Berlin, Tag 1115

Heute schon wieder wild geträumt, sehr müde aufgestanden. Die Morgenmeditation rettet und ankert mich aber zum Glück gerade sehr. Etwas Aufregung hatte ich schon da mit hinein genommen, weil ich vorher Martin Schulzes Reaktion auf eine rassistische Äusserung im Europaparlament geschaut hatte. Und leider auch zwei Videos vom Verursacher, die ich hier nicht verlinken will.

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Seit letzter Woche bin ich tief in Details versunken, schmiede Pläne, versuche zu verstehen und lerne viel. Mir gehts dabei nicht sehr gut, bin sehr reizbar, leicht im Ärger, verliere mich in Einzelheiten, beisse mich fest und komme ungern wieder raus. Bemerke meine Wissens und Fähigkeitenlücken, fülle einiges wieder auf. Ist ja alles doch irgendwie immer das Gleiche.

Bin drauf und dran, den grossen Knopf für den Neustart, für einen „big flush of the toilett“ zu drücken und alles wegzuspülen. Sich neu besinnen. Es kommen andere Bilder hoch: wir fällen Bäume, pflanzen neue Setzlinge, aber eigentlich sollten wir an unserem Produkt schnitzen. Wo ist das Werkstück eigentlich, an dem wir arbeiten. Es ist begraben in unseren Tools für Dokumention, Organisation und Verwaltung. Keiner erkennt es mehr, keiner weiss mehr, was als nächstes wirklich wichtig ist, alle sind super beschäftigt und so richtig gut ist alles nicht, aber was solls.

Irgendwie hängen wir sehr an dem Vergangenen, an unseren Erfahrungen, unseren Erlebnissen, die wir alle irgendwo dort in den Bergen an Tasks, Dokumenten, Commits, Code, Chats zu sehen glauben. Wenn das weg wären, wüssten wir doch gar nicht mehr, wer wir sind und was wir machen. Wir würden zum eigentlichen Kern, zum eigentlichen Warum kommen. Etwas hält uns zurück. Es ist einfach, an einem bescheidenen Stück Code, einem komplexen, irgend etwas machenden Tool weiter zu schrauben, als sich wieder und wieder der Frage zu stellen, ob das jetzt wirklich Sinn macht.

Und sich nicht aus Bequemlichkeit mit der ersten oder zweiten Antwort zufrieden zu geben, sondern aus echter Faulheit weiter zu fragen. Ich meine die Faulheit, die einem sagt, wenn man es jetzt nicht richtig macht, dann wird man dieses bescheidene Thema nie, nie, nie mehr wieder los.

Also, ich wünsche Euch mit diesem Gedanken einen wunderbar faulen Arbeitstag!

 

 

 

Verfasst von Herr Krueger

vater · ehemann · mitgründer der moving targets consulting gmbh · services, development und support · zazen · fotografie

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