Meine drei ehernen Grundsätze im Geschäftsleben

Es sieht so aus, als ob ich viel Nachdenken würde. Also, früh die halbe Stunde zum Bloggen? Klar, sollte ich da reflektieren und nachdenken. Aber den Rest des Tages? Ja und Nein. Es gibt Themen, die mich immer wieder finden. Die ich überall wieder finde. Das kann nervig sein. Für andere vor allem. Mein Reality Distortion Field. Meine rosarote Brille. Klar, wenn ich verliebt bin, dann soll das die Welt erfahren!

Solch eine Leidenschaft für etwas zu haben, ist wie guter tragender Rückenwind. Der Tag verfliegt. Die Arbeit geht leicht von der Hand. Wir lächeln und zu. Sagen Ja. Und Ja, gern.

Gestern waren nochmal #Lifehacks das Thema. Mit der Zeit zeichnen sich ein paar Grundsätze in meinem Leben ab, die mich tragen, die mir weiter helfen in der Not, die mich vor Fehlern bewahren, die ich lernen konnte.

Andere fragen oder fragen auch nicht danach! Wollen lernen, brauchen Führung, Richtung, vielleicht Hilfe oder gar Rettung, manche nur Aufmerksamkeit. Oder auch nicht. Ich brauche das alles von Zeit zu Zeit.

Drei Grundsätze haben mich als Unternehmer, als Geschäftsführer einer GmbH, von Beginn an begleitet. Seit April 1997 habe ich diese Rolle in mindestens einer Gesellschaft inne, sind nun doch schon zwanzig Jahre. Also, was sind diese drei Grundsätze?

#1 Keine Buchung ohne Beleg.
Diese Regel ist so einfach, und sie ist so wirksam! Und gilt für das Startup, wie für meinen nun hundert Mann Laden immer noch. Sie hat weitereichende Folgen. Sie zwingt uns dazu, physische oder zumindest digitalphysische Artefakte zu erzeugen, die den Grund für eine Geldbewegung festhalten. Der Beleg führt dazu, dass ich mir bei dessen Erzeugung kurz eingestehe, was hier wirklich passiert. Und genau das führt zu einer Art von Verbindlichkeit, die mich langfristig vor Tricksereien, vor Selbstbetrug, schützt.

#2 Nimm mehr ein, als Du ausgibst.
Es gibt sicher Ausnahmen, Monate in denen das nicht stimmt. Aber diese zweite wieder sehr einfache Regel sorgt dafür, dass wir unabhängig geblieben sind, bislang ein nachhaltiges Geschäft betreiben. Wir müssen es uns leisten können. Wir leben durch diese Regel nicht über unsere Verhältnisse. Und wir haben dadurch auch die Zeit, uns anzupassen und mit zu wachsen. Organisches Wachstum nenne ich das. Dazu gibt es kleine Ergänzung: ich versuche zusätzlich auch, Darlehen zu vermeiden. Das ist sehr konservativ und gelingt natürlich nicht immer. Manchmal macht das auch keinen Sinn. Trotzdem führt die zweite Regel eben dazu, sich Darlehenskosten immer aus dem operativen Geschäft zu leisten (und nicht aus der Substanz).

#3 Schau dort hin, wo es unangenehm ist.
Es gibt Bereiche, in denen man keine sofortige Lösung für die Probleme findet, die Geld kosten, die nerven, die unbefriedigend sind, bei denen man nicht weiss, was man machen soll. Mein Rat: mach eine Liste der Themen, schreib ein Todo auf, aber um Himmels willen, schau mindestens einmal im Monat hin, besser einmal die Woche. Schreib einfach mal auf, dass ein Problem gibt. Dein Unterbewusstsein wird dir dann bei der Lösung mithelfen. Wenn Du nicht hinschaust, es verdrängst, wegschiebst, wegsäufst, wird das Problem immer größer, und nicht niemals kleiner.

Ich glaube in diesem Moment, dass diese drei Grundsätze mit dafür verantwortlich sind, dass ich zwei Firmen schliessen musste, und die dabei dafür sorgten, dass ich persönlich dabei nicht insolvent gegangen bin. Sicherlich gehört viel mehr zu einem „erfolgreichen“ Unternehmer, was immer das auch sei. Aber diese drei Grundsätze, sind meine Rettungsanker, meine Grundlinie, mein Notfallkoffer.

Morgen gibt es diese Grundsätze vielleicht für mein Leben generell, denn da hab ich auch so eine Liste der essentiellen, hart erlernten Dinge, die einfach gut tun, mal hier aufzuschreiben und sich damit bewusst zu machen, sie zu ehren und zu würdigen.

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Das ich unsere neue Webseite richtig gut finde, hatte ich schon mal erwähnt hier? Müsst ihr Euch wirklich mal anschauen. Sie ist das Ergebnis eines langen, langen Prozesses und eines tollen Teams, das sich im letztes Jahr gefunden hat, um die Seite Stück für Stück, Woche für Woche, besser zu machen. Nicht mit einem Big Bang, kein Sprint, sondern natürliches Wachstum, ein Marathon. Das spürt man, finde ich!

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