Standardreaktionen

Berlin, 9:01, Tag 1081

Heute Nacht ausgeschlafen, nach dem Marathon gestern hab ich das sehr gebraucht. Hab meine Morgenroutine noch nicht wieder gestartet. Fühlt sich komisch, unsauber und rebellisch an, eine ganze Woche einfach immer ausschlafen und extra lange liegen bleiben, wieder einschlafen. Erwarte doch eigentlich, dass ich voller Freude und Freiwilligkeit jeden Morgen um Fünf aufstehe und stundenlang meditiere. Die dafür nötige Entschlossenheit habe ich grad nicht. Dafür brauche ich die wohl grad an anderer Stelle, die Routinen mit meinen Liebsten überprüfe ich grade. Versuche grade einige Standardreaktionen, lange und oft geübt, anzupassen, zu verändern, um neue Optionen zu erweitern. Der Morgen ist ein schönes Beispiel. Frau Krueger schläft immer länger als ich. Egal, wie lange ich schlafe. Ihre innere Uhr lässt sie grundsätzlich mindestens eine halbe Stunde nach mir aufstehen. Selbst wenn ich versuche, auszuschlafen, um selbst mal einen Kaffee ans Bett gebracht zu kriegen, misslingt das jedes Mal. Verbunden mit dem Schlechtfühlen, wegen des Ausfallenlassens der Morgenroutine, kann ich mindestens ein leichtes Rumzicken nicht vermeiden. Heute aber schon. Das ist gut und eine schöne Folge des Urlaubs. Den Alltag, der doch nur aus solchen Standardreaktionen besteht, zu verändern, braucht auch Kraft und Entschlossenheit. Mindestens genauso viel, wie man anfänglich zum zeitigen Aufstehen und täglichen Meditieren braucht.

Mit dem Sonnenaufgang gestern bei der Abfahrt verabschiede ich mich nun in den Urlaubstag.

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Wünsch Euch eine entspannten Freitag!

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