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Spass

Berlin, 7:42, Tag 931

Heute Nacht hab ich schön geträumt. Manchmal schlafen die Liebste und ich ja so, als würden wir uns nicht kennen und lassen einen halben Meter Platz zwischen uns. Nicht so heute Nacht. Sehr schön!

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Gestern haben wir zu Dritt nicht mal eine Stunde bei Ikea gebraucht. Zwei Teppiche und Klimbim waren schnell gefunden. Dabei Aleyna im Wagen kreiselnd durch die vollen Gänge zu fahren, mit zwei Meter Teppich schräg drüber gelegt, als Airbag und Rammbock. Bin der geborene Rallyfahrer. Dazwischen haben wir immer wieder verschiedene Gegenstände anprobiert. So hat’s Riesenspass gemacht.

Im Karstadt später, für Bettwäsche und die Schulausrüstung, waren wir müde. Die Kleine und ich legten uns übereinander auf einen Stapel Decken und schliefen ein, während die Liebste neue Bettwäsche auswählte. Aber nur bis uns eine Verkäuferin darauf hinwies, dass die Decken zu teuer zum drauf ausruhen wären. Mhh. Sie zeigte damit nicht gerade ihr Verkaufstalent. Ich hätte ja drauf bestanden, die nun benutzen Joop Decken kaufen zu müssen. So kullerten wir uns runter und stellten uns schon mal an der Kasse an. Bis zur Schulabteilung, also alles gut.

Bei den Schulsachen, entzweiten sich die Geister. Ich bin ja ein grosser Fan von Stiften und Heften und sonstigem Papierwarenkrams. Davon kann man nie genug haben, finde ich. Meine Liebste ist das Gegenteil von mir: einen abgekauten Bleistift haben wir doch noch, wir brauchen keine Neuen. Das stürzt mich in tiefen Frust. Zum Glück konnte ich mich bei den Heften und Hüllen in allen Farben austoben, so dass ich unser Stiftdefizit kurzzeitig vergass. Bis wir zum Tuschkasten kamen, den ich auch nicht neu kaufen durfte. Oh, verlieren fällt so schwer. Hier muss ich mir eine neue Taktik überlegen, irgendwas mit: den habe ich beim letzten Aufräumen entsorgt, der war so dreckig. Oder so ähnlich.

Danach waren wir alle so fertig, dass wir den restlichen Nachmittag auf der Couch verbrachten. Da wir noch keine Küche haben, also nur so eine Kammer mit Heizplatte und altem Kühlschrank, also eher einem brummenden Schrank, der sich ehrlich bemüht, haben wir uns Veggieburger vom ums Eck gegönnt.

Später dann noch ganze zwanzig Minuten zusammen „Unsere Lps Familie ist in einem Hotel in LA“ gespielt und uns kaputt gelacht. Nach einer „Ich bring dich im Bad mit einem Mund voller Wasser zum Lachen“ Challenge beim Zähneputzen, wurde noch eine Playlist für unsere Musikrate Challenge heute Abend vorbereitet.

So gesehen, war der Samstag gestern ein voller Erfolg. Darüber, dass ich eigentlich etwas Arbeiten müsste, schweigen wir lieber. Dieses schlechte Gewissen nervt immer wieder, aber was soll’s, das kriege ich mit ein paar Atemzügen immer wieder schnell in Griff. Heute werd ich da aber nicht drum herum kommen, versuche aber kein grosses Ding draus zu machen.

Und nun, alle Erwartungen vergessen, zurück in den Moment. Alles willkommen heissen, was ist und was passiert. Ego raus, Wertung weg. Und der Tag kann kommen.

Wünsch Euch einen gesegneten Sonntag!

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