Noch Berlin, 6:14, Tag 784

Heute Nacht habe ich mit geholfen, eine Tankstelle in Palestina zu bauen. Beton, Tanks, eine spartanisch eingerichtete Halle. Wir wurden besucht von Soldaten. Diese verhielten sich allerdings korrekt. Wir vermuteten, weil ich als Ausländer dabei war. Der Traum war beim Aufwachen sehr präsent, ich schrieb nichts auf. Versuchte ihn mir aktiv zu merken. Nach meiner sehr unruhigen Morgenroutine sind allerdings viele Details verschwunden.

Nach dem Aufwachen habe ich beim Aufstehen erst mal meine Teekanne umgeworfen. Auf dem Weg zum Bad bin ich über die zum Einpacken ausgebreiteten Osterüberraschungen auf dem Boden gestolpert. Nach dem Duschen habe ich meine Wasserflasche vom Nachtisch gefegt. Dann kam ich drauf, das Licht anzumachen. Das ging bis jetzt alles ganz glimpflich aus, ohne Schaden oder größere Verschüttungen. Puhh!

Gestern am späten Nachmittag auf dem Weg zu einigen Besorgungen hatte ich mein Thema für heute gefunden. Fällt mir nun aber ebenfalls nicht mehr ein.

Deshalb erst mal das Bild vom Sonnenuntergang rausgesucht. Seit drei Tagen gibt es früh nur Grau in Grau, fast völlig identisches, regnerisches Wetter. Es kann aber daran liegen, dass die Sonne (Danke, Siri) erst um 6:39 aufgeht. Egal, früh ist seit drei Tagen alles gleich grau, ok? 😉

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Habt ihr das manchmal auch? Wenn ihr ein Wort aufschreibt, und es dann gleich anschaut, dann stellt sich keine Verbindung zur Bedeutung des Wortes her. Aus der Reihenfolge der Buchstaben entsteht nicht das gewünschte mentale Bild.

Gestern ging es mir so beim Wort: Stare. Da habe ich dann auf das Wort gestarrt und gedacht, dass ist doch nicht das Wort für den Vogel der da grade ruft.

Achja, vielleicht ist es ja eine Amsel? Aber wie armselig sieht dieses Wort jetzt hier aus. Nein, das hat auch nichts mit dem Geräusch da draussen zu tun. Und dann renkte sich mein Hirn zum Glück wieder ein und schaltete zurück in den Normalmodus.

Ich glaub, ich wollte meine Werte auseinander nehmen. Anfangen mit Beziehungen. Abends lief mir noch Deepak Chopra’s Spruch genau dazu über den Weg, den ich spontan auf Facebook teilte. Dann überlegte ich es mir anders. Die Kommentare unter dem Ursprungspost verteufelten Deepak alle als geldgeil und verfluchten ihn fast. Ähnliches ist mir mit Seth Godin auch letztens schon mal passiert. Als ob die sich für mich entzauberten. Nun kann ich sie nicht mehr lesen, das positive, inspirierende in den Texten hat sich irgendwie entlarvt.

Wer ist noch auf meiner Liste der Guten? James Altucher. Der bloggt grad in Facebook ohne Link zu seinem Blog. Also der Link ist noch in seinem Profil bzw. Page. Er postet auf Facebook aber nicht mehr per Link. Das beobachte ich jetzt vermehrt. Facebook fördert das wohl mit einem besseren Ranking in den Newsfeeds. Und wir verlassen Facebook viel weniger für das Lesen von interessanten Artikeln. Nuja. Und Matze erzählt mir grad, dass das doppelte Posten von Artikeln von Google bestraft wird, die wollen einzigartige Inhalte haben. Uffja!

Apropos James, auf seinem Google+ Profil hat er im Januar das letzte Mal gepostet. Und zwar einen Post, den ich noch nirgendwo anders gelesen habe. Nicht in seinem Blog und auch nicht in seinem Facebook Feed. Also, hier mal James Altucher Live in einem TEDx Talk:

Wünsch Euch dankbar einen kreativen Donnerstag!

Veröffentlicht von Herr Krueger

vater · ehemann · mitgründer der moving targets consulting gmbh · services, development und support · zazen · fotografie

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