Meine Rede zum 12. mtc Sommerfest

Hier ist sie, etwas verspätet, meine vobereitete Rede zu unserem diesjährigen, schon traditionellen mtc Sommerfest im Innenhof und Erdgeschoss unseres grossartigen Weissen Schlosses in Kreuzberg.

Drei Varianten hatte ich vorbereitet. Diese lange hier entstand aus meine Notitzen der letzten Wochen auf einer Zugfahrt nach Hannover am Mittwoch nachmittag. Auf der Rückfahrt und auch am Donnerstag vormittag, habe ich dann noch eine Kurzversion und eine Ultrakurzversion erstellt. Abends hatte ich mich dann doch entschieden, die lange Rede zu halten. Hatte sie meiner Tochter auf der Fahrt zum Kiez vorgelesen, es waren nur sieben Minuten Lesezeit. Habe nach der ersten halben Seite doch mehr oder weniger frei gesprochen und nur ab und an mal wieder auf die Rede geschaut. Nicht dass ich sie auswendig konnte. Ich wollte einfach nur nichts vergessen. Das hat irgendwie geklappt. Hatte das erste Mal ein Mikro, das mir unsere grossartige Band einfach in die Hand gedrückt hatte.

Genug der Vorrede!

12. mtc Sommerfestrede 2018

Herzlichen Willkommen, liebe Lieblingsmenschen der mtc, zu unserem 12. Sommerfest! Hier im Weissen Schloss, in unserem Erdgeschoss, hier im Bergmannkiez mit Euch: liebe Kunden, liebe Kollegen, liebe Partner, liebe Familien, Kinder, Freunde, Nachbarn, liebe Weggefährten.

Ganz besonders möchte ich meine Eltern und meine Tochter begrüßen. Und ich möchte herzliche Grüße von meiner Frau aus der Kur ausrichten, sie wäre so gern heute dabei!

mtc verstehe ich als einen sozialen Organismus!

So übersetze ich IT Service Provider, Web Agentur, Firma, Job, GmbH, Geschäft, Dienstleister, Lieferant, größter B-Lieferant für Bayer für mich.

Ein sozialer Organismus, bestehend aus 76 einzelnen Menschen, die verbunden, zusammen arbeitend, mtc bilden.

mtc ist kein Clan, keine Familie, es ist vor allem KEIN steuerbares Unternehmen, steuerpflichtig ja, steuerbar nein!

Diese 76 Menschen sind keine Maschine, die funktionieren muss, die programmiert, repariert werden kann, die einen Zweck zu erfüllen hat. mtc ist für mich eher ein Wesen, ein soziales Gemeinschaftswesen.

Zuschreibungen und Labels trennen uns und werden missbraucht, führen letztlich zu Gewalt und Leid. Wir vergessen viel zu oft, dsss wir zuallererst Menschen sind, perfekt unperfekte Menschen.

mtc ist ein sozialer Organismus der sich ständig entwickelt, verändert, wächst, transformiert.

mtc ist ergebnisoffen, ein ergebnisoffenes Entwicklungswesen.

Ein bisschen wie ein Vehicel, ein Werkzeug. Die meisten Werkzeuge sind unbestimmt in ihrem Zweck. Ob wir sie so einsetzen, die die Werkzeugmacher sich das wünschen? Das liegt allein in der Hand ihres Benutzers. Ob wir damit Leid erzeugen oder Leid lindern? Liegt allein an uns. Software, Computer sind Werkzeuge, die wir Menschen benutzen. Und wir schliessen uns Firmen an, um gemeinsam unseren Lebensunterhalt besser bestreiten zu können, als allein.

Aber den Zweck und den Sinn, die wahre Natur von mtc legen wir durch unser Tun jeden Tag aufs Neue fest. Das ergibt sich aus unseren Handlungen, aus unseren Taten. Auch diese Worte hier sind Taten.

Diese Sichtweise auf mtc hat vielfältige Ursachen, aber vor allem hat diese Sichtweise ganz konkrete Folgen!

Es ist mir sehr wichtig, drei dieser Folgen heute hier vor Euch allen zu erwähnen:

Erste Folge: wir haben unseren Jahresauftakt in diesem Jahr abgesagt. Statt uns selbst zu feiern und uns bewirten zu lassen, spenden und unterstützen wir mit 100 € pro Mitarbeiter, in Summe 7.600€ die Berliner Stadtmission, mit ihrem Chef Dieter Puhl sowie die Kirche Heilig Kreuz Passion mit Pfarrer Peter Storck und Ulrich Davids. Wir kauften davon 75 Schlafsäcke, wir überwiesen Cash und bringen jeden Montag Vormittag die Hälfte unseres Obstes dort vorbei. Vierzehn unserer Mitarbeiter machten noch mehr und spendeten 2.600€ für eine dringend nötige Sozialarbeiterstelle, mtc verdoppelte diese Spende der Kollegen. Danke!

Zweite Folge: wir haben im Dezember keinen Gutsherrengiesskannenbonus mehr an unsere verdienten, besonders engagierte Mitarbeiter als 13. Gehalt ausgezahlt. Statt dessen haben wir 15% vom Jahresergebnis vor Steuern anteilig nach hier verbrachter Lebenszeit an alle Kollegen gleich verteilt. Als Ausdruck von Dank und Wertschätzung für jeden Beitrag! Im letzten Jahr waren das 1.000€ für jeden Mitarbeiter: von unserem Putzmann bis hin zu den Bereichsleitern, alle gleich. Wir wollten damit die Lebenszeit, die jeder von uns hier verbringt, wertschätzen und nicht die gesellschaftliche Vereinbarung, dass ein Kollege mit Uni Abschluss und Personalverantwortung mehr (Geld) verdient, als zB ein Quereinsteiger oder eben unser Putzmann.

Dritte Folge: bei mtc gibt es keine performance- oder leistungsbedingten Kündigungen! Punkt! Wer immer die Probezeit besteht, bekommt einen unbefristeten Arbeitsvertrag. Für jeden Mitarbeiter gelten die gesetzlichen Kündigungsfristen, aber für mtc haben wir beschlossen: statt Minderleister zu kündigen, gibt es Coaching, Trainings, Umboardings. Aber wenn wir doch einmal betriebsbedingt oder noch in der Probezeit kündigen müssen: wir helfen bei der Stellensuche in unserem Netzwerk!

Denn wir alle können etwas tun! Tun geht immer vor Sagen! Wer sich über Trump, Orban, Kacinsky, Seehofer, Weigel oder Gauland aufregt? Tut was!

Denn ich glaube fest daran, unsere Taten sind unsere einzig wahren Besitztümer, den Folgen unserer Taten können wir nicht entgehen. Unsere Taten sind der Boden auf dem wir stehen! Das gilt für die anderen genau so wie für uns selbst. Unerbittlich! Ein Naturgesetz!

Welchen Sinn hat die Existenz von mtc, wenn es nicht mehr Umsatz, mehr Gewinn, mehr Erfolg ist? Was ist der Sinn unseres am Leben seins? Das ist doch die eigentliche Frage, nach der wir alle mehr oder weniger intensiv suchen.

Und ich bin so etwas von neugierig auf die Antworten! Neugierig darauf, wie sich unser Leben noch entfaltet, was alles noch passieren wird, was ich alles noch lernen kann.

Deshalb begrüße ich alle Veränderungen, ich versuche sie anzunehmen, als Möglichkeit uns, mich weiter zu entwickeln.

Und ich möchte mit Euch daran arbeiten, dass wir gemeinsam heraus finden, was alles noch möglich ist, was alles noch drin ist, in diesem Wunder, als Mensch am Leben zu sein.

Ich habe so eine leichte Ahnung, dass es viel mehr sein kann, als ich mir heute erträumen, vorstellen oder wünschen kann!

Damit proste ich Euch zu, sage Danke für den Moment, sage Danke beim Al Dente, bei Flores y Amores und Aja Brazil und beim gesamten mtc Service Team für alle Vorbereitungen und viele Arbeit, die solch ein Fest mit sich bringt. Danke für diesen gemeinsamen Abend! Auf uns

Danach wurde wie immer unser Gruppenbild aufgenommen, dieses Jahr durch Christer! Auch dafür herzlichen Dank. Das Catering und die Deko waren wirklich klasse, wurden vielfach und aufrichtig gelobt, es hat der Band und den Servicekräften von Al Dente sichtlich Spass gemacht, uns zu beköstigen und zu unterhalten. Wie immer habe ich mich heiser gesprochen, viele alte Bekannte und Freunde wieder gesehen, vielfach verabredet, um die Beziehungen wieder aufzufrischen.

Bin wirklich froh, dass wir diese Tradtion haben und ehren bei mtc!

Ach, wir hatten ja so ein Wetterglück, von 1 bis 4 regnete es, dann klarte es auf und für den Endspurt des Aufbaus gab es sogar Sonne. Es war angenehm kühl. Das Universum hat mit geholfen, sich verschworen, um den Abend zu einem Erlebnis zu machen…

2 Antworten auf „Meine Rede zum 12. mtc Sommerfest

  1. Schade, dass ich nicht dabei war. Ich hoffe ich werde trotzdem noch eingeladen und wünsche Euch weiterhin viel Erfolg. MTC – a great place to work …, Viele Grüße aus Heidelberg Christoph

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  2. Lieber Arne, wunderbare Taten folgten die wunderbaren Worten deiner Rede. Unser gemeinsamer Weg war nicht der leichteste, aber ich habe deine Vision oder wie du sagst deinen Traum verstanden. Ich bin berührt und erfreut wie konsequent du deinen Weg mit mtc weiter planst und umsetzt. Das ist großartig. Herzlichst, Michael Bala

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