Wieder Berlin, 6:57, Tag 1108

Schon wieder zurück in der hektischen, normalen Welt. Ein kurzer Retreat nur, der kürzeste bis jetzt, trotzdem. Die Verbindung zu den früheren Retreats war sehr präsent, viele Erinnerungen und so gut wie keine Umstellungsschwierigkeiten, von 100 auf 0, auf den eigenen Takt. Viel geschlafen, viel getrunken, um die Schlafdefizite auszugleichen und die Flüssigkeitsspeicher wieder aufzufüllen. Dort in der Abgeschiedenheit der Ferienwohnung ist es immer einfach. Hier, zurück im Leben, bei Familie, Beruf in der Grosstadt, hier liegt die wahre Aufgabe.

Heute Morgen wild geträumt, die Kleine kam auch halb 5 aus einem Alptraum zu uns. Bin mit einer Rakete geflogen mit Leonardo und meiner Liebsten. Er im Cryoschlaf, beim Aufwache gleich Drohne fliegend. Eigentlich völlig unwichtig.

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Der Morgen startete nach den Träumen schon mal gut, ruhige Meditation, Tee gemacht, aufgeräumt, alles ganz ruhig. Nun sitze ich hier und weiss nicht so genau, wie ich anfangen kann, was zu tun ist. Zugegeben, es ist noch sehr zeitig, kurz nach 7 erst. Eines möchte ich nicht mehr, mich nicht so einfach in Ablenkungen und Unterhaltungen fliehen, sondern sitzen bleiben und die Unruhe und Unzufriedenheit und den Ärger einfach kurz aushalten. Nicht danach handeln, nur merken.

Jetzt zum Beispiel bin ich unruhig. Könnte los und mit den Kollegen reden, die grade schon gekommen sind. Hätte kein wirkliches Ziel. Denke mir aber eigentlich immer superschnell eines zur Rechtfertigung aus: fragen, wie das All Hands war, mich updaten lassen, einen Auftrag verteilen, eine Doku noch ein bisschen besser zu machen. Das alles aber eigentlich nur, weil ich grad hier unruhig bin. Das ist der Auslöser.

Statt dessen bleibe ich hier sitzen und schreibe drüber. Warte auf den Impuls und schreib ihn auf. Nebenbei habe ich schon Evernote aufgeräumt, es gab einen Vorsatz gestern oder vorgestern, mich ein wenig besser zu organisieren und meine grossen Projekte besser zu dokumentieren. Ein weiterer Vorsatz betraf meinen Umgang mit Kollegen, die Informalität, die Nachlässigkeit bei Fehlern, bei Nichtwissen. Ich helfe heute noch nicht wirklich effektiv, dass ich selbst und andere ständig besser werden können. Da -so glaube ich grade- liegt noch ein grosses Potential. Wie ich das genau mache, weiss ich noch nicht. Aber eines weiss ich, es jeden Tag neu zu versuchen, ist schon mal ein guter Anfang.

Wünsch Euch einen tollen Donnerstag!

Verfasst von Herr Krueger

vater · ehemann · mitgründer der moving targets consulting gmbh · services, development und support · zazen · fotografie

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