Vorfreude

Berlin, 8:50, Tag 1039

Heute ein ähnlich intensiver Traum, auch wieder in Farbe, wie gestern. Lang geschlafen, ausgeschlafen, gekuschelt, geträumt, bewusst geatmet. 

Ruhiger Start in den Weihnachtstag. Ein Tag voller Rituale und Erinnerungen an Spannung, Freude, Vorfreude. 

Heute, wie damals.

 
Erwartungen managen, ist heut meine Aufgabe. Es ist wie bei bösen Drogen, dem Kick des ersten Highs rennt man ewig hinterher, bis man irgendwann schnallt, dass er unerreichbar bleibt. Genau wie meine selektiven Erinnerungen an perfekte Momente meiner Kindheit, mit Eisenbahn, Gepolter und heimatlicher Dorfidylle. Unerreichbar, keine Wiederholung dieser Gefühle möglich. Trauer. Und aus der Trauer rausche ich in die Vorfreude auf neue Erinnerungen, die zu schaffen, man gar nichts tun muss. Unser Hirn macht alles ganz allein: selektiert, idealisiert, dramatisiert und speichert alles einfach ab. 

Eine leichte, leise Vorfreude auf alles Kommende wünsche ich Euch an diesem Tag!

Alles Vorhanden

Berlin, 7:35, Tag 1038

Wilder Traum nach dem Aufwachen und vor dem Aufstehen. In Berlin in einem Auto lag ein nacktes Pärchen. Ich laufe zufällig vorbei und kann nicht widerstehen ein paar Fotos zu machen. Was für ein Scoop. Zwei Nonnen kommen dazu und bedecken die schlafenden Partygänger. Ich überlege schon die Titel und Beschreibungen der Fotos, wenn ich sie denn posten sollte. Irgendwas mit keiner BVG und weil wir dich lieben. Dann wird es schräg, die beiden wachen auf und scheinen gestrandet. Ich spüre die Verwirrung, die Scham und kann nichts posten. Das iPhone mit dem Bilderschatz glüht in meiner Hand und ich entscheide wirklich, das nicht zu posten. Wir besichtigen zusammen eine Wohnung für die sie sich interessieren, meine Wohnung. Sie schauen sich um, stellen Fragen zu Nachbarn, zur Internetanbindung. Ich fühle mich sehr alt, weil ich den Fernseher und die Kabelkanäle erkläre. Und wache zum zweiten Mal auf, stehe jetzt aber wirklich auf und setze mich rüber ins Büro.

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Der letzte Tag hier vor Weihnachten. Werde noch ein wenig aufräumen, spüre eine leichte Angst, eher eine ganz leichte Unruhe. Was wird kommen? Was wird passieren? Immer, wenn ich nach vorne schaue, kann ich diese Unruhe spüren, es ist die Mischung aus Neugier, Vorfreude und Spannung. Aber wenn ich nicht nach vorn, sondern zurück schaue, dann kommt zuerst etwas Stolz, dann Freude wunderbar gemischt mit leichter Trauer und Scham auf. Auch hier ist es die Aufmerksamkeit, die das Sehen dieser vorbei rauschenden Gefühle ermöglicht. Und es immer sind unsere Gewohnheiten, die unser Sehen beeinträchtigen.

Nun aber ab in den Moment. Zurück zum Hier und Jetzt. Ich hab so ein Glück, so viele Ressourcen, bin gesund, hab unendliche Möglichkeiten und fühle eine grosse Dankbarkeit. Eine riesengrosse Dankbarkeit, die alles überflutet. Puhhh! Das ist es! Unser Sehen können wir benutzen, um uns nach vorn oder zurück zu beamen, um unsere Schwächen, unsere Fehler, unser Scheitern anzuschauen, die Gründe liegen doch immer wieder in unseren Gewohnheiten, in den Ritualen, im scheinbaren Wissen. Ich möchte mein Sehen benutzen, um jetzt und hier dankbar und freundlich mit all dem Vorhandenen umzugehen. Ich möchte weniger wissen, weniger werten, weniger urteilen, weniger trennen, weniger unterscheiden. Mehr von etwas brauche ich nicht. Es ist immer schon alles vorhanden, immer.

Wünsch Euch einen ruhigen, angenehmen Tag vor Weihnachten.

 

Verharren

Berlin, 8:03, Tag 1037

Heute wieder wenig geschlafen, mich hat wieder mal eine amerikanische Serie gepackt und wenn ich eine Folge schaue, werden meist mehr draus. Bin müde, aber ganz gelassen.

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Wider gescheitert. Schaff es grad nicht wirklich, mir ein Thema zu schnappen und einzutauchen. Vielleicht ist es das wilde Jahr 2015, welches zu Ende geht. So viel passiert, so viel verändert. Mein Hadern hier, welches sich in den schmalen Posts der letzten Tage niederschlägt, ist vielleicht eine Folge davon, eine Gegenbewegung. Ein Verharren, ein Warten und Suchen.

So, wieder erst Abend, dass ich den Post nun unabgeschlossen abschliesse und abschicke. Wünsch Euch ’nen schönen Abend.

 

 

Achtsamkeit ist der Schlüssel

Berlin, 10:23, Tag 1036

Heute morgen schon besser, wieder normaler Start, bis zum fast Schreiben. Beides tut gut, den Moment so nehmen, wie er kommt und auch sich wieder an Disziplin zu erinnern und aufzustehen und sich aufs Kissen zu setzen.

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Und wieder habe ich durch mein spätes Schreiben den Tag schon davon ziehen lassen. Aber alles ok. Will Euch und mich eigentlich nicht langweilen, aber auch die Disziplin haben und zeigen, hier trotz einer Schreibdelle die Reihe nicht abbrechen zu lassen.

Und nun noch Euch einen schönen Start in die Weihnachtswoche gewünscht.

 

Keine Routine

Berlin, 18:20, Tag 1035
Wieder ausgeschlafen, Morgenroutine ausfallen lassen. Ist grad so. Kann es grad nicht ändern. Aber morgen kann ich es ändern! 
Zumindest zum Foto bin ich raus, auf dem Weg zum Bäcker. Ruhiger Vormittag, Weihnachtsmarkt, Kochen. Normaler, entspannter Sonntag.

Wuensch nen ruhigen Abend.

Samstagspause

Berlin, 18:35, Tag 1034 

Heute gibt es nur zwei Pausenfotos: 

  

 
Wünsch Euch einen schönen Abend.
PS: War wieder mit reiten, Trab geht fast und drei Runden im Galopp! Yeah!

Berlin, 9:40, Tag 1033

Heute Nacht ausgeschlafen. Morgenroutine stark verkürzt und schon ne Runde durch den Kiez gedreht. Jetzt startet der Freitag, gross motiviert bin ich schon gestern nicht gewesen. Das anzunehmen, als ok, als gut, so wie es ist, fällt grad schwer. Aufräumen, Mails beantworten, Sortieren hilft dann immer.

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Da der Tag schon wieder fortschreitet und ich hier keine Ruhe zum Schreiben finde, verabschiede ich mich. Wünsch Euch einen angenehmen Freitag.