Potentiale sehen reicht nicht

Berlin, 5:17, Tag 812

Heute Nacht habe ich mich in ein Tal geträumt. Ich schaute abwärts. Mir kamen jede Menge Spatzen und Schwalben entgegen. Es waren alle Details erkennbar. Ob der Vogel jeweils müde, schnell, hunrig, jung oder alt war, konnte ich auf einen Blick erkennen. Ein paar landeten in meiner Nähe, um sich auszuruhen. Weil ich gleich den Frühflieger nehme, bin ich sehr zeitig vor dem Wecker aufgestanden.

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Nun sitze ich schon am Flughafen, ready for boarding. Sehe jede Menge müder Gesichter, Ein paar rote Socken zu braunen Schuhen fallen auf. Der abgetragene Anzug, in blau natürlich. Viele schwere Taschen, Handgepäck. Aber alles ganz ruhig und leise, gedämpft. Es wird fast nur geflüstert, angenehm. Viele starren vor sich hin, einige aufs Telefon, wenige ins Laptop. Einer starrt in eine Zeitung, der mit den roten Socken.

Auch gestern eine Einsicht.

Es gibt ja so ein Go First Prinzip. Sei die Veränderung, die Du in der Welt sehen willst. Iss Dein eigenes Hundefutter. Wenn ich möchte, dass andere ein bestimmtes Verhalten entwickelt oder verändern, so hilft ein vorstellen, ein erzählen, besprechen, diskutieren des gewünschten Verhaltens sehr wenig. Es führt eigentlich nur zu Konflikten.

Es gibt wohl immer einen guten Grund, warum wir so sind, wie wir sind und das tun, was wir tun. Solange wir nicht über diesen Grund sprechen, so lange wir diesen Grund nicht kennen, nicht wahr haben wollen, ihn ignorieren, so lange halten wir an unserem bisherigen Verhalten fest. Schlaue Sprüche, elegante Herleitungen, gute Begründungen, Gesprächstaktiken, Strukturen bringen relativ wenig.

Das was ich probieren möchte, ist nun folgendes. Ohne mein eigenes ehrliches Interesse, ohne meine eigene klare Vorstellung, ohne mein eigene vorbehaltlose Begeisterung für das Ziel, für das gewünschte Verhalten, welches die Zielerreichung fördert, wird das nix.

Ich delegiere die eigentliche Aufgabe, löse sie los von mir, schiebe sie komplett rüber, lehne die eigene Verantwortung ab, will mich retten lassen. Aber klar, so wird das nix.

Erst wenn ich mich nicht mehr selbst raus ziehe, mich nicht mehr hinter Stress, wichtigeren Aufgaben, meiner Rolle, meines Egos verstecke, sondern wenn ich da bleibe, wenn ich dran bleibe, wenn ich verbunden bin, dann entfalten sich die Potentiale in uns, in mir. Die Potentiale, die ich eigentlich nur erahne.

So, nun ist Einstieg! Schneller Rechtschreibcheck und ab damit.

Wünsch Euch einen erfolgreichen Tag.

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