ‚eywa‘.

Dazu gibt es nur zwei Slides, einmal der Grundriss von unten und einmal den Termin vom Antistress Workshop, eine säkulare Form den „Meditation in der Arbeitswelt“ Workshop, den ich vor ein paar Jahren mal geleitetet hatte, wieder einzuführen.

Die Erweiterung ist für uns eine grosse Veränderung, die die Tektonik in unserer Firma sicher beeinflussen wird. Und sie bedeutet natürlich auch das Ende der Ära als kleine Beratungsbude. Wir sind jetzt über 80 Mitarbeiter, die Risiken und Chancen steigen mit der Größe. Die Komplexität dabei nicht genau so ansteigen zu lassen, ist meine größte Herausforderung.

Gestern Abend habe ich mit meinem Mentee aus dem Programm „Universum Wirtschaft. Impulse für Lehrer von morgen.“  (klingt schlimm, ich weiss, ist aber ganz einfach;) zusammen gesessen und wir haben über Unternehmergeist, Startups, Gründung von Firmen gesprochen.

Dabei sind mir spontan drei Grundsätze eingefallen, die ich im Rückblick als eventuelle Kernpunkte oder Lektionen von uns erkannt habe:

1. Cash ist King.
Das heisst einfach, dass wir immer im positiven Cashflow arbeiten. Also, es muss einfach jeden Monat immer mehr Geld rein kommen, als ausgegeben wird. Eine ganz einfache, aber in dieser verrückten Welt, umso schwerer einzuhaltende Regel. Wir haben bisher allen Versuchungen widerstanden, unser Wachstum durch Finanzierungen zu beschleunigen.

2. Der Chef ist der Verkäufer.
Jedes mal, wenn ich von dieser Regel abgewichen bin, habe ich das teuer und mit vielen Konflikten verbunden bezahlt. Letztens habe ich bei James Altucher gelesen, dass er das für Firmen bis zu 100 Mitarbeitern auch so sieht. Erst danach kann sich eine Organisation, ein eigenes Sales Team leisten. Er ist genau wie wir, im Dienstleistungs- und nicht im Produzierenden oder Handelnden Bereichen unterwegs.

3. Kein Zocken.
Es gibt keine Abkürzung zum Erfolg. Ausnahmen bestätigen die Regel, aber wenn man hinter die von Medien aufgeblasenen Erfolgsgeschichten schauen kann, merkt man oft, dass langfristiger Erfolg eigentlich immer, immer, immer nur verdient und erarbeitet aber niemals erzockt wurde. Unternehmer sind trotz allen Mutes, Engagements und Glücks in den Gründungstagen ihrer Firmen grundsätzlich sehr Risikoscheu. Sie müssen es sein, sonst leben sie nicht lange.

So, nun aber, ab ins Büro, los gehts! Wünsch Euch einen tollen Mittwoch!

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