Nizza, 7:08, Tag 802

Heute Nacht bin ich hier in der Stadt durch eine schlammige Baustelle gefahren und hab das Cabrio eingesaut, es abgestellt und bin dann fast von einem Tennisball getroffen worden. Grosse Hunden sprangen hinterher. Dann kamen zwei komische skateboardartige Flügel geflogen, die mich ebenfalls nur knapp verfehlten. Oh! Ich war hier wohl in der Nähe von etwas, in dessen Nähe ich sein sollte. Ich erkannte ein paar Passanten, als Bewohner, die hier aufpassten. Ich sagte laut: sorry, ich verstehe, ich verstehe und gehe davon und wache auf…

IMG_4106

Mein Traum erinnerte mich an Regeln, an Verabredungen und Vereinbarungen, die wir an der ein oder anderen Stelle im Leben brechen.

Wohl auch weil ich beim Aufwachen über die Co-Creators 2015 gestolpert bin und mich grade fragte, wie es kommt dass Menschen, die ein anderes Leben und Arbeiten leben, mich einerseits so anziehen. Anderseits frage ich mich, wo diese manchmal fast religiöse Verehrung und die oft so aggressive Ablehnung von Regelbrechern herrührt.

Alles wie immer eine Frage der Wahrnehmung, unserer Achtsamkeit. Worauf wir reagieren, was wir durch die Filter unserer Sinne an uns ran lassen. Dazu unsere Fähigkeiten zu vergleichen, Muster zu erkennen, wieder zu erkennen.

Vor zwei Tagen hatte ich Abends eine kurze Phase, in der ich alles, was mich umgibt, alles was benutze, was ich besitze, alles aber auch alles, als Ergebnis der Verabredung, von Regeln und Vereinbarungen zwischen mindestens zwei Menschen sah.

Einmal kurz alles in Frage gestellt.

Den Geist so frei laufen gelassen, dass man Mietverträge, Firmen, Webseiten, Geld, einfach alles virtuelle als das und daraus folgend die Vergänglichkeit und Änderbarkeit auch dieser Dinge erkennt. Alles was es braucht, ist eine neue Vereinbarung, Verabredung oder Regel zwischen mindestens zwei Menschen.

Im Dialog meiner kleinen Familie, aus zwei sehr unterschiedlichen Kulturkreisen, aus zwei sehr unterschiedlichen Familien stammend und in Aleyna verschmelzend, fällt mir genau das jeden Tag auf. In der ein oder anderen Form erfinden wir unsere eigenen Regeln, einfach weil meine oder ihre nicht auf Dauer funktionieren für uns beide. In unserer Umwelt, empfinde ich mich deshalb oft als Aussenseiter. Und das zieht wiederum an oder stößt ab…

So, nun gleich auf die Konferenz hier! Dann ein wenig die Gegend erkunden. Es ist 20 Jahre her, dass ich das einzige Mal hier in Nizza war, auf einem ewig denkwürdigen Roadtrip mit einem heute immer noch sehr guten Freund übrigens.

Wünsch Euch einen tollen Start in den Montag.

Veröffentlicht von Herr Krueger

vater · ehemann · mitgründer der moving targets consulting gmbh · services, development und support · zazen · fotografie

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s