Restunzufriedenheit

Bizimköy, 7:18, Tag 878

Gestern hat mich ne Sommergrippe erwischt. Am späten Vormittag fing das Kratzen im Hals an. Hab unruhig geschlafen, viel getrunken, viel aufgestanden. Die Morgenmeditation war auch eher schwer heute.

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Beim Wecken meiner Kleinen war gleich alles wieder gut. 😉

Suche mein Sommerprojekt. Merke, wie schwer es mir doch fällt, so von 100 auf 0 runter zu fahren. Mein Schwenk des Fokus auf die Familie führt zu Stress.

Ich solle meine Restunzufriedenheit mit Allem lieben lernen, sagte am Mittwoch Götz zu mir. Diese Unzufriedenheit mit der ersten Antwort. Dieses immer weiter fragen können. Das macht meine Mädels, ok, mein jeweiliges Umfeld, manchmal verrückt. Es ist wohl einfach anstrengend. Für die anderen, aber auch für mich.

Mein Mund ist so schnell dabei, diese Ideen, diese Gedanken auszusprechen. Der Impuls gerade hier, ohne viel Ablenkung, sehr stark.

Hab meine Drohne in Berlin gelassen. Ärger mich grade darüber, dann hätte ich mich ab und zu mal verpieselt und hätte ein paar Akkus leer geflogen. Vermutlich hätte ich sie am zweiten Tag gecrasht und mich schwarz geärgert.

Hab auch noch meine Specksteinbrocken hier. Vor zwei Jahren schon vom Moritzplatz hier her geholt. Ab und an feilen die Kleine und ihr Freund an kleinen Stückchen rum und weissen die Terasse mit dem feinen Staub. Auf dem Bergmannstrassenfest gab es einen Stand mit Specksteinfiguren, die mich wieder inspirierten.

Ein Foto davon, trotz unsortiertem Haufen, finde ich ganz schnell:

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Hab auch noch mein Gehaltsexcel, neben den zehntausenden unsortierten Fotos.

Könnte meine Restunzufriedenheit darauf richten, was noch nicht ordentlich, noch nicht fertig ist. Fällt aber schwer, bei mir zu suchen. Ist einfacher im Aussen, bei anderen.

Immerhin, als guter Impuls in die richtige Richtung, habe ich eben die ersten drei Kapitel Türkisch für Anfänger nochmal wiederholt. Mit meiner Tochter zusammen, macht das richtig Spass.

Warum habe ich das nicht eher gemacht? Was hielt mich zurück?

Diese Fragen nerven! Diese Fragen sind es, die aus der Restunzufriedenheit entstehen. Deshalb sei ich Unternehmer, sagte Götz! Ok, aber könnte ich manchmal bitte kurz Pause von mir haben?

Rhythmus: Ein und Ausatmen, Abwechslung zwischen Ruhe und Aktion, Aufnahme und Reflektion, Lernen und Anwenden, Tun und Nichtstun, Fragen und Antworten.

Das ist der Schlüssel, den Rhythmus als mein Leben, als das am Leben sein akzeptieren.

Diese ständig mitlaufende Kommentarmaschine in den Bauch schieben und einen Filter zwischen Bauch und Mund packen. Mein Ego loslassen, meine Vorstellungen davon, wie etwas sein soll, loslassen.

Meine Restunzufriedenheit mit dem was ist, lieben lernen. Vielleicht ist genau das mein Sommerprojekt?

Wünsch Euch einen geruhsamen Sonntag!

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