Ohne Drama keine Liebe

Was soll ich heute schreiben? Fühlt sich heute leer an. Also nein, nicht leer. Nur ist grad nichts da, was ich hier aufschreiben möchte. Es gibt ein paar Dinge, die ich im Kopf rum wälze, die nicht ausgegoren sind. Da traue ich mich nicht, sie hier hin zu schreiben. Will ja niemandem mit dem Geschreibe hier zu nahe treten!

So, jetzt ist die Tochter versorgt. Und ich bin etwas besser drauf. Wirklich?

Habe über meine Fotos nachgedacht. Denn ich habe mich selbst sabotiert und mein Fotoarchiv mit 10 Jahren Spiegelreflexfotos verschwinden lassen. Hatte das aufgrund seiner Größe immer nur auf externen Festplatten und zwar doppelt, mit einer weiteren dritten Kopie auf meiner grossen Time Maschine Festplatte.

Zwei über Wochen versetzte Aufräumaktionen und eine dritte: „ich brauche schnell eine externe Platte“aktion haben alle drei Archive geschreddert. Krass!

Was hat das Universum hier schon wieder vor mit mir?

Was für eine tolle Übung im Loslassen!

Während im Hintergrund der Scanner fürs wiederherstellen von gelöschten Dateien seit Stunden vor sich hin rattert, das eigentlich nur dank der tollen Hilfsbereitschaft aus meinem Team, denke ich die ganze Zeit ans aufgegeben und einfach leer, neu weiter machen…

Mit zwei iPhone Bildern mach ich hier jetzt mal weiter. Einmal, ein rotes Leuchten gestern Abend:

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Und einmal, ein rotes Leuchten von heute Morgen.

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Gestern zum All Hands waren über 50 Leute anwesend + die Handvoll Leverkusener Kollegen am Livestream. Warum sei ich denn so aufgeregt gewesen, wurde ich spät Abends noch gefragt? War ich wohl.

Der ganze Tag gestern war aufregend. Es lag nicht am All Hands. Wurde wohl nur überwältigt, von der Vielzahl an menschlichen, freundschaftlichen, liebevollen Interaktionen, die seit früh morgens auf mich einprasselten. Das hielt ja auch den ganzen Tag bis spät Abends lang an.

Es entsteht dabei eine wohlige Freude über die Zuwendung und Aufmerksamkeit. Aber es gibt eben auch eine andere Seite. Und die drückt sich auch in der Aufregung aus.

Weiss ja nicht, ob ihr das auch kennt? Aber wenn jemand lieb oder freundlich zu mir ist, denkt ein kleiner teuflischer Teil in mir manchmal: ich hab doch  nichts gemacht! da will doch jemand etwas von mir… Und gleichzeitig entsteht eine mich einengende Verpflichtung in einer dunklen Ecke, beim nächsten auch lieb sein zu wollen, zu müssen.

Naja, diese dunklen Gefühle jedenfalls, diese schnell vorüber wehenden Gedanken, versetzen mich in Aufregung. So meine heutige These!

Vielleicht hilft mir dieses Aufschreiben dabei, diese destruktiven Gedanken ziehen zu lassen und deren Herkunft zu transformieren, den Grund für diese Gedanken zu finden und auflösen zu können.

Ich scheine für manche ein liebenswerter Mensch zu sein.

Mit diesem Gedanken kann ich mich schwer anfreunden. Allein diesen Gedanken hier aufgeschrieben zu sehen, versetzt mich in Aufregung. Da kratze ich sofort meinen Kopf, fühle mich unwohl. Das will ich gleich wieder löschen. Das werte ich ab. Und ich sehe gehässige Kommentare schon: ich sehe Eure Augen, in denen sich Eurer Monitor glänzend spiegelt… creepy!

So, das jetzt schnell beiseite gewischt! Einatmend, weiß ich, dass ich einatme. Ausatmend, weiß ich, dass ich ausatme. Und mein Lächeln kommt zurück.

Selbstregulation, sagt der Therapeut in mir.

Mediation ist der Knaller, sagt jemand anders in mir.

Liebe löst das alles auf! Nur: Ohne Drama keine Liebe! Seht selbst:

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