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Über Fehler, Vertrauen und eine Idee

Berlin, 6:59, Tag 921

Heute Nacht viel geträumt, entspannend geschlafen. Der Morgen ist ruhig, aber schon voller Gedanken, leichter Sorgen. Die Tage sind voll mit Umzug, Schulvorbereitung und intensiver Arbeit. Bin voller Dankbarkeit für meine Liebste, meine Freunde und der Welt, in der ich ein so tolles Leben haben kann.

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Bei der Morgenlektüre fand ich zwei Artikel, die ich heute mit Euch teilen möchte. Einmal, wieder mal, von Signal vs. Noise, den basecamp.com Machern. Sie haben ein Sideproject, knowyourcompany.com, das sie ausgelagert haben und die einen Fehler gemacht haben. Die Verantwortliche schrieb einen Artikel darüber, wie sie mit solch einem schlimmen Fehler, der direkte Kundenauswirkung hat, umging. Was für eine Firma willst Du sein? Vertrauen ist alles! so lautet die wichtigste Erkenntnis.

Ohne Vertrauen funktioniert keine Zusammenarbeit. Nicht innerhalb der Firma und nicht in der Beziehung mit Lieferanten, Partnern und Kunden. Und nicht zuletzt, Vertrauen in sich selbst. An sich selbst glauben können, zu den eigenen Werten stehen können, sich selbst im Spiegel anschauen können, ohne weg zu rennen, ohne Angst, ohne schlechtes Gewissen, mit einen reinem Herzen und Gewissen. Wir Menschen spüren das. Wir spüren, wenn etwas nicht in Balance ist, wenn die Matrix einen Riss hat. Dazu brauchen wir keine Ausbildung, kein Training und wir müssen nicht mal besonders emphatisch sein. Unsere Handlungen basieren viel mehr auf diesem Grundgefühl, des gegenseitigen Vertrauens, als uns oft bewusst ist. Das gilt im persönlichen Umgang, aber genau so, wenn Organisationen zusammen arbeiten.

Was ich gestern wieder erlebt habe, ist aber, dass ich manchmal aus Unsicherheit oder Angst und geringem Selbstbewusstsein, viele Worte erzeugen muss. Ich bin dann nicht klar. Ich bin das Gegenteil von klar, ich verneble mich und andere in Details und Diskussionen. Begründen mir selbst mit vielen, vielen Worten, warum ich etwas so oder so machen will. Ich suche Bestätigung. Irgend einer dieser Sätze stimmt dann schon. Ich komme nicht ins Tun. Ich bin im Wollen. Ich will Klarheit, Einfachheit, Richtung.

Aber ich finde diese Klarheit nur im Blick nach innen. Ich muss dann meine eigenen Gedanken aushalten. Ich darf mich nicht von meiner Angst gefangen nehmen lassen und mich selbst einlullen in vielen Worten.

Nach so vielen Worten um diesen einen Artikel, fällt der Übergang zum nächsten, fast profanen Thema nicht leicht. Aber ich habe es angekündigt und ändere das nun oben nicht mehr: Dronbase lief mir bei Fred Wilson über den Weg. Ich hatte sofort einen starken Impuls. Die Idee geistert schon seit Monaten in meinem Kopf rum. Hier gibt es einen Markt, die 399, die Dronbase für eine Luftaufnahme eines Objektes oder Grundstücks verlangt, schwebten mir auch im Kopf rum. Ich sah Landwirte vor mir, die ein Überflug über ihren Hof machen können. Ich sah Bauherren vor mir, die ihre Baustelle dokumentieren wollen. Ich sah neue Shoppingmalls in Istanbul, die sich mit einem Überflug interessant machen wollen.  Dronebase hat in den US dafür einen Website gebaut, die genau das macht. Sie bringt Interessenten an mit Drohnen erstellten Luftaufnahmen mit Drohnenpiloten zusammen. Wenn ich könnte, würde ich alles stehen und liegen lassen, und mich daran machen, diese Idee hier für Deutschlang umzusetzen. Genau jetzt! In drei Monaten Online. Ob man davon leben kann, keine Ahnung. Ob heute schon genug Potential im Markt ist, keine Ahnung. Aber die Idee fasziniert mich. Da ist was!

Ok, dazu passt dann auch noch ein dritter Artikel von Signal vs Noise: Less than Perfect, in dem beschrieben ist, dass man immer unzufrieden starten muss, um Erfolg zu haben.

But far more important than to be capable of suffering for your cause is to ask “what cause”?

Wir halten zu oft, zu lange am falschen Grund, am falschen Thema fest, weil wir denken, wir müssten durchhalten. In einem selbst liegt aber die Antwort auf die Fragen: Was ist der Grund für mein Sein? Was ist die Wurzel? Diese Frage muss ich mir immer und immer wieder stellen, um über mich selbst hinauswachsen, um wachsen, mich entwickeln zu können.

Ihr merkt, ich mag neue Ideen. Ihr merkt, ich mag die Denke der Menschen von Signal vs. Noise.

Und damit wünsche ich Euch angeregt, einen tollen Donnerstag!

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