Zum Inhalt springen

Rückreisetag

Noch Istanbul, 8:01, Tag 1049

Bin nachdenklich aufgewacht aus wilden Arbeitsträumen mit alten Kollegen. Die Woche Urlaub ist nun vorbei, morgen geht das neue Jahr richtig los. All die Pläne, die ich hier machen wollte, all die Bücher, die ich hätte lesen können warten noch auf mich. Hab viel nichts gemacht. Fühle mich nicht so glücklich damit. Werte wieder. Vergleiche wieder. Es ist immer nur eine Entscheidung nötig, fällt mir da wieder ein. Möchte einen sinnvollen, wichtigen Tag erleben, der zählt, der etwas in die richtige Richtung ändert und entwickelt und denke abends fast immer: wieder gescheitert. Hätte Fotos machen können, die ToDos aufräumen, Pläne schmieden, ein Vorbild sein sollen und wenn ich dann hinschaue und sehe, dass ich mich viel abgelenkt, unterhalten habe, fühle ich mich schlecht.  

 
Einfach nicht so denken, geht irgendwie nicht. Habe so viele Bilder in mir, wie ich sein sollte, dass ich mich, so wie ich bin, gar nicht sehen mag. Schräg, ich weiss. Einfach nicht so denken, geht aber irgendwie nicht. 

Es ist immer eine Entscheidung nötig. Ja klar! Aber kann man da etwas nachhelfen? Das richtige Verhalten unterstützen? Mit ein paar Tricks kann man sich sicher eine Weile in die Spur bringen und halten und ein Umfeld schaffen, welches postives Verhalten unterstützt und fördert. Auch hier fällt mir ein, dass ein achtsames Leben im Retreat einfach ist, aber die eigentliche Herausfordrung bleibt, die Achtsamkeit im Alltag zu behalten und zu entwickeln. Immer wieder lande ich beim nicht wissen, aushalten, liebevoll freundlichen handeln. Und vorher immer wieder bei Achtsamkeit, Aufmerksamkeit dem gegenüber, was wir da eigentlich tun. 

Es ist schwer auszuhalten, dieses Leben nicht kontrollieren, planen, bestimmen zu können. Die Motivation, etwas nicht zu verlieren (meine Familie, Freunde, die Firma) oder etwas zu bekommen, was ich möchte (Erfolg, Kontrolle, neue Dinge, neue Erlebnisse), hilft hier nur bedingt, hilft mir nur bedingt. Ich habe das alles schon auf die eine oder andere Weise. Die Behauptung von etwas noch nicht genug oder von etwas zu viel zu haben, trügt immer. Es ist doch nur dieser Moment, der zählt und der jetzt darauf folgende: 

To this moment! And the moment yet to come!

Mehr gibts nicht. Mi diesem Trinkspruch, den ich gestern in einem 70iger James Bond Film gesehen habe, verabschiede ich mich heute von Istanbul und jetzt auch von Euch für heute, für jetzt und wünsch Euch einen schönen Sonntag!

Bisher keine Kommentare

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s