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Unser 10-jähriges mtc Jubiläum

 

Gestern, am 23. Juni 2016 haben wir unser 10-jähriges Bestehen der Moving Targets Consulting GmbH gefeiert. Wir haben traditionell unser Erdgeschoss frei geräumt und den Innenhof unseres Hauses okkupiert, um ein rauschendes Fest zu feiern.

Einen herzlichsten Dank an die Organisatoren und den Service und natürlich an alle Teilnehmer für diese tolle Erlebnis. Unterm Bild meine Rede zu diesem Feste.

mtc_23_june_16-1

 

Liebe Freunde, Kollegen, Partner, Kunden,
meine lieben Eltern, meine liebe Frau, meine liebe Tochter.

Ein ganz herzliches Willkommen zu unserer Sommergala, anlässlich des 10 jährigen Bestehens von mtc.

Der Berliner Hauptbahnhof ist in diesem Jahr zehn Jahre alt geworden. Der neue Berliner Flughafen feiert auch bald 10 Jahre: Nichteröffnung.

Ich hab mich erinnert, seit zehn Jahren gibts Twitter und auch genau vor zehn Jahren gibt es die Saunatherme in Ludwigsfelde. Ebenfalls vor zehn Jahren genoss „Bruno der Problembär“ sein viel zu kurzes Leben, plündernd und schlemmend!

Und dazu rief der Wirtschaftsminister 2006 zum Jahr der Informatik aus. Und als dann noch das NOK und der DSB ihre Eigenständigkeit aufgaben, sich zum Deutschen Olympischen Sportbund zusammen schlossen, wussten wir, jetzt oder nie und haben beschlossen, die heutige *mtc* zu starten und Euch einzuladen, dabei mit zu machen.

Und nun ist mtc 10 Jahre alt geworden.

10 Jahre! Ich werde das niemals vergessen können, weil fast zeitgleich, also genau 17 Tage nach dem inoffiziellen Start der mtc meine Tochter Aleyna in Istanbul zur Welt kam, die immer genau parallel im gleichen Alter sein wird, und wächst und sich prächtig entwickelt. Sie ist erst 39 Kilo, mtc hat heute 58.

58 Mitarbeiter und noch 33 Freie Mitarbeiter dazu = 91!

Wir sind im Schnitt knapp 40 Jahre alt, die Mitarbeiter sind seit mindestens 3,5 Jahre bei uns, wobei wir allein in 2015 neunzehn neue Kollegen einstellen konnten und in diesem Jahr immer noch 5, was diesen Durchschnitt natürlich enorm drückt.

Als wir uns damals im Oktober-November 2005 überlegt haben, die Vorgängerfirma zu schliessen und nochmal neu anzufangen, sind mit Gunnar und mir diese 12 Freunde, die jetzt hier neben uns stehen, mit uns gegangen und das Beste ist: Sie sind bis heute geblieben!

Deshalb haben wir ihnen heute morgen diesen Brief geschrieben.

*Übergabe der Briefe und Präsente*

DANKE! Bitte einen lauten, lang anhaltenden Beifall!

Von vier Dingen muss ich Euch noch erzählen: vom BB, vom KK vom AA und dem GG.

BB steht für „Beharrlich im Bemühen und bescheiden in der Erfolgserwartung.“
Immer wenn wir zu ungedulig waren oder zu viel wollten, hat es nicht geklappt. Gehört habt ihr sicher schon von mir: „Halte dein Ego klein!“ in Projekten oder Präsentationen, stell den Kunden in den Vordergrund, Deine Leistungen, aber nicht dich. „Jeden Sieg feiern“ kennen auch einige von Euch. Der nächste Schritt, ist der nächste Erfolg. Wir müssen das sehen, das anerkennen, sonst rennen wir unserem Leben, unserem Glück, dem Erfolg immer nur hinterher.

KK steht für „Kontinuität und Kreativität“
und ist ein Zeichen der allgegenwärtigen Dualitäten in unserem Leben. Des einen Sieg, ist des anderen Niederlage. Wenn wir immer nur Kreativ sind, immer nur Verändern, immer nur am Einatmen sind, dann sterben wir schnell.

Wenn wir alles nur Festhalten, jede Änderung ablehnen, immer nur auf Bewährtes und Bekanntes setzen, immer nur Ausatmen, sterben wir auch. Das eine führt zu Krebs, das andere zu Sklerose.

Wer nur produziert, stirbt. Wer nur konsumiert, stirbt.

Wer nur Kreativ ist, geht pleite. Wer nur fest hält, kontinuierlich, gleich bleibt, geht auch pleite.

> Wachstum ist gut, sagte der Luftballon und platzte.
> Wachstum ist schlecht, sagte der Riese und fraß die Zwerge.
> Wachstum ist gut, sagte das Feuer und hinterließ nur Asche.
> Wachstum ist schlecht, sagte der Tod und lachte.
> Ich weiß überhaupt nicht, wovon ihr redet, sagte die Raupe und wurde zum Schmetterling.“

Es geht darum, die richtige Balance, in den natürlichen Rhythmus zu finden, den Rhythmus zwischen ein- und ausatmen, zwischen Wandel und Bewahren, zwischen Kreativität und Kontiunität.

AA steht für Anfängergeist.
Und zwar der, den kleine Kinder haben, deshalb AA. Es geht darum, nicht zu wissen. Mit Wissen allein löst man keine Probleme. Experten haben immer schon eine Antwort fertig. Je mehr ich von etwas weiss, um so mehr sehe ich doch erst, was ich noch alles nicht weiss.

Es wurde in den letzten 10 Jahren immer dann schwierig, wenn wir glaubten, zu wissen. Nur wenn man nicht weiss, kann man an seine Grenzen gehen und und darüber hinaus! Nur dann entwickelt man sich wirklich, nur dann wächst man über sich hinaus, und auch nur dann wird man besser!

Und zum Schluss noch:

GG – Geht nicht, gibts nicht
Wenn jemand zu mir sagt, das geht nicht: ist immer meine erste Reaktion: hah, das werden sehen. Challenge accepted! So haben wir mtc gegründet, so haben wir Schering und Deparom übernommen und entwickelt, so stellen wir neue Kollegen ein, so gehen wir jedes Projekt an. Es gibt immer mehr als zwei Optionen: geht oder geht nicht, ja oder nein. Und in der dritten, vierten, fünften Option steckt der Spass, die Herausforderung, die Arbeit.

Meine ersten drei Firmen gibt es nicht mehr! Die erste brachte mir sehr viel bei, hielt ganze 8 Jahre. Die zweite gab es 3 Jahre lang nur auf dem Papier und dann nicht mehr. Die dritte – und in Fakt der Vorgänger dieser mtc, hielt genau neun Monate und musste liquidiert werden!

mtc hat das alles also schon hinter sich! Geboren wie ein Phönix aus der Asche!

Im Rückblick auf die zehn Jahre, empfinde ich jetzt vor allem Dankbarkeit! Dankbarkeit, dass ihr meine Führung akzeptiert habt, dass unsere Kunden unsere Services annehmen, dass ihr alle mit uns zusammen geblieben seid, dass wir weiter zusammen arbeiten.

Seit 10 Jahren! Und nun feiern wir das Bitte!

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Update: Eine Woche nach dem Start…


Das als Einleitung! Ein schon etwas emotionales Video von Facebook, welches die Vorstellung des größten sozialen Netzwerkes beschreibt, die sie von der neuen Integration von Anwendungen in ihre Plattform haben. Warum zeige ich das hier? Einfach, weil der Post mit den Hintergründen zum Sozialen Anwendungsdesign a la Facbook mit der neuen Open Graph Schnittstelle noch in Arbeit ist.

Wir haben in der vergangenen Woche, wie hier angekündigt unseren Webserver gleich zum Start ausgetauscht. Der Prototyp läuft jetzt mit Tornado und wir haben erfolgreich die Twitter und Facebook OAuth Anmeldung implementiert.

Hier oben der Berechtigungsdialog… und drunter der Beweis, das Facebook Profil Photo kann auch als Profilbild in unserer Anwendung übernommen und angezeigt werden.

Wir haben uns entschlossen, beides aber noch nicht hier zu verlinken. Mit einem Update des Prototypen warten wir noch, bis mehr und vor allem rundere Interaktionen fertig sind. So lange soll die „öffentliche Website“ nur die Geschwindigkeit der Suche in der Cloud und mit neuesten GUI Technologien demonstrieren. Deshalb sind jetzt auch noch weitere Daten eingelesen, mit ca. 120.000 Dokumenten sind nun schon doppelt so viele Patente indiziert, wie in der letzten Woche.

Wir arbeiten also gerade in zwei Bereichen: einmal an der Infrastruktur und den API Erweiterungen rund um Authentifzierung/ Anmeldung/ Abmeldung zu ermöglichen und zweitens an der Ausweitung der indizierten Datenbasis.

Was haben wir uns für die nächste Woche vorgenommen? Vorbereitung eines Interaction Design Workshops in der übernächsten Woche und ich werd über Henry in London hinweg fliegen… nach Kilkenny. Dort findet dieses mal die jährliche Patent Information Conference des Europäischen Patentamtes (EPA) statt. Das EPA organisiert ein Branchentreffen, berichtet von der Arbeit des letzten Jahres und setzt neue Impulse für das nächste Jahr, die Zusammenarbeit mit Google im Bereich Machine Translation und weitere Überlegungen zur Open Data/Government (Editorial, S.2) Bewegung interessieren mich hier natürlich am meisten. Ich fühle mich als alter Hase der Konferenz, die ich schon seit Jahren besuche und seit Stockholm, 2008 als absolutes Highlight des Jahres im Kalender habe. Ich bin echt gespannt auf die kommende Woche!

BusinessDepaTech

Wir starten die Sozialisierung von Patentinformationen…

Im Economist hab ich heute morgen das hier gefunden „All computers do is fetch and shuffle numbers, but do it fast enough and “the results appear to be magic”.

Ja, genau das ist das Ziel von unserem Projekt „PINCH“. Wir wollen, dass das Ergebnis einfach magisch ist, das Ergebnis einer Patentrecherche. Das zweite grosse Ziel unseres Projektes ist es, soziales Design und Patentinformationen zu verbinden. Es soll ermöglicht werden, dass eine Gemeinschaft rund um Patente entstehen, dass man sich über Patente unterhalten und das sich das Selbstbewusstsein der Benutzer ausdrücken kann und dargestellt wird. Das klingt jetzt völlig schräg, ich merke das schon und ich gebe zu, diese Gedanken habe ich von Facebooks „Social Design Guidelines“  übernommen und ich gebe zu, dass ich genau diese Gedanken absolut faszinierend finde, ich werde sie später noch klarer zu Papier bringen.

Vorgestern auf unserem All Hands Meeting haben Henry und ich zusammen die bisherigen Ergebnisse unseres Projektes vorgestellt. Gestern konnte ich diesen Artikel hier nicht schreiben, es gab Wichtigeres. Heute nun mache ich mich mal dran, Euch einen ersten Überblick zu geben. Zur Geschichte und Motivation des Projektes gibt es später auch noch mehr, heute soll es ganz konkret darum gehen, was ihr sehen könntet, wenn ihr denn wolltet.

Also, das hier ist echt eine Übersichtsgrafik von allem, was so das Fundament unseres Traumes bildet…

Links oben die App(s) – die eigentliche heutige Webseite, die wir aktuell nur als ersten sehr frühen Start verstehen – als einen „klickbaren Prototypen“, der die Magie sichtbar machen, Feedback erzeugen und unser Momentum beschleunigen soll – im Idealfall.

Nicht mehr als 1.000 Zeilen HTML & JavaScript Code. Darunter liegen ein Elder Statesman – unser CherryPy Webserver, der eine RESTful JSON API zur Verfügung stellt, über die die gesamte Kommunikation zwischen Front und Backend abgewickelt wird. Dann PINCH, das darunter liegende Python Framework mit heute genau 11.402 Zeilen Sourcecode, das wir ganz kollaborativ in GitHub, einer „Social Coding“ Plattform, verwalten. Mit aktuell zwei Entwicklern etwas übertrieben, aber wir versuchen eben voraus zu denken. Das ganze wird komplett in AWS – Amazon Web Services gehostet und verwaltet. Wir verwenden aktuell das fantastische SOLR als Suchmaschine in einem Amazon Elastic Compute Cloud (EC2) Server. Wir speichern die ca. 1 Million von später einmal 1,4 Mrd Seiten aller jemals bisher veröffentlichten Patentschriften  in den unendlichen Weiten von Amazon Simple Storage Service (S3). Diese 1 Million Seiten sind genau die im Jahr 2010 nur in Deutschland veröffentlichten (angemeldeten und erteilten) Patente. Wir haben in S3 auch die PDF’s, XML’s und die Zeichnungen als PNG sowie zusätzlich alles als JSON Objekte abgelegt. Die Amazon SimpleDB verwenden wir – wir sind jetzt rechts oben in der Grafik angelangt – um den Import und die Indexierung der Patentdaten skalierbar und superschnell abzuwickeln sowie ebenso als Zwischenspeicher für die Anwendung selbst. Die SimpleDB ist ein einfacher Key Value Store – oder anders ausgedrückt: eine hochverfügbare und skalierbare Nicht-Relationale Datenbank (also in etwa sowas wie Lotus Notes;-).

Das wars auch schon: habe hier die Arbeit von 2 (eigentlich einem ganzen Haufen an) Leuten in den letzten 1,5 Jahren in einem Absatz zusammen gefasst!

Nun denn: probiert’s doch mal aus: thepatentnetwork.de 

Tippt irgend einen technischen Begriff ein und lasst die Magie geschehen. Wir entschuldigen uns schon mal bei Windows Explorer Nutzern. Wir mussten uns aufgrund unserer sehr begrenzten Ressourcen erst mal auf die modernen Browser konzentrieren.

What’s next?

Wir sind in dieser Woche dabei, den Elder Statesmann durch einen Young Punk zu ersetzen, der vom GMail und Friendfeed Erfinder Paul Buchheit zusammen mit Facebook veröffentlichte  Realtime Webserver Tornado wird unseren CherryPy hoffentlich ergänzen und verstärken können.

Und wir werden in dieser Woche noch eine OAuth-Anmeldung einbauen (deshalb auch der Tornado), damit wir erstens den Zugang kontrollieren und zweitens überhaupt das soziale Design erst möglich machen können.

Tiefen Dank für das Vertrauen und den Glauben ans Unmögliche an Alfred, Johannes und Richard! Ebenso tiefen Dank für die Inspiration und das geniale Design an Robert und Sarah! Ind vor allem natürlich Dank and die, die die eigentliche Arbeit gemacht haben: Super-Admin Ali, Frondtend-King Matze und Allzweckwaffe, Chefarchitekt und Senior Developer Henry das ist Euer aller Werk!

Wollt ihr wissen, wie es weiter geht? Dann folgt uns auf Twitter, abonniert den Blog (oben das RSS Logo), liked ihn auf Facebook (hier rechts der Kasten). Denn wir werden weiter berichten, von unserer ganz persönlichen digitalen Revolution, die nichts Geringeres zum Ziel hat als die Sozialisierung der Patentinformationen!