Zwischen den Kämpfen

Sitze schon im Cafe! Heute gab es späten Sport im Dojo, dann Mediation. Bin etwas liegen geblieben nach vielen, starken Träumen. Auch in der Meditation kamen ganz starke Bilder. Das hab ich selten.

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Hatten gestern das erste Leadership Seminar in der Firma. Lief gut, die Planung ging auf, bin zufrieden mit dem Ergebnis. Welche Folgen der Termin haben wird, wir werden sehen. War sehr leer danach. Das ist immer ein gutes Zeichen. Am Nachmittag dann wieder Karate. Das war anstrengend. Aber nur, weil ich es einfach nicht kann. Die Bewegungen sind komplex. Ich beherrsche sie einfach nicht. Stümpere vor mich hin. Das ist schwer auszuhalten.

Machmal fange ich an zu kämpfen? Nicht das Karate Kämpfen. Ich meine den Kampf mit mir selbst. Wenn ich das Nichtwissen, den Kontrollverlust nicht aushalte. Wenn meine Unruhe mich übermannt und ich mich selbst erkenne.

Es gibt aber auch die Phasen, in denen ich ruhig vor mich hin bastele. An meinem Leben, an meinem Sein.

Irgendwie ist die Intensität so anders, so viel stärker. Die Intensität des Lebens, beim Kämpfen und zwischen den Kämpfen.

Permanente Überforderung. Permanente Unzufriedenheit.

Es gibt seltene, so wertvolle, sehr geschätzte, erstrebte, ersehnte Momente der Zufriedenheit, der Balance. Ich vermute, es die die kurzen Momente, in denen es kippt. In denen die Phasen sich abwechseln.

Sitze im Balzac, dem Ort der ehemaligen Espressolounge. Ich erinnere mich an den Beginn, an die Zeit in der ich in der Espressolounge neu und allein war. Ich mag den Ort so sehr. Die Ecke Bergmann, Schleiermacher. Den Ausblick. Die Ruhe. Die leise Caféhausmusik. Der freie Raum. Der Platz.

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Es ist ein schöner Ort, der zum Glück Café geblieben ist. Und ich muss ehrlich sein und ich darf zugeben, der Ort ist nun schöner als vorher.

One thought on “Zwischen den Kämpfen

  1. Hallo Arne,
    ich wusste bislang gar nicht, dass du Karate praktizierst.
    Ja, ich unterscheide zwischen Kampf-Sport und Kampfkunst. Die Form einer jeden Disziplin ist die Oberfläche und willkürlich austauschbar. Aikido, Karate, Violine, Reiten, Tischtennis, Schach und alle anderen Disziplinen auch.
    Kampfkunst allerdings, ist wahrlich die Auseinandersetzung mit dem stärksten Gegner, mit unserem Ich, mit uns selbst – nicht mit unseren Selbst.
    Vielleicht bist du ja mehr an einer Auseinandersetzung mit diesem Thema interessiert. Ansonsten, was du ohnehin schon weißt, ist der beste Kampf der, welcher gar nicht erst statt findet. Doch dieser Kampf muss erst einmal ausgefochten und gemeistert werden können.
    Heute haben wir, wenn wir Glück haben, einhundert Jahre Zeit dafür… 😉

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