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Was ist meine Aufgabe?

Berlin, 6:11, Tag 1066

Heute Nacht mal wieder gut geträumt, aber schon vergessen. Wieder zeitig hoch. Das Nicht-Rauchen ist der Superhammermotivator und bringt meine Morgenroutine wieder zurück. Sie wird wieder regelmäßig, entschlossener und ich optimiere wieder jeden Tag ein wenig. Heute ganze 40min meditiert, ohne Unterbrechnungen, konzentriert und immer wieder zurück zum Atem gefunden. Gut!

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Gestern war noch schlimm. Nach dem Morgengedanken über Angst und Ärgerstarre, war ich den ganzen Tag im Ärger. Konnte gut beobachten, wie ich Scheinbeschäftigt war mit meinem Ärger. Wie ich rationalisiere und behaupten kann, doch sehr produktiv gewesen zu sein. Und habe mich doch nur aufgeregt. Um vier war ich durch.

Da meine Tage hier ja wirklich zeitig anfangen, versuche ich spätestens ab Vier nicht mehr im Büro zu sein. Ohne schlechtes Gewissen, auch wenn die Kollegen mich sehen, da ich so nah beim Office wohne, auch wenn noch so viel zu tun wäre. Das anzunehmen, fällt mir sehr schwer, meine Rolle als Oberchef anzunehmen, fällt mir sehr schwer. Ich habe immer das Bild des viel Arbeiten, hart und härter Arbeiten, des besser Arbeiten im Kopf. Nur deshalb verdiene ich doch meine Position, nur deshalb behalte ich doch meine Position. Darüber denke ich grad viel nach. Also, was ist meine Aufgabe hier? Was braucht dieser Organismus, diese Stadt, als die ich unsere Organisation, diese Firma, die mir gehört, in der ich arbeite, gerade von mir? Was kann ich geben?

Dabei motiviere ich mich über Ärger und Angst, nicht gut genug zu sein, nicht ausreichend zu arbeiten, die falschen Entscheidungen zu treffen, die falschen Prioritäten zu setzen. Ich überprüfe immer wieder mein Tun, denke darüber nach.

Vor allem natürlich hier im Blog, hier zeitig am Morgen, bevor der Tag startet und so gegen Sieben, die ersten anderen Kollegen ankommen. Manchmal dehne ich das aus bis Neun, bis die ersten Termine starten, bis alle anderen auch da sind.

Das Querdenken, das Infrage stellen von unseren Strukturen, Abläufen, Ergebnissen, das Anregen und Treffen von unangenehmen Entscheidungen, die notwendig sind, um weiter zu existieren. Diese Punkte verstehe ich grad als Grossteil meines Job. Operativ bin ich weitestgehend draussen. Mein Anspruch an Planung und Reporting entwickelt und gefährdet oft diese, meine eigentliche Aufgabe. Mein Anspruch an Erkenntnis, an Einsicht, an Unterstützung , schiebt mich oft in die Ärgerstarre und gefährdet damit auch, diese meine eigentlich Aufgabe.

Das anzunehmen, damit zu leben und vor allem ohne zu werten, ohne zu jammern, ohne zu erwarten,  das tun, was jetzt dran ist, entschlossen, ernsthaft, das möchte ich gerade.

Wünsch nen tollen Mittwoch!

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