Peinlich Perfekt

Berlin, 6:27, Tag 1027

Heute ist die Zeit für ein Gedicht. Es rauschte gestern in der Stadt. Ein Kreischen wie von Schienen. Heute rauscht mein Zimmer hier. Es surrt und schnurrt, nicht in meinem Ohr.

Nicht wissen, aushalten, freundlich handeln. Zurück zum Moment, sehen was ist, ohne zu wissen, was ist. Den ständigen Strom an Gedanken kurz anhalten. Einmal aus und wieder einatmen und nur das.

Beim Gehen, nur gehen und Ich bin angekommen, ich bin zu Haus im Takt der Schritte sagen. Beim Sitzen, nur Sitzen und einmal quer durch den Körper scannen und Danke sagen.

IMG_0044

Wertungen, Erinnerungen, Befürchtungen lenken uns ab. Sie sind so überflüssig wie ein Kropf und doch, und doch können wir so oft nicht anders.

Einfach da sein, einfach wach sein, einfach sein. Die Gedanken zu unserem Leben sind nur Gedanken zu unserem Leben. Die Gefühle in unserem Leben sind nur Gefühle in unserem Leben.

Ein Fluss, das Leben ist ein Fluss und wir schwimmen in der Strömung. Es ist ganz leicht, wir brauchen nichts tun. Nur beobachten. Nicht wissen, aushalten, liebevoll handeln. Der Moment ist immer perfekt, immer perfekt.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s