Wiederkehr?

Zurück zu diesem Blog hier. Meine Fotos, meine Dokumente und meine Texte sind die drei Säulen meines Lebens im Digitalen. Ich brauche einen Impuls, um meine Texte zu sortieren. Der könnte wieder das tägliche Schreiben sein?

Die letzten Monate habe ich mich mehr mit meinem restlichen Körper beschäftigt. Meinen Muskeln, meiner Ernährung. Viele tägliche Experimente, die einen ähnlichen Charakter haben, wie die Morgenmeditation oder das tägliche Schreiben.

Nun habe ich den Eindruck, dass meine physischen Übungen halbwegs Routine sind. Ich fühle mich auf der Haut dreckig, wenn ich nicht dusche. Ich fühle mich im Kopf dreckig, wenn ich nicht meditiere. Ich fühle mich schwach, wenn ich nicht jeden Morgen meine Gymnastik mache. Ich fühle mich schlapp, wenn ich nicht auf mein Essen achte.

Seit vielen Tagen schon habe ich den Wunsch, wieder hier zu schreiben. Viele Fotos liess ich vor rüber ziehen, viele Gedanken hielt ich nicht fest.

Ein paar Bilder meines Lebens in den letzten Wochen hab ich eben rausgesucht. Wir sind umgezogen, Sonntagsreiten, ein Ausflug, zwei Konferenzen, unser jährlichen Strategie- und Zazen Retreats, ein Schultheater. Ach, und die Espressolounge hat geschlossen. Und in ganz klein ums Eck wieder eröffnet. Und noch so vieles, vieles, vieles mehr.

IMG_7708-COLLAGE

IMG_7971-COLLAGE

IMG_8654-COLLAGE

Zurück zum eigentlichen Anliegen. Ich möchte wieder üben hier zu schreiben. Ein paar Gedanken etwas mehr, etwas länger und breiter auswalzen. Die Routine des Tagebuchschreibens soll mir dabei helfen. Vielleicht entsteht etwas mehr Klarheit.

Heute morgen gab es eine kleine Einsicht, Eine, die mir helfen kann, etwas harmonischer mit mir und meinem Umfeld klar zu kommen. Ich werte alles, was mir begegnet. Teile ein in gut oder nicht gut. Soweit so gut 😊 aber! Wenn ich öfter annehme, was ist. Und es dann schaffe, zu überlegen, was ich beitragen kann, würden mir einige Konflikte erspart bleiben. Aber mein vorschneller Mund plappert meine Wertungen sofort aus und bringt sie damit in Existenz.

Wenn ich aufgefordert werde, zu helfen passiert es meistens, dass ich mich wehre, in dem ich frage. Warum? Wieso? Geht das nicht besser? Was hast Du getan? Warum brauchst Du meine Hilfe? Kannst Du das nicht allein? Wäre es nicht besser, wenn Du es selbst tust?

Ich rationalisiere das so, dass ich zur Selbsthilfe anregen möchte, Entwicklung ermöglichen will. Dieser Anspruch killt mich und mein Umfeld. Woher kommt das? Warum kann ich nicht einfach annehmen, was ist und helfen. Woher kommt das Lehrerhafte? Das anmaßende Wissen, wie es besser wäre?

Ich wurde gebeten, ein Geschenk zu überbringen. Es ist nicht eingepackt, es liegt keine Karte dabei. In mir sträubt sich alles, die einfache Bitte zu erfüllen. Ich denke, ich kann das doch nicht so machen. Das widerspricht allem, was mir wichtig ist. Dabei wurde ich nur gebeten, ein Geschenk zu überbringen. Und weil ich es als  nicht angemessen verpackt empfinde, helfe ich nicht. Ich könnte es einfach besser machen. Ohne zu werten, könnte ich es verpacken, eine Karte besorgen und das Geschenk damit in einen für mich angenehmen Zustand bringen und dann überbringen. Oder ich könnte es einfach so überbringen, eine kleine Mühe. Wirklich eine Kleinigkeit.

Und es wird größer und größer in meinem Kopf. Kann nicht los lassen. Denke nach, denke und denke und denke. Werde ärgerlich, traurig, wütend, hoffnungslos. Alles wegen dieser kleinen Bitte. Denn es hängt wohl alles mit allem zusammen.

Was es bedeutet, wirklich zu helfen, war eine der drei Fragen in unserem diesjährigen Strategieretreat. Gleich findet ein erneutes Treffen dazu statt, am Mittwoch ist ein nächstes mtc All Hands, bei dem wir die Ergebnisse allen vorstellen wollen.

3 thoughts on “Wiederkehr?

  1. Lieber Arne,
    schön mal wieder hier von Dir zu lesen. „Wiederkehr!“ würde mich sehr freuen. 🙂 Danke für Deine Hilfe. Ich freue mich sehr auf mein erstes All-Hands…
    Ein Lächeln zu Dir,
    Antje

    Gefällt 1 Person

  2. Hallo Arne,
    ich freue mich, wieder Texte von dir lesen zu dürfen. Sie sind frei, offen und gehen in die Tiefe.
    Die tiefste Einsicht, welche ich aus meiner Meditationspraxis gewonnen habe ist ganz einfach das Loslassen. Für mich ist der Sinn der Meditation nicht, immer wieder erneut zur Ruhe zu kommen. Natürlich sage ich dir hier nur Dinge, die du selbst weißt. Der meditativen Zustand möge unseren Alltag durchdringen…
    Ich kenne nur wenige Menschen, die um die wichtigen Dinge im Leben sehr bemüht sind, so wie du das tust. Ich gratuliere!

    Gefällt 1 Person

  3. Es ist sehr schön wieder ein paar Zeilen von Dir und Deiner Reise zu Dir zu lesen …vieles inspiriert mich, in einigem erkenne ich mich in Teilen wieder …Danke für die vielen Anregungen und Denkanstöße.

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s