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Schreibtischzeit

Berlin, 7:55, Tag 977

Heute Nacht wieder lang und traumreich geschlafen. Vorhin wieder Doppelmeditation, diesmal tat der Rücken weh und die Augen waren müde.

Dafür hat sich schon ganz zeitig ein schöner Sonnenaufgang angekündigt.

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Mit der Ausschreibung liegen wir in den letzten Zügen, sieht gut aus, trotz wiederkehrender leichter Panikanfälle. Da hilft nur los lassen und selbst bewusst sein. Genau so versuche ich, die steigende Spannung anzugehen. Wenn ich in Ärger-, Angst- oder Trauerstarre verfalle, nehme ich mir den Spass und auch die Kreativität.

Habe einen Schreibtischtimer reaktiviert, mit dessen Hilfe ich mich in max 55min Blöcken bestimmten Themen widme. So lange der Timer läuft, darf ich nichts anderes machen, ausser in dem Thema bleiben. Er hilft mir dabei, zu sehen, wie viel Zeit ich schon investiert habe. Und gleichzeitig gibt er mir etwas Zutrauen, dass ich nach dem Ablauf des Timers eine Pause habe, in der ich all die Dinge machen kann, zu denen es mich hin zieht, wenn es schwierig wird.

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Den Timer habe ich schon sehr lange, Tony hat ihn mir schon vor einem Jahr mal mitgebracht. Nun erst ist es soweit, dass ich auch selbst und allein benutzen kann, um mich selbst über durch die Täler zu führen, durch die unweigerlich der Weg führt.

Die Alternative war bisher immer, mit anderen zusammen zu arbeiten, ein Meeting zu machen, eine persönliche Abstimmung. Aber wenn man dann mit seinen Aufgaben zurück am Schreibtisch ist, ist die Versuchung doch wieder sehr gross, sich ablenken zu lassen. Es geht darum, die Unruhe und das Nichtwissen auszuhalten, drin zu bleiben in der Aufgabe, nicht unendlich, nur ein paar Minuten, noch ein paar Minuten.

Vor allem, wenn nicht nur etwas abzuarbeiten ist, wenn es nicht darum geht, anderen zu helfen oder sie mit wasauchimmer zu versorgen. Wenn es darum geht, selbst zu machen, selbst etwas zu erzeugen, fertig zu stellen, etwas noch nicht da gewesenes, etwas neues. Nicht Sand schippen, sondern das Haus bauen, dessen Plan einem im Kopf rum schwebt.

So, der Wecker hat geklingelt. Ich verabschiede mich.

Wünsch Euch einen gut getimten Tag!

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