Berlin, Tag 1111

Schnapstag! Hammer, eintausendeinhundertelf mal hingesetzt und aufgeschrieben, was mir durch den Kopf geht. Ruhiger, verregneter Sonntag. Schreibe auch spät erst, da ich meine Morgenroutine habe ausfallen lassen. Es gibt keine Ausrede dafür. Ich weiss, es tut mir gut und besser und trotzdem…

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Beim Retreat ist es leicht, hier zurück in Firma und Familie liegen die eigentlichen Aufgaben. Immer wieder im Moment sein, immer wieder zurück zu mir selbst. Die Entschlossenheit reicht oft nicht. Ich renne doch eher wieder weg, als zurück. So oft geübt, so leicht scheint es. Immer, wenn ich mich dabei erwische und es bemerke, fühlt es sich erst mal schlecht an. Das braucht es nicht. Ist alles gut, wie es ist. Wir können uns jeden Moment entscheiden. Wenn wir innehalten, achtsam sind, versuchen zu verstehen, was jetzt hier wirklich passiert.

Gestern war wieder Reiten, diesmal gar ne knappe Stunde. Angefangen mit einer hypernervösen Pferdedame, die in der Box hin- und herlief, weil sie wohl auf der falschen Seite war. So bald wir sie neben das Pony gestellt hatten, war alles in Ordnung. Das Satteln haben wir vorsichtshalber auch gleich in der Box gemacht. Dann drauf und im Schritt ohne Steigbügel und Festhalten habe ich diesmal von ganz allein fast alle runter gespult. Fühlte sich voll ok an da oben. Neu: konnte hin und her rutschen ohne das Gleichgewicht zu verlieren und gar ein Bein übern Hals heben und einseitig links und sogar rechts laufen lassen, ohne grosses komisch fühlen. Oberkörper auf den Hals und erst links, dann rechts die Fussspitze berühren: vor zwei Wochen noch ein Panikschub und dann grade so das Schienbein erreichen, diesmal voll ok. Aber ich knicke noch nicht über der Hüfte nach vorn, sondern nehme den Hintern noch mit. Das ist jetzt die neue Aufgabe, vorbeugen und dabei im Sattel sitzen bleiben. Danach der leichte Trab. Fast genauso schön, etwas anstrengender natürlich, weil noch der Takt und die Geschwindigkeit dazu kommt. Aber auch hier: der Wechsel zwischen Aussitzen und leichtem Trab klappte richtig gut. Schöne Fortschritte, bemerkte auch die Trainerin. Ich glaub, in einer der nächsten Woche komme ich von der Leine und kann endlich frei in der Halle reiten. Das wär was!

Nun denn, das solls gewesen sein für heute! Wünsch Euch einen ruhigen Sonntag Abend.

 

Veröffentlicht von Herr Krueger

vater · ehemann · mitgründer der moving targets consulting gmbh · services, development und support · zazen · fotografie

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