Reiten bei Nordmann in Stangerode

Es steht noch ein kleiner Bericht aus. Wir waren letzte Woche reiten im Harz. Also im Mansfelder Land, in Stangerode. Eine schöne Gegend. Erinnert mich sehr an meine Heimat. Schöne Hügel, viele weite Felder und Wälder. Buchenwälder. Etwas hügeliger, als an den Rändern des Unstruttales, an denen ich gross geworden bin.

In einem wirklich kleinen Dorf im Nirgendwo, die nächste Bundesstrasse 15km weit weg, gibt es ein Riesenhotel. Knapp fünfzig Zimmer schätze ich, mit Schwimmbad, Saunalandschaft und als zentrales Element einer riesigen 60x20m Reithalle. Um zu den Zimmer im Neubau zu gelangen, quert man die Reithalle mit einem verglasten Gang. Zwei Flure, ein Restaurant haben alle Fenster in die Reithalle. Spannende, mutige, etwas verwinkelte, nicht ganz zu Ende gedachte Architektur. Ende der Neunziger entstanden. Grosse Renovierung vor ein/zwei Jahren.

Das Hotel selbst funktioniert gut, wir hatten ein schönes Zimmer, hinten raus. Es gibt zwei Restaurants. Das Wildschütz eher rustikal, einfach, mehr Kantine für alle Angestellten und das Bonasus, gehoben mit offener Küche, in dem es auch das Frühstück gibt. Das besondere an dem Hotel ist neben dem Reitstall, zu dem ich gleich komme, der nahe Nordmann Wildpark mit einer grossen Bisonherde, Hirsche, Rehe, sogar Kamele und Strausse. Dementsprechend kann der Gast in beiden Restaurants relativ viel Bison* Gerichte finden: Bisonsüppchen, Bisongulasch, Bisonsteack, Bisoncarpaccio. Die Herde ist sehr beeindruckend. Habe mich nicht getraut, zu fragen, um sie zu überfliegen. Seien sie aber wohl gewohnt, habe ich zu spät am letzten Tag (mit Regenwetter) erfahren.

Wir hatten ein Arrangement gebucht: Reitertage Spezial für Fortgeschrittene, vormittags 45min Unterricht in der Halle, Nachmittags 45min Ausritt durch den Wald. Die Anlage hat drei Stallgänge, einer für die Schulpferde, einer für die Kutschpferde, einer für die Privatpferde. Schätze, es gibt etwa vierzig eigene Pferde: vielleicht die Hälfte Hafflinger, ein paar Ponies, ein paar Warmblüter und die üblichen Sonderfälle, die keiner mehr reitet. Dazu eine Hand voll riesiger, sehr beeindruckender Kaltblüter.

Wir hatten mit zwei sehr freundlich, kompetenten Reitlehrern zu tun, dazu gab es zwei Auszubildende und ein paar wortkarge „Stallburschen“.

Das Reiten in der Halle tat sehr gut. Erstens kannte ich eine so grosse Halle noch nicht. Zweitens konnten wir neue zwei Lehrer kennen lernen. Das bringt einen immer weiter. Wir sind vormittags gemeinsam mit einer anderen Familie geritten, die viel erfahrener waren oder schienen. Jedenfalls kannten sie sich besser in dem Abteilungsreitjargon aus, als meine Tochter und ich. Ich kannte Abteilungsreiten noch überhaupt nicht und Aleyna nur ausführlich aus der Türkei (gaaanz anders) und unerfreulich aus Britz, dort sie sie oft runtergeflogen und hatte Durchsetzungsprobleme, auf abgewichsten, älteren Schulponies als Reitvergnügen. Das war bei Nordmann zum Glück ganz anders, die Pferde waren durchweg gut ausgebildet, fast zu gut für den Schulbetrieb mit uns beiden. Es hat dadurch viel Spass gemacht, in der Halle zu reiten und zu üben.

Die Nachmittage im Geländen waren Freude pur. Im Schritt raus aus dem Dorf und rein in den Wald und dort immer abwechselnd Galopp und Schritt durch die tolle Gegend. Das hat richtig Freude und Spass gemacht. Die Hafflinger waren die Strecken gewohnt, wenig schreckhaft und folgten den Reitlehrern sehr brav. Das war wirklich gut!

Ein wenig vorsichtige Kritik möchte ich doch noch los werden. Man merkt dem Hotel und auch dem Reitbetrieb an, dass der Patriarch ein Förster ist und kein erfahrener Hotelmanager und kein erfahrener Pferdewirt. Und ja, man merkt an jeder Ecke, an jedem Grasshalm, dass dieser grosse, grosse Betrieb, ja das ganze Tal vom Erfolg der Nordmanns bestimmt ist. Der ganze Wald ums Dorf gehört den Nordmanns, die vielen Wiesen, auf denen die Bisons grasen, dort eine Hütte, da ein Haus. Die ganze Stall- und Hotelanlage mit den umliegenden Koppeln, der ganze Wildpark sind an alle sehr imposant. Aber als gut geführt würde ich weder Hotel, Restaurant noch den Reitbetrieb nennen. Was wirklich schade ist! Es sind wie immer alle Voraussetzungen vorhanden!

Aber – ich spekuliere mal wild drauf los- es scheint, dass die Nordmann Juniors die übliche Tochter/Sohn Syndrome haben, sich also in der ein oder anderen Form vorm Übervater beweisen müssen. Es kann auch sein, dass alle eigentlich verantwortlichen Personen oder Manager, also alle im Betrieb tätigen Personen im Schatten vom Senior stehen. Seine Leidenschaft sieht und spürt man! Aber in seinem Schatten habe es andere wohl nicht leicht. Es fehlte mir oft die Liebe zur Arbeit bei fast allen Menschen, die ich dort getroffen habe.

Eine überhörte Bemerkung am Nebentisch im Wildschütz abends, hat das alles ausgelöst.

Eine junge wichtig aussehende Frau sass dort, gegenüber ein etwa gleich alter Herr und dazu als drittes Rad eine ältere zurückhaltende Frau und bestellten Abendessen. Die Kellnerin war unsicher und langsam. Das war am Abend vorher auch schon aufgefallen, als ich eine stille Apfelschorle mit Leitungswasser bestellen wollte, was sie mir etwas unelegant ablehnte. Wie genau die Bestellung ablief, bekam ich nicht mit. Aber als die Kellnerin weg war, verdrehte die wichtige Frau die Augen und sagte verhalten zu ihrem Gegenüber: Da siehst Du wieder mal, wie schwer es hier ist, gutes Personal zu bekommen.

Am liebsten wäre ich rüber gegangen, hätte mich dazu gesetzt und versucht, ihr zu erklären, dass Ihre Einstellung die Ursache dafür ist. Und nichts anderes!

Die Folgen dieses überhörten Spruches habe ich in den darauf folgenden Tagen im Spa, in der Reithalle, im Stall und auch im zweiten Restaurant immer wieder gesehen. Es tat mir leid um die Mitarbeiter. Ich sah ihre Anstrengungen! Ich sah aber auch, dass sie keine Chance haben, dafür Anerkennung zu bekommen. Jedenfalls nicht von dieser Person und den von ihr beeinflussten Menschen. Wenn Abwertung der eigenen Mitarbeiter das oder auch nur eines der Führungsinstrumente ist, entsteht ein Umfeld des Mangels, welches viel Potential für Service, für wirklich guten Service einfach so verschenkt. Der geschäftliche Erfolg, und auch die Leidenschaft des jeweiligen Inhabers kann diesen Art Mangel nicht ausgleichen!

Also, ihr merkt schon, ich konnte nicht einfach so Urlaub machen und nur, ausschliesslich das Hotel, die Umgebung und die Reitkurse geniessen. Mein eigener Film läuft immer mit. Trotzdem bleibt als Fazit für mich eine 3 von 5 Sterne Empfehlung stehen und die Wahrscheinlichkeit ist gross, dass wir wieder kommen.

Das Ausreiten in dieser Landschaft ist einfach ungeheuer attraktiv. Und das Ausreiten in kleinen Gruppen haben sie einfach im Griff. Die Reithalle und die Reitlehrer sind gut ausgebildet, erfahren und können ihr Wissen auch vermitteln. Das hat Spass gemacht. Das Restaurant Bonasus hat etwas, ich habe mich am Frühstück erfreut und am zweiten Abend wirklich gern dort gegessen und mein Steak genossen. Die finnische Sauna ist wunderschön, und zusammen mit dem Schwimmbad nach dem Reiten eine tolle Sache.

Die Gegend erinnert mich so sehr an meine Heimat, es ist schön, nun solch einen Ort dort zu kennen! Danke an alle, die diesen Reiterurlaub möglich machten! Besonderer Dank gilt unseren beiden Reitlehrern: Arnulf Teltz und Cindy Baumbach sowie Frau König vom Empfang und dem (thailändischen) Spa Team! Ihr wart echt toll!

Guten Morgen

Wieder anfangen. Habe eine Woche Reiterurlaub mit der Tochter gemacht. Wollte Pause machen. Auch hier. Die Woche tat richtig gut. Jeden Tag drei Stunden im Sattel. Mit Hafflingern durch Wald und Wiesen geritten. Am Vormittag eine Stunde in der Halle gelernt. Nun zurück und eine neue Woche fängt an.

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Gestern wurde abends wieder mal ein tolles Himmelsschauspiel aufgeführt. Es war ein grosser Genuss, dabei zu zuschauen. Parallel habe ich der Tochter versucht, Offizierskat beizubringen. Ich kann Phase 10 grad nicht mehr ertragen. Und Mensch Ärgere Dich Nicht geht irgendwie nicht.

Der heutige Morgen fing auch schon wieder ganz fantastisch an. Mit Sport und Meditation ganz ruhig zu Hause. Und wieder ein paar schönen Ausblicken.

Es ist so schön, so viele Bilder so schnell zu posten. Im Harz gab es kein Mobilfunknetz im Hotel (wirklich wahr!) und das WLAN war halt ein Hotel WLAN. Wollte meine Geduld nicht mit dem Laptop trainieren, sondern lieber mit den Pferden.

So! Nun habe ich eben beschlossen, die Bilder vom Reiten und die Bilder davor, vom Besuch in meinem Heimatdort, in extra Posts zu packen.

 

Bewusstsein

Schöne Wolke, schönes Wetter. Entdecke nach Jahren des Sonnenaufgangs, nach Jahrzehnten, den Abend neu. Aktuell ist es diese Blickrichtung.

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19:14

An späten Nachmittagen, an frühen Abenden habe ich diesen Park im Blick. Entdecke dabei oft einen Moment, den ich gerne festhalten möchte. Das Licht im Wohnzimmer ändert sich. Ein Schatten verschwindet. Eine Farbe erscheint. Der Blick fällt nach draussen. Ah, dort liegt die Wurzel für diese Wahrnehmung.

 

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20:02

Kurz fällt mir ein, dass ich am nächsten Morgen ein Bild für hier haben werde. Ich greife zum iPhone. Und nach dem ersten Bild passiert es immer wieder, dass ich den zweiten, dritten, den vierten Moment entdecke. Ein, zwei Stunden lang.

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20:15

Spannende Erkenntnis: wenn meine Aufmerksamkeit ein halbe, eine, zwei Stunden lang, wenn auch nur nebenbei, bei einem Thema bleibt, dann ergibt sich ein schöner Moment. Fast immer. Es gibt wenige Tage, die nur grau sind und dann ist die Aufgabe, den schönen Moment im Grau zu entdecken noch spannender.

Nun suche ich schon wieder, wie ich das übertragen kann. Das kann man übertragen, auf fast alles, was ich so tue, sei es ein Buch, eine Aufgabe, eine Idee… bleib ich dabei, richte ich meine Aufmerksamkeit darauf, passiert etwas, entwickelt sich etwas, dann entdecke ich.

Meine Taten

Heute morgen schöne Entschlossenheit nach schönem Traum, ein zeitiger Start, erster Kaffee auf der Terrasse, Tee in der Lounge, Sport und Meditation im Dojo, nun Schreiben im Café.

Das waren drei All Hands zusammen gestern. Auch nach diesem Vortrag war ich wieder leer. Doch auch gespannt auf die Reaktionen. Abends noch ein schöner Himmel zu Hause. Kleine Übersprungshandlungen, etwas Naschen, etwas Shoppen, etwas Zocken. Aber zeitig im Bett, fast ausgeschlafen.

Die Woche neigt sich dem Ende. Morgen schon frei, dann eine Feier, dann eine Reiterwoche im Harz mit der Tochter. Freue mich gespannt.

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Nun bin ich vom Café zurück ins Büro geflüchtet vor lauter Musik und stickiger Luft. Ein schönes Äusseres ist nicht alles. Hab meinem Ärger zugeschaut, wie er sich aufbaute, wie ich ungerecht wurde, wie ich ihn nicht los lassen konnte.

Dabei denke ich die ganze Zeit darüber nach, wie ich meinen und die anderen Hungergeister eben nicht füttern kann. Wie es schaffe, mich an meine Werte zu erinnern, bei mir zu bleiben, es auszuhalten, wenn in mir und vor mir alles vor Hunger schreit. Füttere mich! Mach, dass es aufhört! Du hast doch gesagt, du hilfst. Du musst jetzt etwas tun, damit ich mich besser fühle.

… … …

Zurück in den Moment. Arne! Lass diese Gedanken los, lass sie weiter ziehen. Gehe zurück in diesem Moment. Atme ein. Atme aus. Lächle. Schau an, was alles da ist. Finde die Dankbarkeit fürs am Leben sein, fürs nicht krank sein, fürs Sehen können, fürs Schmecken können, fürs Denken können… tu etwas damit. Etwas sinnvolles. Ordnung schaffend. Strukturen erkennend. Annehmend. Vergebend. Nicht wertend!

Meine Taten sind der Boden, auf dem ich stehe!

Die Fünf Schlüssel

Habe mich erinnert an Die fünf Gewissheiten. Sie bilden den Abschluss meiner Vorbereitung für das All Hands heute. Denn es soll um die fünf Schlüssel für erfolgreiche Teams gehen. Google hat eine Studie erstellt und viele seiner Mitarbeiter und Teams befragt und das ausgewertet und auf einem ihrer Blogs veröffentlicht.

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Können wir uns aufeinander verlassen? Ist die erste Frage, von der abhängt, ob wir als Team gut zusammen funktionieren. Liefern wir die nötige Qualität in der vereinbarten Zeit auch wirklich ab?

Sind die Aufgaben, die Rollen und Pläne für jedes Teammitglied klar? Mit dieser Frage kann ich beliebige Komplexität erzeugen. Auch hilft es, zu begreifen dass in der Antwort das Ergebnis liegt, Klarheit über die Aufgabe ist oft erst am Ende möglich. Es bleibt als Daueraufgabe, ein Teil des Prozesses ständig mehr Klarheit über die Aufgaben, die Rollen und die Planungen zu erzeugen.

Arbeiten wir an etwas, dessen Sinn und Bedeutung wir begreifen? Erkennen wir die Abhängigkeiten, die Auswirkungen unserer Arbeit? Nur wenn wir unsere eigene Tätigkeit in einem Team, in einer Organisation als sinnvoll begreifen, können wir gute Arbeit leisten.

Verstehen wir, dass unsere Arbeit auch eine echte Auswirkung hat? Wenn wir nicht erkennen können, dass unsere Arbeit unsere Organisation wirklich zum besseren verändert, sind wir nicht mit ganzem Herzen dabei, sind wir nicht gut.

Und der letzte und wichtigste Erfolgsfaktor:

Fühlen wir uns psychologisch sicher? Wenn wir Risiken, also die Verantwortung für unser Handeln selbst übernehmen, dann brechen wir sicher auch manche Regeln der Vergangenheit. Werden wir dafür blossgestellt, beschämt, verurteilt, bringen wir keine Leistung, können wir nicht gut arbeiten. Wenn wir uns offen und verletzbar zeigen können, wenn wir uns sicher fühlen, dann arbeiten wir effektiv zusammen.

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Eine schöne Studie!

 

Zwischen den Kämpfen

Sitze schon im Cafe! Heute gab es späten Sport im Dojo, dann Mediation. Bin etwas liegen geblieben nach vielen, starken Träumen. Auch in der Meditation kamen ganz starke Bilder. Das hab ich selten.

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Hatten gestern das erste Leadership Seminar in der Firma. Lief gut, die Planung ging auf, bin zufrieden mit dem Ergebnis. Welche Folgen der Termin haben wird, wir werden sehen. War sehr leer danach. Das ist immer ein gutes Zeichen. Am Nachmittag dann wieder Karate. Das war anstrengend. Aber nur, weil ich es einfach nicht kann. Die Bewegungen sind komplex. Ich beherrsche sie einfach nicht. Stümpere vor mich hin. Das ist schwer auszuhalten.

Machmal fange ich an zu kämpfen? Nicht das Karate Kämpfen. Ich meine den Kampf mit mir selbst. Wenn ich das Nichtwissen, den Kontrollverlust nicht aushalte. Wenn meine Unruhe mich übermannt und ich mich selbst erkenne.

Es gibt aber auch die Phasen, in denen ich ruhig vor mich hin bastele. An meinem Leben, an meinem Sein.

Irgendwie ist die Intensität so anders, so viel stärker. Die Intensität des Lebens, beim Kämpfen und zwischen den Kämpfen.

Permanente Überforderung. Permanente Unzufriedenheit.

Es gibt seltene, so wertvolle, sehr geschätzte, erstrebte, ersehnte Momente der Zufriedenheit, der Balance. Ich vermute, es die die kurzen Momente, in denen es kippt. In denen die Phasen sich abwechseln.

Sitze im Balzac, dem Ort der ehemaligen Espressolounge. Ich erinnere mich an den Beginn, an die Zeit in der ich in der Espressolounge neu und allein war. Ich mag den Ort so sehr. Die Ecke Bergmann, Schleiermacher. Den Ausblick. Die Ruhe. Die leise Caféhausmusik. Der freie Raum. Der Platz.

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Es ist ein schöner Ort, der zum Glück Café geblieben ist. Und ich muss ehrlich sein und ich darf zugeben, der Ort ist nun schöner als vorher.

Ein untypischer Montagmorgen

Guten Morgen! Wieder hatte ich zwei Tage Pause. Wieder gibt es viele Bilder von Erlebnissen. Es sind Erinnerungen. Schöne Erinnerungen.

Gestern vom Sonnenuntergang:

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Gestern Morgen von der Tour um den Wachowsee. Eigentlich wollte ich Luftbilder, aber dann habe ich mich aus Versehen komplett im Wald verfahren. 🙂

 

Wie kann ich jetzt hier weiter schreiben?

Habe den Tag, die neue Woche eben schon gestartet. Und jetzt erst konnte ich die letzte Woche wirklich abschliessen: König. Vertrauter, Vollstrecker. Verwechslung. Kampf, Hungergeister. Werte, Handeln. Schmerz, Loslassen. Vertrauen.

Dann gibt noch zwei Listen vom Samstag morgen, die ich hier aufschreiben muss:

Ich beobachte folgende Verkettung von Gefühlen bei einer Abwertung des eigenen oder fremden Verhaltens:

Fehler, Sorge, Furcht, Peinlich, Scham, Angst, Ärger…

und folgende Kette bei der Aufwertung eigenen oder fremden Verhaltens:

Erfolg, Anerkennung, Aufmerksamkeit, Eifersucht, Gier, Scham, Angst, Ärger…

Dazu fiel mir dann folgende Verkettung als Ausweg ein:

Existenz, Leid, Anerkennen, Distanz, Reflexion, Beobachten, Erkennen, Verändern.

Mehr als Listen geht heute nicht. Meine Zeit fürs Schreiben ist um. Jetzt auf in ein zu gut vorbereitetes Treffen mit meinem Team! Spannung, Vorfreude!

Burger ohne Brot

Vergesse, was ich hier geschrieben habe. Jeder Tag fängt neu an. Frisch, unverbraucht, leer. Ein leeres Blatt. Ich bin voll. Wache mit meinen Träumen. Erinnerungen an gestern.

Überlegte gestern, überlegte eben: Erkennen? Helfen? Dienen? Meine Fragen, um in ein Gespräch zu kommen, um eine Beziehung zu erzeugen. Woran erkenne ich, dass etwas richtig ist? Woran erkenne ich, ob mein Handeln im Einklang mit meinen Zielen ist? Was ist das Warum? Was ist die Wurzel meines Handelns? Helfe ich jemand anderem? Wirklich? Diene ich der Sache, der Aufgabe, der eigentlichen Aufgabe?

Das erzeugt manchmal Unsicherheit. Verunsicherung. Ablehnung. Ignoranz. Widerstand. Unwohlsein. Aggression. Ärger. Böse Blicke. Traurigkeit. Aber oft finde ich auch Neugier, Erstaunen, Vorfreude, Spass, Mut, Übermut, Freude und Dankbarkeit.

Es ist immer beides. Das ist das, was wir oft nicht aushalten. Wir wollen Sonne, ohne Regen. Wir wollen Lachen, ohne Weinen. Wir wollen Erfolg, ohne Anstrengung. Wir wollen Arbeit, ohne Leistung. Wir wollen Leben, ohne zu sterben.

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Freundlich, Aufrichtig, Mut waren die nächsten drei Begriffe, die sich ergeben.

Der Zerrissenheit, der Tatsache, dass wir verloren sind, dass wir uns täuschen und so enttäuschen, kann ich mit freundlicher Aufrichtigkeit und Mut, Lebensmut begegnen.

Daran arbeite ich.

Es soll meine Entscheidung sein! Ich möchte die Millisekunden haben, den Atemzug spüren, der es mir ermöglicht, mit der gesunden, förderlichen Seite des Lebens in Kontakt zu sein.

 

 

 

Nachlese

Habe gesucht. Alten Artikel gefunden: Selbstwahrnehmung. Passt noch.

Suchte die Wendepunkte in meinem Leben. Finde Bücher und Artikel, die mich dabei begleitet haben. Werde fündig. Erinnere mich:

Wie Topmanager Krisen überleben.
Who’s got the Monkey?
Who moved my cheese?
The leader who had no title.

Erinnere mich. Berühre die Knoten. Trauer. Mein altes Selbst. Verstorben.

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Alles anders nun. Gelerntes ist loslassen. Konzepte dienen dem Moment.

 

Worte sind Wind

Ausweichen. Aufgeweicht vom Regen. Weniger Worte wollen.

Loyalität
Loyalität ist gegenüber den eigenen Werten nötig, nicht gegenüber Personen oder Organisationen! Gehorsamkeit, Unterwerfung ist niemals loyal. Ich unterwerfe mich nur der Aufgabe, die das Leben in diesem Moment an mich stellt. Dabei lasse ich die Vorstellung vom eigenen Selbst los. Nur die an mich gestellten Erwartungen sind mein Maßstab. Und meine Entscheidung für Liebe und Freundlichkeit und gegen „die dunkle Seite der Macht“ machen mich zu einem loyalen Mitmenschen. Sonst nichts!

Augenhöhe
Ein reines Gewissen, ein gerader Rücken, Selbsterkenntnis hilft. Wertung? Nein! Die eigene Aufwertung, die eigene Abwertung, das bewerten des Gegenüber verhindern Augenhöhe. Nur annehmen, was ist. Nur das erzeugt Augenhöhe. Vergleich? Nein! Auch das ist Wertung. Nur das Anerkennen unserer jeweiligen Einzigartigkeit ermöglicht Augenhöhe. Anzunehmen, was ist!

Respekt
Ich erwarte Respekt, fordert Erdogan. Er wird ihn nicht bekommen. Respekt kann man nur zollen, niemals fordern. Es ist nicht möglich. Gleiches gilt für Vertrauen. Respekt und Vertrauen sind die Folge, das Ergebnis, die Belohnung für unser Handeln, sind niemals Ursache, niemals Bedingung dafür.

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Es ist schwer. Es ist leicht. Es regnet. Nur jetzt. Nicht immer. Blaubeertorte hilft.

Es geht um Management Prinzipien. Es geht darum, wie wir zusammen arbeiten wollen und können. Welche Erfahrungen können wir teilen? Welche Mechanismen verstehen wir? Wie gut kennen wir uns selbst? Wieviel von unserer Umwelt nehmen wir tatsächlich wahr? Wieviel von unserer Umwelt stellen wir uns vor?

Wir alle erleben schwierige Situationen, erleben Probleme mit Kollegen, mit Kunden, mit Freunden, in der Familie, auf Arbeit. Das ist das Leben. Probleme verursachen unangenehme Gefühle, Knoten in unseren Gedanken, manchmal Schmerzen. Wir alle gehen damit unterschiedlich um. Lasst uns drüber reden, uns austauschen!

Lasst uns ein Stück des Weges gemeinsam gehen…