Perspektivenwechsel

Ilmenau, 6:36, Tag 854

Heute etwas zu wenig Schlaf gehabt. Es wurde dann gestern doch etwas später. Die Zeit verflog nur so beim Wiedersehen von den vielen Bekannten und Freunden hier in Ilmenau. Zack, war es um 10 und eh ich dann im Bett lag, fast um 11. An meine Träume erinnere ich mich heute gar nicht. Der Morgen war bis jetzt intensiv, die Meditation sehr wohltuend.

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Gestern war bestimmt von der Anreise. Bin schon Mittags los, eine schöne Autofahrt mit einem Zwischenstopp bei meinen Eltern.

Habe das erste mal meine neue Drohne in der freien Wildbahn ausprobiert. Mit meinem Vater zusammen. Was für ein Knaller! Was für ein Oberknaller! Die Technologie ist der Wahnsinn. Und es ist alles gut gegangen. Bis auf ein kleinen Hickup des Gimbals. Flugtechnisch grossartig.

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Steigra, von oben (ca. 300m)

Die Aufnahmen sind an sich, sind ja nichts besonderes oder spezielles, zumindest nicht für den unbeteiligten Dritten.

Was ich speziell finde ist aber, dass ich sie selber machen kann. Ich kann meine Kamera fliegen lassen und Aufnahmen aus Perspektiven und aus Höhen machen, die bisher nur Menschen vorbehalten waren, die Flugzeuge oder Hubschrauber fliegen oder mieten konnten.

Das zweite, was für mich speziell ist an diesen Aufnahmen, dass es sich um einen Ort handelt, den ich kenne, gut kenne. Bislang aber nur von unten. Ich verbinde so viele Erinnerungen und Bilder mit diesem Dorf.

Der Blick von oben, das heraus treten aus bekannten Perspektiven, genau das reizt mich wohl am meisten. Ich kann schon ganz gut in meinem Kopf, durch Worte, Gesten, Interaktionen unterstützt.

Der Perspektivenwechsel, sich selbst beobachten, sich in andere hinein versetzen, die Welt aus anderen Augen sehen. Es zumindest versuchen. Genau das hat mich am meisten angezogen, am meisten gereizt.

Wenn man sich nur mit sich, mit seiner Sicht der Dinge, seinen Meinungen, seinen Gefühlen auseinandersetzt, entsteht doch ein stark egozentrisches Weltbild. Wenn man in der Lage ist, sich mal raus zu begeben, sich raus zu trauen, eröffnen sich weitere Realitäten, weitere Welten, die neben unserer eigenen existieren.

Diese Technologie der fliegenden Kameras, die gerade erst entsteht, die sich gerade erst verbreitet, ist für mich ein Ausdruck dieser Suche nach anderen Perspektiven, in mir und um mich herum.

Ich glaube, ich fühle mich freier, wenn ich in der Lage bin, meine Welt und mich mal aus anderen Augen zu sehen.

Ok, die Konferenz geht los, schon hier beim Frühstück und ich sitze allein und tippe hier rein. Ich stürz mich mal ins Gewimmel, in 45 Minuten starten die Vorträge schon…

Wünsch Euch einen tollen Tag!

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