Kategorie: Istanbul

IstanbulTagebuch Teil II

The Bazaar Rooftops with Monica Fritz

Istanbul, 6:39, Tag 786

Heute Nacht habe ich wieder einer der Fortsetzungsroman geträumt, das Thema aber nach Aufstehen, Duschen und Meditation und etwas News lesen eben komplett vergessen. Komm nicht mehr ran, ist gut so.

Gestern ein Tag voller intensiver Eindrücke. Mein Morgenbild ist dafür klar und leer. Hab den Möven zwei Minuten lang eine Chance gegeben, mit aufs Bild zu kommen, die schlafen noch.

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Bin heute einen Stunde später gestartet. Halb 10 müssen wir zum Zahnarzt. Bis dahin noch die Samstagspfannkuchen machen und erst mal ’nen Kaffee kochen.

Will Euch natürlich von gestern erzählen und die Bilder zeigen.

Monica Fritz organisiert die Touren schon sehr lange und kennt sich bestens im Grand Bazaar aus und auch sehr viele Leute dort. Sie hat uns herrliche Ecken gezeigt, die ich bis auf den Bazaar selbst alle noch nicht kannte.

Hab mich in der Vergangenheit nicht getraut, einfach Treppen hoch zu steigen oder mich durch wirklich enge Gassen zwischen den Geschäften zu drücken.

Bin sehr dankbar, dass ich mich gestern aufgerafft habe, obwohl ich mich gar nicht richtig angemeldet hatte. Und noch mehr für die Eindrücke. Und noch viel mehr für die Geduld mit uns und mir und für die Freude am Zeigen und Erhalten, die Monica anzutreiben scheint.

Grossartig, oder?

Wünsch Euch einen phantastischen Ostersamstag!

Istanbultagebuch

Ein bebilderter Morgenspaziergang durch Istanbul…

Istanbul, 7:48, Tag 384

Heute Nacht habe ich Steine von einer Klippe auf einen Bus geschmissen. Eben sassen wir noch im Bus und haben Essen bestellt und gewartet und plötzlich fand mich oben auf einer Klippe wieder. Unten auf dem Busdach, die Einschläge waren brutal, kletterte ein Bekannter herum, er war nie in Gefahr getroffen zu werden. Ich wachte nach kurzer Nacht eine Stunde vor dem Wecker auf…

Heute gibt es nur ein paar Bilder. Fühle mich wie mit einem Kater nach dem lange, anstrengenden Post von gestern. Den Start macht der gestrigen Sonnenaufgang kurz vor Acht in Ortaköy. Das Wetter im Herbst wird dramatisch, ich freue mich schon auf die Novembernebel dort unten.

Weil ich so zeitig unterwegs war und die Cafés alle noch geschlossen hatten, habe ich die nächstbeste Fähre genommen, die mich nach Eminönu an die Galatabrücke gebracht hat. Dort gibt es die Neue Moschee, die Yeni Cami, die ich sehr mag und die sehr exponiert auf einem grossen Platz vor dem Gewürzbasar steht.

Es gibt alte Frauen und Männer in kleinen Häuschen, die Taubenfutter verkaufen. Es sieht schrecklich aus, wenn die Bürokratie ihr Werk getan hat und ein ehemaliger Nebenverdienst von cleveren Rentern nun ein „Business“ geworden ist. Hier im Schatten seht ihr drei der Häuschen.

Die Tauben vor der Treppe in die Moschee machen ganz schön Dreck, sind aber vor allem für Pärchen ein sehr beliebtes Fotomotiv.

Die Moschee selbst ist der Knaller, nicht so gross wie die Blaue Moschee, aber mindestens so schön und vor allem, sehr viel leerer.

Mein neues Weitwinkel ist doch ein tolles Objektiv, oder? Hier habe ich eine der Hauptsäulen nach oben ins Dach fotografiert.

Mit einem schnellen Umweg über den Gewürzbasar wollte ich mir ein neues Arbeitscafe suchen.

Aber hatte ich schon erwähnt, dass das Objektiv spitze ist? 😉

Am anderen Ausgang des Basars, habe ich einen Laden entdeckt bei dem Menschen nach Kaffee anstanden. Das hat mich kurz an ganz früher – an die Zeiten von Rondo Kaffee – erinnert. Bestimmt Zwölf solcher Jungs verpackten und verkauften an drei Fenstern frisch gemahlenen Kaffee in frisch verpackten Tüten an vornehmlich morgenmüde Einheimische.

Das ist wirklich mit normal Geschwindigkeit hier abgespielt… Hammer, oder?

Ein wenig Interesse, ein wenig Bewunderung für die Fingerfertigkeit und schon hat man neue Freunde, tauscht sich über Fussballvereine und über die Preise für Handys hier und dort aus. Dann gabs ein Gruppenbild…

Und dann gabs sogar ein Bild von mir mit einem nagelneuen Samsung Galaxy III aufgenommen und per Bluetooth an mein Handy übertragen. Man waren die Jungs stolz, als das klappte. 😉

Dann habe ich mich auf der Galatabrücke in ein Café gesetzt, bis Mittags der Akku vom Macbook alle war und ich zu Hause weiter gemacht habe.

So denn, hier sind nun schon mein Scrum Review und ein Vor und das richtige Scrum Planning durch. Es ist fast um 11 und ich verabschiede mich von Euch in den Dienstag mit einem Lächeln.

Aber nicht ohne ein Bild von heute morgen: diesmal Langzeitbelichtungen eines Gewitterleuchtens von überm Schwarzem Meer.  Das Gewitter war so weit weg, dass nicht einmal der Donner zu hören war. Es blitze nur indirekt die Wolkenunterseiten hell… schön und sehr beeindruckend.

Wünsch Euch einen tollen Tag!

Istanbul

Drei Tage Istanbul: Tag 3 – Galata und Venge

[Post 4 von 4]

Der dritte Tag ist Sonntag und weniger voll und lockerer, eher ein Ausklang. Ich empfehle, sich die Istiklal Cadessi entlang treiben zu lassen bis zum Ende, dort gibt es u.a. zwei Highlights, den Galata Turm und die Tünel, die historische Drahtseilbahn, die nach London die zweitälteste U-Bahn der Welt ist und 1875 eröffnet wurde.

Das ganze Viertel unterhalb des Galata Turmes erinnert mich an einen riesigen Baumarkt, jedes Regal ist ein eigener Laden. Unten angekommen gibt es Tee am Golden Horn, viele Restaurants, die Angler auf der Brücke und bei Bedarf ist auch der Grosse Bazaar oder auch der Topkapi Palast nicht weit.

Abends würden wir einen Tisch im Venge reservieren, einem ganz klassischen Kebap Restaurant, das überhaupt nichts mit den Schnell Restaurants oder Döner zu hat, die wir sie von uns kennen.

Es gibt zwei Venge in Istanbul, einmal in Nişantaşı einem gehobenen Shopping und Party Distrikt und einmal in Levent, dem Finanzviertel von Istanbul. Eines unser Lieblingsrestaurants ist das im Finanzviertel mit einem wunderschönen Garten zu Fusse der İş Bankası Türme.

12:00 Startzeit
Spaziergang über Istiklal Cadessi14:00 Galata Turm, Tünel
Besteigung Galata Turm, Turkish Coffee
Tünel Galata – Pera (zweitälteste U-Bahn der Welt: gebaut 1875)

15:00 Galata Brücke
Spaziergang über Golden Horn/Galata Brücke
Fish Imbiss/Turkish Coffee auf Galata Brücke
Rückweg: Tram Karaköy – Kabataş, Funicular

18:00 Startzeit
Metro Taksim – Levent

19:00 Abendessen
Abendessen im Kebap Restaurant Venge, Levent

Istanbul

Drei Tage Istanbul: Tag 2 – Boshporus und Eftalya

[Post 3 von 4]

Den zweiten Tag dreht sich alles um den Bosphorus.

Vor dem Mittagessen nehmen wir die öffentliche Fähre am Fusse der Fünikülar Drahtseilbahn und setzen in flotten 20min auf die asiatische Seite über.  Dabei haben wir herrlichen Ausblick auf das Golden Horn, den Galata Turm, Topkapi und die Blaue Moschee und die Hagia Sophia vom Wasser aus.Wenn wir Glück haben, passieren gerade Supertanker den Bosphorus an unserer Fähre vorbei. Auf der asiatischen Seite können wir einen kurzen Spaziergang machen, Tee trinken und eine kleine Geschäftsstrasse besichtigen.Nach 35min nehmen wir die Fähre zurück nach Beşiktaş, welches weiter nördlich am Bosphorus liegt.Dort können wir bis zum Fischmarkt gehen und in das türkische, wenig touristische Leben eintauchen. Gleich neben Beşiktaş liegt der Yildiz Park, einer der wenigen grossen öffentlichen Erholungsparks im Zentrum von Istanbul und der Çırağan Palace, ein Top Hotel in Istanbul, betrieben von der Kempinsiki Gruppe.

Wenn wir hungrig werden gegen Mittag, nehmen wir ein Taxi nach Rumeli, der Weg führt immer am Bosphorus entlang, nach Norden Richtung Schwarzes Meer. In Rumeli am Fusse einer alten Burg und am Fuss der zweiten Bosphorus Brücke sind jede Menge Frühstücksrestaurants in denen man herrliches traditionelles türkisches Frühstück Essen kann.

Danach muss man sich entscheiden.

Die Shopping Begeisterten können in die nahe gelegenen Istinye Park fahren, nicht die größte aber schönste Shoppingmall Istanbuls.

Alternativ nehmen wir dort die Metro oder fahren mit dem Taxi durch bis zum Sapphire Tower, dem aktuell höchsten Hochhaus von Istanbul, ebenfalls mit einer Shoppingmall in drei Untergeschossen und einer Metrostation im vierten Untergeschoss und einer Aussichtsterasse im 53. Stock mit Restaurant auf 265m Höhe.

Die Spaziergang Begeisterten laufen einfach zurück am Bosphorus entlang, bis sie nicht mehr laufen können. Es geht an kleinen Yachthäfen, an tausenden Anglern und immer wieder kleinen Stadtteilen vorbei, die alle ihren eigenen Charme haben (Bebek, Kuruçeşme, Ortaköy, Besiktas).

Auch für den zweiten Tag, habe ich eine Liste in Foursquare mit allen erwähnten Orten angelegt.

Zeitplan

10:00 Startzeit
Funicular Taksim – Kabataş (10min Dauer, Abfahrt alle 15m)

10:30 Einmal Asien und zurück
Fähre Kabataş – Kadiköy (20m Dauer, Abfahrt alle x:00/30)
Fähre Kadiköy – Beşiktaş (20m Dauer, Abfahrt alle x:15/45)

12:00 Zweites Frühstück
Taxi Besiktas – Rümeli (15m, ca 10-20TL = 4-8€)
zB im Lokma oder xx anderen Lokalen (ca  30-50 TL p.P.)

Option Spaziergang
Spaziergang am Bosphorus von Rümel über Bebek nach Kuruçeşme
Rückweg zum Hotel: Taxi (ca 15m Dauer, ca 10-20TL = 4-8€)

Option Shopping
Taxi Rümeli – Istinye park (ca 20m Dauer, ca 20TL = 8€)
Rückweg zum Hotel: Metro Teknik Üniversitesi – Taksim

Option Skyscraper
Taxi Rümeli – Teknik Üniversitesi (ca 20m Dauer, ca 20TL = 8€)
Metro Teknik Üniversitesi – 4. Levent
Saphhir Tower, Lift zur Aussichtsplattform im 1. OG (Eintritt 15 TL p.P)
Rückweg: Metro 4. Levent – Taksim

17:00 Startzeit
Funikular Taksim – Kabataş, Tram Kabataş – Eminönu
Fähre Eminönu – Arnavutköy 17:50 (35m Dauer)
Alternativ: Wassertaxi in Kabataş 18:00 Uhr

19:00 Abendessen
Eftalya, dem wohl besten Fish Restaurant der Stadt
Reservation empfohlen, Preise ebenfalls ca. 150 TL (50€) p.P. für 5 Gänge ohne Getränke

Istanbul

Drei Tage Istanbul: Tag 1 – Sultanahmet und Reina

[Post 2 von 4]

Ausgangspunkt dieser kleinen Drei Tages Tour wird immer der zentrale Taksim Platz sein. Für jeden Tag habe ich eine Liste auf Foursquare erstellt, der man einfach folgen kann, um die Tour selbst nach zu laufen. Hier ist die Liste für Tag 1.

Den ersten Tag dreht sich alles um das alte Zentrum von Istanbul. Wir werden den Tag in Sultanahmet verbringen, wo die grossen Sehenswürdigkeiten der Stadt befinden. Mit den Resten des Hippodrom, der Blauen Moschee und der Hagia Sophia fangen wir an.

Wenn wir wegen zu grossen Andrangs nicht in die Hagia Sophia oder die Blaune Moschee rein kommen oder wollen, dann ist die Alternative die alte Zisterne aus byzantinischer Zeit. Alle drei grossen Sehenswürdigkeiten liegen an einem Platz ganz nah beieinander.

Danach gibt es einen Imbiss in einem der älttesten Kebap Schnell Restaurants in Sultanahmet und wir relaxen nach einem 15-minütigen Verdauungspaziergang in einem Wasserpfeifenkaffee im Innenhof einer alten Moschee.

Wenn wir wieder fit sind, tauchen wir in den Grand Bazaar ein, den wir einmal komplett durchqueren. Danach geht es weiter durch die engen Gassen voller Läden von Sultanahmet bis zum sehr viel kleineren Gewürzbasaar, der bereits am Golden Horn liegt.

Für den ersten Abend gibt es weiteres Highlight, ein Abendessen im schönsten Club der Stadt, dem Reina in Ortaköy. Man darf sich schick machen, wenn man in Istanbul ausgeht, man darf sich sogar richtig schick machen, aber natürlich nur, wenn man das möchte!

Zeitplan

10:00 Startzeit
Spaziergang zur Metro am Taksim Meydanı (Taksim Platz)
Fünikülar Taksim – Kabataş (10min Dauer, Abfahrt ca. alle 5m)
Tram Kabataş – Sultanahmet (15min Dauer, Abfahrt alle paar Minuten)

10:30 Die grossen Drei
Besichtigung Blaue Moschee
Besichtigung Hagia Sophia
Besichtigung Yerebatan Sarayı

13:00 Nargile-Wasserpfeife

14:00 Grand Bazaar
Verlaufen im Grand Bazaar, Kapali Carsi
Wiederfinden im Gewürzbasar – Mısır Çarşısı

Rückweg: Tram Eminönu – Kabataş, Fünicülar Kabataş – Taksim

17:00 Startzeit
Fünicülar Taksim – Kabataş, Tram Kabataş – Eminönu
Vapur Eminönü – Ortaköy (25m Dauer, Abfahrt 17:50,18:10,18:30,18:40) Alternativ: Wassertaxi in Kabataş 18:00 Uhr
Spaziergang von Ortaköy zum Restaurant/Club ‘Reina’

18:30-21:30 Abendessen
Reina, Telefonische Reservation empfohlen, z.B Blue Topas
(zB 120TL= ca 50€ Pauschalpreis für 3 Gänge ohne Getränke ausser Wasser)

Istanbul

Drei Tage Istanbul: Praktische Tips

[Post 1 von 4]

Verkehrsmittel
Meist werdet Ihr am Attatürk Flughafen landen. Und wenn ihr nicht gerade früh um 9 oder nachmittags um 4 ankommt und Euer Hotel nicht auf der asiatischen Seite ist, nehmt doch ein Taxi ins Hotel. Es kann max. 60 TL (ca. 25 €) kosten, Euch zu jedem Punkt des europäischen Istanbuls zu bringen.

Ich laufe sehr viel durch die Stadt, größere Strecken überbrücke ich mit dem Taxis, der Metro, Tram oder Fähren. Ein Auto braucht man nur, wenn man zwischen Asien und Europa pendeln möchte und die Ziele nicht in der Nähe einer Metro/Metrobüs Station oder der Fährhäfen liegen. Aber Achtung, in Istanbul kann immer zu jeder Tag und Nachtzeit zeitraubender Stau vor allem auf den Hauptautobahnen von und zu den beiden Bosphorus Brücken sein.

Die gelben Taxis gibt es überall, sie kosten etwas die Hälfte der Taxis in Deutschland, laufen alle mit Erdgas. Ca. 1,50-3,50 TL Grundpreis, abhängig von der Tageszeit und ca. 2 TL pro km, kann als Anhaltspunkt dienen. Illegale Taxis, wie in manch anderen Städten (Sofia!!!) haben mich hier noch nie gefunden.

UPDATE 5/14: es gibt nun doch Berichte über unlizensierte Taxen, ich achte darauf, dass die Taxen gelb sind, und ihr Nummernschild auf der Tür und dem Dach lackiert sind, sowie im Taxameter ebenfalls durchlaufen

WICHTIG: Wenn ihr kein astreines Türkisch sprecht, wird niemand die Strasse oder den Namen Eures Hotels (aber auch die Namen der Restaurants, in denen ihr Essen geht) kennen wollen! Die Taxifahrer freuen sich über die paar extra TL, wenn Sie mit Euch gemeinsam gaaaanz lange rum suchen können. Also, merkt Euch den Namen der Stadtteile oder von bekannten Sehenswürdigkeiten in der Nähe Eurer Ziele, lasst Euch nur da hinfahren, steigt aus und lauft den Rest. Istanbul ist einfach zu gross und zu schnell und Navigationssysteme gibt’s in keinem Taxi.

Zwischen Flughafen über der ersten Bosphorus Brücke bis nach Asien gibt es sei zwei Jahren den Metrobüs, dass ist die schnellste Möglichkeit zur Rushhour auf extra Spuren der Autobahn vom/zum Flughafen zu kommen.

Es gibt ein für die Riesenstadt zu dünnes Metro/Tram Netz, mit dem man aber einfach und bequem Stadtteile auf der europäischen Seite überbrücken kann.

Die Routen, Zeiten, Preise von Büs, Minibüs, Dolmuş (Sammeltaxis) sind mir in all den Jahren ein absolutes Rätsel geblieben.

In Asien kenne ich mich kaum aus, dort habe ich bisher auch immer die Fähre oder das Auto genommen. Die schnellste und günstigste Möglichkeit nach Asien und zurück zu kommen, sind die Vapur Bosphorus Fähren, die kosten ca 1,95 TL pro Fahrt. Damit spart man sich auch die 10 TL kostende 2h Bosphorustour auf laut röhrenden Schiffen mit plärrenden Lautsprecherdurchsagen.

Bezahlt wird das alles mit der Istanbulkart oder verschiedenen Chips, die mit Kleingeld oder kleinen Scheinen (bis 20 TL) an jeder Station an Automaten gekauft werden können. Für die Istanbulkart müsst ihr an Hauptstationen nach kleinen Häuschen mit der Aufschrift Istanbulkart Ausschau halten, die Istanbulkart kostet 6 TL und kann gleich am Schalter oder an Automaten aufgeladen werden.

Geld
Lässt sich mit EC-Karte an jedem Automaten abheben. Ich bevorzuge die rote AKBANK mit günstigen Kursen und internationaler/deutscher Menüführung, da ich hier regelmässig bin, habe ich eine Sparcard der Postbank, mit der kann man bis zu 2.000€ pro Monat gebührenfrei abheben.

Alle Geschäfte und Restaurants akzeptieren stressfrei alle gängigen Kreditkarten. Der Umtauschkurs (Stand Mai 2012) ist ca 1:2,33 = 10 € entsprechen 23 YTL (Neuen Türkischen Lira).

Trinkgeld
Ich geb in Restaurants, Imbissen und Taxis so sa. 10% Trinkgeld. Ganz selten ist das für Touristen schon als extra Posten auf der Rechnung, aber auch leichtes Aufrunden wird wird geschätzt.

Rechnungen/Bewirtungsbelege im Restaurant oder Cafes sind eher unüblich und scheinen den Betreibern grosse Mühe zu machen, weil die Adresse des Empfängers beim Ausstellen darauf vermerkt sein muss. Oft gibt es Quittungen handgeschrieben auf Zetteln, die nur den Gesamtpreis zeigen.

Gehandelt wird eher selten, nur im Grand Bazaar oder dort wo keine Preisschilder sind.

Indirim
Heißt Rabatt bzw. Schlussverkauf und es gibt in Istanbul eigentlich immer irgendeinen Rabatt oder Schlussverkauf.

Sprache
Englisch können fast alle, die mit Touristen zu tun haben, Servicepersonal/ Taxifahrer aber oft auch nicht.
‚Teschekür‘ oder förmlicher ‚Teschekür ederis‘ heisst Danke, das kommt immer gut an!

Internet
Ins Istanbul gibt es sehr viele WLANs, die nach meiner Erfahrungen aber zumeist Passwort geschützt sind, fast jedes Restaurant oder Cafe hat WLAN. Wenn ihr beim Spazieren gehen nicht auf Internt verzichten wollt, kauft Euch eine HAZIR Kart bei einem der vielen Türkcell Läden. Das ist eine Prepaid Card, die nichts oder wenige TL kostet und für die Ihr ein „Internet Paket“ kaufen könnt, aktuell 1 Gigabyte für 29 TL (= 12€). Wenn ihr länger als 7 Tage bleibt, lest diesen Post hier.

Istanbultagebuch

Positiver Aktivitätsmodus…

Istanbul, 8:10, Tag 234

Heute Nacht von einem Unwetter geträumt, einem ganz Schlimmen, eines das man kommen sieht. Wir fuhren in einem Auto durch ein Tal, als die ersten Bäume brachen. Ich spürte den Sturm gar nicht am Steuer, sah nur die Dachziegel fliegen. Ich wachte mehrmals auf und immer war der Traum präsent.

Zur Zeit geniesse ich das Schlafen sehr, ich freue mich jeden Abend aufs Einschlafen, auf die Ruhe, die Entspannung, aufs Träumen und Aufwachen. Gestern bin ich viel zu spät ins Bett. Das Schreiben und Planen hat zu viel Spass gemacht. Aber wenn ich mich dann so richtig müde hinlege, ist das wie eine Belohnung, wie ein Fest. Dabei stören mich äußerer Lärm und Unruhe kaum noch. Sie sind sehr immer viel leiser, als der Krach, den ich mir im Innern oft mache.

Grad sind aus drei unterschiedlichen Freundeskreisen 14(!) Bekannte in Istanbul und fragen, ob ich auch hier bin, ob man sich treffen kann, was ich so für Tips hätte, eigentlich fragt das fast jede Woche jemand an. Istanbul wird immer beliebter! Ich versuch dann meist eine kleine Mail zu schreiben, die in etwa so geht:

Hier hatte ich mal meine 10 Must-Do’s zusammen geschrieben. Was dort nicht steht, es gibt seit kurzem eine stunning Aussichtsterasse auf dem höchsten Wolkenkratzer von Istanbul, dessen Besuch ich jedem empfehle. Und hier der awesomest Landeanflug auf die schönste Stadt der Welt, den ich in acht Jahren hatte. Alle meine Beiträge sind ganz sauber unter Istanbul getaggt.
(Und dann mein Disclaimer:) Ich wollte fragen, was Euch so interessiert, weil das sonst etwas schwierig ist mit den Ratschlägen?

  

Und weil ich die größte Gruppe in den nächsten drei Tagen durch die Stadt begleiten werde, habe ich einen detaillierteren Plan ausgearbeitet, den ich hier Stück für Stück posten werde (und dann ergänze ich die Links hier).

Die Zusammenfassung meiner Vorschläge für das, was man in drei Tagen in Istanbul unbedingt machen sollte:

Tag 1 – Sultanahmet Tour, Abendessen im Reina, Ortaköy

Tag 2 – Bosphorus Tour, Abendessen Eftalya, Arnavutköy

Tag 3 – Galata Tour, Abendessen Venge, Levent

Dazu habe ich noch aktuelle praktische Reisetips zusammen geschrieben. Das alles spiegelt nur meine Erfahrungen aus den acht Jahren, die ich sehr viel Zeit in dieser Stadt verbringe und den letzten zwei Jahren, in denen ich hier auch lebe.

Fast alles, was dort steht, habe ich mehr als einmal selbst gemacht. Es ist aber nur ein kleiner Ausschnitt genau des Istanbuls, wie ich es kenne und so sehr liebe. Bitte versteht aber das alles nur als Einladung und als Vorschläge für eure eigenes Erleben.

Wenn ihr einen aktuellen Reiseführer gelesen/ein wenig gegoogelt habt, dann wisst ihr sicher Dinge, von denen ich noch nie etwas gehört habe. Ich kann euch lediglich als Guide durch die Riesenstadt dienen, euch also bei der Orientierung und der Vermeidung der „schlümmsten“ Touristenfallen helfen und euch die Art zeigen, wie ich die Stadt jeden Tag aufs neue entdecke.

Also, ich hoff auch die Daheimgeblieben können sich an der kleinen Serie hier erfreuen und kriegen vielleicht sogar etwas Fernweh. Eine kleine Warnung zum Schluss, wer mich in Zukunft fragt, kriegt diesen Post hier gezeigt.

Denn, wie mein Freund A. immer sagt: Wer lesen kann, ist klar im Vorteil!