Fertig?

Berlin, 6:21, Tag 872

Heute Nacht war lang und ruhig. Bin zeitig hoch. Es regnete. Ein grauer, blauer Sonnenaufgang hinter dichten Wolken.

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Habe heute etwas Ehrfurcht vorm Schreiben hier. Davor, wieder nicht zu wissen. Keine Inspiration zu fühlen. Oder wenn, habe ich eine leichte Angst, ihr zu folgen. Meine Gedanken auf zu schreiben, scheint heute zu banal.

Die neue Woche steht bevor. Am Donnerstag möchte ich mich in meinen Urlaub verabschieden. Die Routine der letzten Monate durchbrechen. Nichts tun. Bücher lesen, am Strand rum liegen, schwimmen, laufen. Los lassen. Neu fokussieren.

Habe drei grosse Gebiete, über die ich seit langem nachdenke. Unsere Strukturen. Unsere Kommunikation. Und drittens unsere Dokumentation, in der sich die ersten beiden ausdrücken, materialisieren. Unsere unverbindliche, freie, flexible Art zu Arbeiten braucht einen Rahmen. Dieser Rahmen soll uns tragen, Halt und Sicherheit geben. Die Dokumentation ist das, was bleibt. Strukturen ändern sich ständig. Kommunikation fliesst wie ein Fluss einfach vor sich hin, mal stärker, mal schwächer.

Daneben habe ich ein paar Projekte, die noch nicht beendet sind. Meine Photos, mein Drohnenfliegenlernen (nicht diesen Sommer), mein Gehaltsexcel, meine Vorträge. Dann die Reisen. Vorbereitungen nur. Die eine nach Innnen ohne Sprache, dann nach Andalusien und dann Japan. Meine Texte hier sind auch nicht fertig, harren der Kategorisierung und der Selektion.

Der Umzug! Unser neues Leben hier, in Berlin. Neue Wohnung, neue Schule, neue Routinen. Weniger zwischen den Welten. Mehr zu Haus. Auch hier habe ich Angst. Mein Ego fürchtet sich, seine Freiheit zu verlieren, sich wieder mehr einlassen, nicht mehr allein die Hälfte meiner Zeit.

Wenn ich das alles vor mir sehe, kann ich mich nur ergeben! Die Gefühle fühlen und einen Schritt darauf zu machen. Nicht weg, nicht raus. Nein hin und rein. Einen Schritt auf die Angst zu gehen, mit offenen Armen und einem Lächeln. Freundlich mit mir und zu meiner Angst zu sein, das ist der Ausweg. Nicht schützen, nicht härten, nicht kämpfen. Nein!

Motiviere mich selbst hier, programmiere mich, erkläre mich.

Die Maschine im Kopf startet gerade! Maßnahmen, ToDos, Mails, überfällig, rechtzeitig, notwendig. Rein ins Thema und gleich wieder raus. Nachdenken, handeln, ruhen lassen.

Wann ist etwas fertig? Niemals.

Wünsch Euch einen schönen Start in die neue Woche.

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