Tag 986

Istanbul, 7:31

Erstaunliche Konstanz in der Schreibzeit, dabei stehe ich unterschiedlich auf und meditiere unterschiedlich lang, mal ist die Tochter hier, mal nicht. Bin überrascht.

Bin heute etwa später hoch, ist ja Samstag und unser letzter voller Tag hier. Hab auf das Knacken der Heizung um 6 gewartet. Und noch ein wenig länger.

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Fange grade an, mich für Apple HomeKit zu interessieren. Hab doch schon mal einen Vortrag gehalten, über das Internet der Dinge, so vor zweieinhalb Jahren. Es hat sich ja soooo viel getan in der Zwischenzeit. Den kleinen Sensor, der mir ne SMS schickt, wenn er nass oder trocken wird, hab ich sogar noch in der Schublade im Büro. Und drei Phillips Hue Lampen hab ich doch auch noch, die wollten wir mal auf ner Messe als Blickfang einsetzen letzten Sommer, haben wir dann aber gelassen.

Auch habe ich gestern Abend mal meine Rezepte bei IF (This Than That) durchgeschaut und den Grossteil davon abgeschaltet. Die haben im Hintergrund die ganze Zeit meine Check In’s bei Foursquare/Swarm in meinen Google Calender eingtragen, mein Gewicht in ein Google Spreadsheet und meine Instagrams in meine Dropbox. Hab ich nie wirklich benutzt, mir kaum angeschaut. War nur immer schon begeistert von der Möglichkeit, genau so etwas jetzt zu tun können. Aber über den Status Spielerei komme ich bei beiden Themen noch nicht hinaus. Finde einfach keine Routine, die sich ersetzen lässt und eine neue Routine auf Basis dieser Tools zu entwickeln, fällt mir nicht ein.

Etwas war noch besonders an der Woche hier: Erstens, hatten wir zu Hause nur superlahmes Internet, weil die hier sogar im Festnetz einen Volumendeckel nach 10GB haben und sich dumm und dusselig verdienen mit der Aufhebung des Deckels, und wir das für die paar Wochen, die wir im Quartal noch hier sind, aber nicht bezahlen wollen. Damit war kein Streamen möglich. Und da wir auch Kabel schon abgemeldet hatten, damit gab es für mich in dieser Woche kein Fernsehen zu schauen. Und zweitens, habe ich vor einiger Zeit schon alle Spiele von Laptop, iPhone und iPad geschmissen. Damit war die zweite Ablenkung weg. Blieb nur noch Lesen übrig, bei Facebook/Twitter/Feedly/Kindle. Und hier stellte sich in dieser Woche auch eine gewisse Sättigung ein.

Fiel mir besonders auf, als ich mich ertappte, dass ich gestern Abend träumend eine halbe Stunde auf dem Balkon sass und mir dieses, mir eigentlich sehr unangenehme, einfach mal Nichts Tun Gefühl anschaute. Doch danach sind wir noch zu einem Abendspaziergang durchs Viertel hier los und dann zeitig ins Bett.

Bin mir nicht so sicher, ob nun die Fernseh/Stream/Spiel Abstinenz oder mein kleines Experiment, keinen Zucker mehr zu essen, oder keine Speisen, in denen Zucker enthalten ist, diese komisch andersartigen Gefühle auslöst. Vermutlich kommt beides zusammen, bedingt sich einander. Fühle mich grad viel, sehr viel lebendiger!

Übernächste Woche wollten wir eigentlich ein zu einem kurzen Meditations Retreat fahren, für drei Tage. Wird leider nix, die anderen können sich nicht loseisen, zu viele Termine. Überleg nun, allein zu fahren. Wir wollten dieses mal eh ein Schweige Retreat machen, also mal nicht die ganze Zeit beim Kochen und Putzen und Lesen miteinander reden. Hab heute morgen mal durchgespielt, was alles zu tun wäre: nicht soo viel, und wie sich das anfühlt: wie eine schöne Herausforderung. Ach, hab ja noch über ne Woche Zeit, mir das zu überlegen, aber bis dahin lass ich den Termin mal im Kalender geblockt.

So, krieg etwas Appetit, geh jetzt mal frühstücken und wünsch Euch einen schönen Start in Euer Wochenende!

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