Prag, die Stadt der Liebe

Die alte Stadt ist so schön. Und so voller Junggesellenabschiede, dass einem schlecht davon werden kann. Gröhlende, besoffene Männergruppen, die ganze Zeit überall immer in Hörweite in der randvollen Altstadt. Es ist nicht schön. Einfach nicht gut. Dazu gibt asiatische Reisegruppen und viele italienische, österreichische, deutsche und russische Familien, die sich hier durchschieben und Teigröllchen mit Schockolade, Früchten und Eis essen. Ich weiss nicht, was daran schön sein soll, sich hier in diese Massen einzureihen und mitzuschwimmen. Warum tun wir das?

Keiner der Menschen sieht hier den Anderen. Alle sind einsam, für sich unter Massen. Ein paar wenige der Einheimischen erreicht man noch. Aber die anderen Touristen sind alle so taub, so betäubt, so leer, so hunrig. Ein riesiges Geschäft ist dieser Innenstadttourismus durch die Billigflieger und Billigbusse, ein riesiges, langweiliges, unglaublich anstrengendes Geschäft.

Ich habe meinen Weg damit gefunden. Ich tanze durch die Massen, lasse meinen Blick wie ein Schmetterling von Blüte zu Blüte mit dem Wind fliegen, suche die Farben, die Klänge, die Formen die mich ansprechen, die mir gut tun und sauge sie auf. Von einem zum anderen, von diesem zum nächsten. Ich schütze mich vor der gierigen, leeren, hunrigen Energie der anderen Menschen, in dem ich nur Beobachter, nur Zeuge ihrer Sucht bin. Es gelingt, ich fange an zu lächeln, ich suche Augen, müde Augen, in tiefen Höhlen.

Der Maler sitzt auf seinem Schemel. Inmitten der Massen. Ich sehe seinen Wald, einen Birkenwald, ganz oben links an seiner kleinen Gallerie aus Pappe. Ich sehne mich so sehr nach Wald. Mit dieser Sehnsucht schaue ich in seine Augen. Wir lächeln uns an. Im nächsten Augenblick, treibt und schiebt es mich schon weiter. Sein müdes Lächeln bleibt in meinem Herzen.

3. Tag Island 2017

Am dritten Tag, zeitig hoch, schräges Frühstück mit etwa 60 Menschen einer Bustour, die wie ein Heuschreckenschwarm in Minuten das Buffet leer räumten. Aber wir waren frohen Mutes, kamen etwas später wieder und fuhren dann los zum Geysir und Gulfoss.

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Das hier weiss ich gar nicht mehr, nur dass es wohl an der 1 entstanden ist. Ich finde halt die Landschaft dort überall soooo wunderbar.

Ein Slo Mo mit dem iPhone 8 Plus, welches ich mein eigen nennen darf!

 

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Ganz im Hintergrund seht ihr die Minimini Menschen.
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Ein Panorama über die ganze Breite…
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Und noch ein Loop.

 

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Hier ein Live Bild vom Gullfoss in der ganzen Breite, leider ohne Sonne und deshalb nicht golden sondern nur grau.
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Ganz im Hintergrund seht ihr die Minimini Menschen.
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Unweit vom Gulfoss gab es noch einen kleinen Wasserfall der Hjallparfoss mit einem runden See und etwas schickerem Basalt an der Seite. Hier bin ich das erste mal mit der Drohne hoch, aber war wegen technischer Probleme etwas sackig.

Eigentlich wollte ich weiter nach Landmanalaugar, aber die Hochlandpisten waren schon geschlossen und mit nem Mietwagen ohne Guide wollte ich nichts riskieren.

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Dafür gab es einen Umtrieb von Islandponies zu bewundern auf der Heimfahrt.

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Und auch die Schafe liessen sich ganz kurz fotografieren! Und dann rannten sie alle schnell weg… 

2. Tag Island 2017

Das 22 Hill Hotel hat ausser einer tollen Lage nicht wirklich viel zu bieten, hier würde ich beim nächsten Mal wohl besser woanders bleiben wollen. Die Zimmer winzig und veraltet, das Frühstück naja! Der Supermarkt war nahe, so dass wir uns Abends noch mit Wasser und Obst versorgen konnten. Wir sind zeitig hoch und los.

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Die Fussgänerzone war Sonntags um halb 10 noch sehr ruhig, deshalb schnell zum Landmark, der Hallgrimskirkja mit ihrem 73m hohen Turm.
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Das Wetter, die tollen Wolken waren so toll. Mit 7 Grad etwas kühl für uns spätsommerlich verwöhnte Berliner, aber wir waren vorbereitet.
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Hier das tolle innere der modernen (83) Kirche. Wollen wir rauf in den Turm? Klar! Schlange? Nicht Sonntags 10 Uhr. Gut.
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Rundumblick Reykjavík 1
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Rundumblick Reykjavík 2
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Hier der Turm am Eingang nach oben fotografiert.
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Und noch eins, weils echt schön war.
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Und noch eines mit etwas mehr Umgebung.
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Auf dem Weg zurück zum 22 Hill fand mich dieses schöne Graffiti. Nach einem zweiten Frühstück im Cafe Sandholt sind wir auch schon los in den Süden.
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Unser zweites Hotel liegt etwas 30km hinter Selfoss, in Hella. Da gab es nichts, also Check In und weiter auf der 1 mit dem Skogafoss als erstes Ziel.
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Und hier ist er in alter Schönheit: der Skogafoss.
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Hier sogar mal ohne Menschen, was ihn gleich viel kleiner wirken lässt.
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Also doch wieder mit Menschen. 🙂
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Es war sehr sehr feucht dort unten.
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An der Seite gibt es mittlerweile eine Treppe nach oben, das war 2004 noch eine schlimme Kletterei mit dem Rucksack.
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Ein Panorama.
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Und hier nochmal ein Blick näher ran an den 60m Sturz

 

1. Tag Island 2017

Der Sommer ist vorüber. Wir sind letzte Woche Samstag für kurze fünf Tage nach Island im Herbst geflogen. Eigentlich um Polarlichter zu sehen. Ein sehnlicher Wunsch meiner Liebsten. Ich wollte Island im Herbst wieder sehen, nachdem ich 2004 drei Wochen im Sommer ins Hochland gewandert bin.

Es war grossartig. Wir hatten solch ein Wetterglück. Habe viel gelernt und will unbedingt wieder kommen. Island ist toll. Seht selbst:

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Kurz vor der Landung mit der isländischen, lila WOW Air von SXF nach KEF.
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Wir sind sofort mit dem Mietwagen zur naheliegenden Blue Lagoon.
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Neben den Polarlichtern der zweite dringende Wunsch meiner Damen.
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Vor dem Eingang gibt es einen Eindruck, wie es hier mal ursprünglich ausgesehen hat.
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Denn in der Blue Lagoon selbst ist alles auf Massentourismus ausgelegt und entsprechend „verkünstelt“ mit Betonfussboden statt Schlamm (wie noch 2004).
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Der erste Sonnenuntergang war ein Traum. Ich schon raus aus der Lagoon, laufe vor dem Eingang hin und her und dieses Motiv findet mich.
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Die Farben wurden immer besser. Ich bin an der Autobahn kurz raus, um mit den Scheinwerfern vom Auto dieses Bild zu machen.
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Ich glaub, das ist unscharf… trotzdem, oder?