Istanbul, Tag 1129

Heute intensivste Träume seit langem. Zum Schluss kurz vorm Aufstehen mein Büro mit meinen Kollegen leer geräumt, wir sind nur umgezogen, ich hatte die neuen Räume noch nicht mal gesehen. Und musst gleich am nächsten Tag auch nach Istanbul reisen.

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Gestern noch spät mit der Familie Essen gewesen, entsprechend unruhig war wohl mein Schlaf mit vollem Bauch. Der Neffe erzählte von seinen zwei Monaten Sibirien, er studierte dort Musik bis der russische Flieger von den Türken abgeschossen wurde. Danach wurde er raus geekelt, einmal bekam er eine Anzeige wegen falschen Überquerens der Strasse, einmal sass er vier Stunden auf dem Polizeirevier, weil ein Freund die Frage ob er wirklich Musiker sei, nicht beantworten wollte. Später wurde ihm klar gemacht, dass ein Visa eh nicht verlängert werden würde. Habe mich gleich so sehr an Najda’s Buch erinnert, dass ich gestern auch noch fertig gelesen habe.

Und bei allem zieht sich grad durch, dass ich merke, wie extrem privilegiert ich bin. Was für ein Riesenglück ich habe, so zu arbeiten, wie ich arbeite. Wie sehr frei ich doch bin. Wie sehr ich das mache, was ich grade möchte. Auch wenn ich mich dabei oft unglücklich und eingeengt und schlecht fühle. Das zählt nicht, das ist nur das verzogene Kind in mir.

Sei dankbar für die Freiheiten, die Du hast.

Verfasst von Herr Krueger

vater · ehemann · mitgründer der moving targets consulting gmbh · services, development und support · zazen · fotografie

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