The Bazaar Rooftops Part II with Monica Fritz

Istanbul, 6:50, Tag 787

Heute Nach habe ich mich auf einen Bauernhof geträumt. Er sei liebevoll im Stile der DDR Zeit renoviert worden. Ich lief etwas herum, durch die Scheune und die Ställe. Bald verhakte ich mich in den vielen Zäunen und Absperrungen und fand den Weg heraus nicht mehr. Eine Frau kam zu mir und wollte genervt ihren Mann holen, um mich zu befreien. Auf einer Party mit Freunden erfuhr ich, das selbige in Fürstenberg viele Wohnungen besässen und nach einer schrägen menschlichen Grammophon Szene, erwachte ich müde in den Ostersonntag…

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Hab gestern Abend noch zwei Videos vom Grand Bazaar hochgeladen, die ich Euch nicht vorenthalten möchte. Sind nur so Szenen. Der erste Herr faszinierte mich, aufgrund seines stillen Grossvaters auf der einen und einer über 200 Jahre alten Werkbank auf der anderen Seite.

grandbazaar rooftop tour with monica fritz-6

Er klöppelte auf einem Kupferkessel und die türkische Mitfotowalkerin musste sehr laut sprechen, weil das viele Hämmern eben dazu führt, dass man normales Sprechen nicht mehr versteht.

Und dann die Armenier. Zwischen zwei Juwelieren drückt man sich durch eine enge Gasse, die etwa 15m lang ist und in der immer nur eine Person durch passt. Ich kannte die Gasse schon, da ich gleich nebenan vor knapp 10 Jahren den Verlobungsring meiner Frau im Keller des Juweliers rechts von der Gasse gekauft hab.

Ausserdem befindet sich der Ausgang an einem der unteren Ende des Grand Bazaars. In den vergangenen Jahre, wurde ich dort oft hingespült, weil ich meist immer nur abwärts durch den Bazaar geschlendert bin. Ich landete unweigerlich immer an diesem Ausgang. Fragt mich bitte nicht nach seiner Nummer, oder ob ich ihn wieder finden würde! Vermutlich nicht, denn man muss von Cemberlitas in den Bazaar rein und sich treiben lassen und dann hoffen, dass man es findet.

Im Grand Bazaar etwas wieder zu finden, hat etwas magisches, Harry-Potter-Mässiges. Man muss drauf zu laufen und los lassen. Wenn man unbedingt etwas wieder finden möchte, weil man sich etwas hat zurück legen lassen? Vergesst es! Mit mir würdet ihr das niemals wieder finden.

Na jedenfalls: die Gasse. Sie mündet in eine Karavasaray, einen Innenhof mit zwei Etagen und einem Rundgang oben, der in Werkstätten, kleine Büros oder Geschäfte mündet. Eine Teeküche und ein Imbiss runden das Ganze ab. Es wirkt wie ein altes zu Hause, die Menschen wie eine alte eingeschworene Gemeinschaft, jeder kennt sich, sie arbeiten hier seit Generationen zusammen. Ich laufe lächelnd und aufmerksam hier durch, suche Augenkontakt, nicke und lächle dann unmerklich, was völlig ausreicht und offenbar nicht aufdringlich wirkt. Und fast immer honoriert wird, meist durch ein leicht, schräges Kopfnicken.

Wir sind in eine Werkstatt rein gelaufen, dort stand ein Mann an der Werkbank und wiederholte immer den gleichen Arbeitsablauf. Grossartig zu beobachten, meditativ und konzentriert. Seine Hautfarbe unterschied sich nicht von der Farbe der Maschine und der Werkbank.

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Hier noch das Video von einem dieser Abläufe, die er endlos zu wiederholen schien. Jedenfalls so oft, bis die Plättchen auch wirklich alle in Hütchen verwandelt wurden.

Und zum Schluss noch eine kleine Galerie mit ein paar Fotos davor und danach.

Jetzt gehts auf zum Frühstück und dann in den Garten. Nachschauen, ob der Osterhase auch hier nach Istanbul gekommen ist und ein paar kleine Überraschungen für meine Tochter versteckt hat.

Wünsch Euch ein grossartigen Ostersonntag!

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