Kategorie: Tagebuch Teil I

IstanbulTagebuch Teil I

Statt Tagebuch: Könnte heute eigentlich ausfallen…

Hab geträumt und vergessen, weil ich noch sehr müde war, als der Wecker klingelte und das „Kind zum Bus Programm“ startete… nun sitze ich hier und will mich eigentlich in den Tag stürzen, statt erst darüber zu schreiben. Es steht ja immer noch Tagebuch oben im Titel, wenn auch mit einem Statt davor… das Statt gilt aber mehr für das Buch, als für das Tage und damit nicht heute der erste Tag ist, an dem ich hier nicht mehr schreibe…

Gestern mittag gab es in Van ein Erdbeben, ein starkes sogar mit vielleicht vielen Opfern, hier in Istanbul haben wir gar nichts gespürt. Ich habe erst Abends in Twitter davon erfahren… die türkischen Nachrichtensender wie zB CNNTürk o. SKYTürk berichten heute morgen ununterbrochen. Hier ein kurzes Video, welches ich eben vom Fernseher aufgenommen habe.

@ShelterBoxDe sucht EN-TUR Übersetzer aus der Region um Van, wer jemanden kennt, meldet Euch bitte bei mir oder direkt bei Shelterbox.

So, nun aber weiter hier… gestern habe ich noch viel von meiner Liste abarbeiten können, das tat gut. Heute geht es weiter, immer einfach das machen, was dran ist und nicht stressen lassen.

Gestern mittag bin meinen ersten Istanbul Lauf gerannt, hier gibt es einen Yildiz Park, den ich schon lange mal umrunden wollte. Leider habe ich den Seiteneingang nicht gefunden, bin also bis zum Bosphorus runter gelaufen und dann mitten durch den Park wieder nach oben… bin so lange nicht mehr gerannt und es hat richtig Spass gemacht und sehr gut getan, und heute tun noch nicht mal meine Beine weh!

Der Sonnenuntergang schien aufgrund von einigen Wolken und warmem Wind ganz schick zu werden, deshalb bin ich abends noch mal los marschiert, wieder auf den Istanbul Sapphire hoch. Diesmal mit dem neuen iPhone 4S, ich hab viele Bilder gemacht, aber noch nicht die Zeit alles nach zu bearbeiten… man kann das nicht wirklich vergleichen, vor allem nicht bei dem schnell abnehmendem Licht. Hier trotzdem das gleiche Motiv, der ersten Bosphorus Brücke, für Euch zum Vergleich…

So, das reicht jetzt aber… mir fällt noch viel mehr ein, aber das muss in eigene Posts ausgelagert werden! Wünsche einen wunderbaren Start in die neue Woche…

 

Tagebuch Teil I

Statt Tagebuch: Change Attention…

Fällt Euch irgendein Lied zum Sonntagmorgen ein, welches ich jetzt anstimmen könnte? Habe heute auch geträumt, aber gleich vergessen… denn ich musste drüber nachdenken, ob es es in der Türkei auch so etwas wie „nächtliche Ruhestörung“ gibt? Die Nachbarn sangen von 3 bis bestimmt um 4 türkische Volkslieder. Irgendwann nimmt man dann den Turnschuh und klopft spontan den Teppich aus, einfach nur so, damit die Energie abfliesst.

Nun bin ich wach, hab geduscht, meditiert, meinen Kaffee gekocht, meine Frau von der Couch zurück ins Bett geschickt, die Nachbarn schlafen ja jetzt. Die Kleene ist bei Oma und ich hab nun vielleicht noch eine Stunde allein für mich…

Will unbedingt über open data und das Europäische Patent Amt einen langen Artikel schreiben, Fiestagram ging doch in die zweite Runde, ein Gewinner der ersten Runde steht auch schon seit Freitag fest, die wöchentliche Zwischenmeldung über unser Socialize the Patentworld Projekt steht noch aus, eine Mail für den Vortrag auf der PATINFO 2012 darf geschrieben werden, ich möchte F. und I. hier in Istanbul treffen, Donnerstag fliege ich doch schon zurück, wir haben doch bald eine Betriebsprüfung, mein Busführerschein sollte verlängert werden, ach stimmt, Freitag bin ich in Oslo. Und irgendwie werden meine Augen schlechter, ich brauch bestimmt bald eine Brille oder bin ich doch nur müde? Der Kaffee ist auch bald alle, das muss auf die Einkaufsliste, zwei Überweisungen müssen noch raus, mein Laptop hat unten so einen komisches Leuchten am Bildschirm, die Garantie läuft bald ab, da sollte ich mich drum kümmern. Mein Netzteil ist noch in Kilkenny, ruf ich da jetzt an und lass mir das schicken?

Das ist in einer Stunde nicht zu schaffen, zumal ich ja die ersten 30 min schon mit meinem Tagebuch hier verbringe. Aber immer, wenn ich unruhig werde, wenn ich mich überwältigt fühle von dem was vor mir liegt… was alles noch zu tun ist, dann mache ich gar nichts! Ich erinnere mich an einen meiner Lehrer und lese wieder kurz in den „Instructions to the Cook„:

The emptiness of meditation does not denote a lack or absence of anything but is actually the state of openness that makes all things possible.

Die Kraft liegt im Nichtstun – in einer „Abundance of Leisure“ (erwähnte gestern Abend auch Hercule Poirot), wobei diese Erkenntnis mit vielen sozialen Regeln unserer Gesellschaft bricht. Und auch deshalb ist dieses nächste Satz so wichtig, den habe ich hier schon einmal vor fast zwanzig Tagen aufgeschrieben:

 And doing something, starting something, making a gesture in some direction always enlarges the amount of time. The more you do, the more time you have.

Aber das Zitat ist schwierig zu erfassen, vor allem wenn scheinbar so viel vor einem liegt… wie soll das denn gehen, wie soll ich das alles schaffen? Das denkt man doch ganz unwillkürlich, zumal die Liste ja noch lange nicht vollständig ist. Sobald man nachdenkt, fallen einem noch ein dutzend mehr Dinge ein, aber:

When we eliminate the gap between our expectations and what were doing, our energies all go into what were doing at the moment.

Das ist für mich die wichtigste Erkenntnis! Und deshalb mach ich jetzt das, was jetzt dran ist. Und zwar mein Guten Morgen Bild von eben hoch laden und…

allen einen ganz tollen Sonntag wünschen! 😉

 

 

 

 

Tagebuch Teil I

Statt Tagebuch: Ich bin gross…

Mein Träumen heute war sehr intensiv, aber der bis halb 7 ist mir entglitten, denn ich bin kurz aufgewacht, Aleyna hatte ein ganz leichtes Nasenbluten und wir sind wieder eingeschlafen, in der folgenden Stunde ging es in ein Sommerhaus, irgend eine Mischung aus Borkwalde, Akcay oder Slivri. Es regnete, im Dachzimmer tropfte es rein, ich musste aufräumen und aufwischen, ein Koi-Karpfen lag dort und genoss die Tropfen, er lebte dort im Dachzimmer vorm Fenster auf dem Tisch, sah ganz gut aus aber auch schon ziemlich alt… wenn wir länger als 8 Wochen nicht nach dem Haus sahen, würde er abnehmen, aber wenn sie sich nicht fortpflanzen, können sie ohne Wasser überleben… ich hab um ihn herum gewischt, krass oder?

Dann erinnerte ich mich an einen Streit im Traum über kulturelle und persönliche Unterschiede, der böse und im Aufwachen endete… durch die Taten anderer erkennt man sich selbst – wie in einem Spiegel. Und Menschen, die sich selbst oder Teile von sich nicht annehmen und lieben (können), reagieren oft ungewöhnlich heftig abwehrend, aggressiv oder auch sarkastisch oder nur verletzend ironisch… darin liegt ein sehr häufiger Grund für Konflikte! Aber nun zu etwas ganz anderem…

Aleyna und ich wachen am Wochenende immer zusammen auf, meist weckt sie mich und wir spielen – ich mit meinem Morgenkaffee – manchmal auch mit dem Laptop: ich schreib Tagebuch oder lese meine Morgenlektüre… Aleyna schaut dann Zeichentrick auf youtube. Ich habe ihr heute morgen meine Kopfhörer geborgt, ganz normale iPhone Ohrstöpsel. Aleyna sagte: „die muss ich aber festhalten“ setzt sie auf, und sie halten von alleine, sie ruft „Juhuuu, Papi, jetzt ich bin groß, ich bin groß…“. So hat jeder seine eigenen Kriterien, an denen er Fortschritt misst… 😉

Gestern bin ich gleich weiter hier nach Istanbul, der Flug war ruhig, unspektakulär… habe bemerkt, weil Wasser in Plastikbechern von anderen als unappetitlich empfunden wird, ich wohl schon ganz ziemlich türkisch bin, sieben Jahre sind es diesen Monat.

Und mit einem Blick über Istanbul von heute morgen…

Wünsche ich einen wunderbaren Start in das Wochenende…

Tagebuch Teil I

Statt Tagebuch: Die Rückseite…

Tollen Arbeitstraum mit G. und A., herrlich – es gab eine Karte, auf der sich Datenpunkte für irgendwas befanden, herrliche Visualisierung inspiriert von dem Vortrag des Google Managers. Aufgewacht und wieder 90% vergessen, dabei dachte ich doch, ich hätte einige Übung im Merken von Träumen. Ich vermute, wenn das Stresslevel steigt, die Schlafdauer sinkt, und ich bin jetzt so bei etwas über 5h, dann regelt das Hirn einige Fähigkeiten runter, die nicht ganz so wichtig sind… also bei mir zB die Fähigkeit, sich über den halben Tag jeden seiner Träume zu merken.

Bin so voller Eindrücke von Kilkenny und der Input geht weiter, hier ist ja wirklich eine andere Form meines Tagebuches entstanden, ein Ad Hoc Tagebuch, unzensiert, sofort publiziert, einmal kurz durch geatmet, einmal kurz drüber gelesen und die schlimmsten Schreibfehler berichtigt, ein paar schöne Bilder von gestern rausgesucht und hoch damit und weg damit…

Habe gestern über die Abschaffung der Rückseite gelesen. Ich find nicht schlimm, dass ich ‚in der Rückseite eines auseinander gerupften Kühlschranks schreibe, der am Wegesrand steht‘. Ich habe kurz angefangen, wieder darüber nach zu denken, was ich hier eigentlich tue und wie ich das mache und warum, aber irgendwie hatte ich keine Zeit diese Gedanken zu Ende zu denken… ich glaube, weil es in meinem Kopf grade wie auf der Rückseite eben jenes Kühlschrankes aussieht: ‚am Wegesrand‘ finde ich besonders schön…

 

Das war drei Eindrücke vom nagelneuen Flughafen in Dublin…  und jetzt noch:

…einen herrlichen guten Morgen gewünscht!

Tagebuch Teil I

Statt Tagebuch: Meine einziger Zweck ist, zu dienen.

Zu kurz war die Nacht, toll geträumt – ein Arbeitstraum, aber wieder sofort vergessen. Meine Gedanken starteten mit der Organisation des Tages, der Abreise, der Verarbeitung des gestrigen Tages, mit der Priorisierung der Nacharbeiten… in dem Moment, als ich die Augen aufschlug.

Viel Zeit für Reflektion und mich allein hatte ich in den letzten drei Tagen nicht, mit jeweils nur 6h Schlaf fehlt mir auch noch ein wenig Erholung, aber die #EPOPIC ist nur ein mal im Jahr, das gehört dann einfach dazu.

Gestern war Jon Orwant, der Googles Head of Patent Search hier und sprach über die Ansätze von Googles Patent Search, sehr interessant… und logisch: „Our approach is based on a very different mindset, than you guys have. We are not necessarily focussing on Patent Professionals.“

Bis zu seiner Session war ich sehr aufgeregt, ich durfte ja vor hohen Herren meinen Ansatz zu „Cloud Computing, Social Tools und Patent Informationen“ präsentieren. Das Feedback war doch sehr positiv, es lief alles – ich hatte eine Verständnisverbindung mit den Beiden – und ich hatte einfach Glück, dass ich die richtigen Beispiele abrufen konnte: Tweets sind wie Legal Status Updates, Twitter ist wie das Federated Register, nur dass Twitter 200 Millionen Updates pro Tag verarbeitet… deshalb: wir haben keine technologischen Probleme mehr, wir haben „nur“ noch organisatorische Probleme, den Paradigmen Wechsel zu verstehen… vor uns.

Das WiFi spielte auch mit, die Live Demo von Google Istant, Friendfeed, Tumblr und unserem The Patent Network lief auch phantastisch… (danke, David fürs Passwort zum EPO Staff WiFi)

Und Siri hat zum Schluss auch noch mit gespielt, als ich auf den starken Trend von leistungsfähigen Smartphones hinwies und zur Demo mein iPhone rausholte, es nach dem Wetter in Dublin fragte und mich dann bedankte.

  

Das war wirklich beeindruckend… und ein wirklich glücklicher Zufall!

Abends dann hatte sich das EPO einen tollen Pub Crawl ausgedacht und Gutscheine für das Essen in einem und das Trinken in sechs anderen Pubs in Kilkenny ausgeteilt, was echt funktioniert hat, die Stimmung war grossartig, beim Frühstück eben gab es kein anderes Thema… und es wurde darüber schon gestern in der Zeitung (Kilkenny People) von morgen berichtet, ja – richtig gelesen… und nicht drüber wundern, wir sind hier in Irland 😉

Und hier die Eingangstüren von drei der Pubs…

 

Und zum Schluss, wie fast schon immer – ein guten Morgen Bild, vorm Sonnenaufgan… tollen Tag wünsch ich!

 

 

 

 

 

 

Tagebuch Teil I

Statt Tagebuch: Im Konferenzrausch…

Hab geträumt, schöner Traum, war sogar einer – der sich hier schön erzählen liesse… leider beim Duschen vergessen. Tja!

Heute zweiter Konferenztag! Gestern 15h Dauerfeuer… von 9am bis 12pm, aber hoch spannend, sehr schön, sehr nett. Hab vom Spa im Hotel und dem tollen alten Kilkenny überhaupt nichts gesehen. Nur gestern habe auf der Fahrt zum Conference Dinner ich ein paar kurze Blicke erhascht, da verpasse ich grad echt etwas. Ich hoffe, dass ich morgen vormittag noch ein wenig Zeit finde, durch die Stadt zu spazieren und durch das Castle zu laufen.

Der Trick des EPA, die Konferenzteilnehmer bis zum Schluss hier zu halten ist folgender: aus dem Ort der nächsten EPOPIC wird ein Geheimnis gemacht. Da es immer um ganz tolle Ziele in Europa handelt und man das schon wissen möchte erfolgt die Verkündung immer erst mit dem Schlusswort, morgen am frühen Nachmittag. Ich hab Glück, ich konnte es auch diesmal bereits vorher erfahren… aber ich sage es Euch hier jetzt nicht! 😉Also, die Chancen stehen gut, dass ich heute Abend oder auch morgen etwas durchatmen kann.

Hier aus meinem Hotelzimmer ein VorDemSonnenaufgangGutenMorgenBild für Euch!

Das muss als ganz kurzes Lebenszeichen für meinen Blog heute genügen! Wunderbaren Tag wünsch ich…

Tagebuch Teil I

Statt Tagebuch: Erster Tag in Kilkenny…

Gut geschlafen im Hotel hier. Viel geträumt von alten Menschen und von Hasan dem Bürgermeister und vieles mehr. Wollte kurz nach dem Aufwachen notieren und habe dann doch einfach losgelassen.

Gestern ein aufregender Reisetag, mit einer Beinahe Landung in Dublin, kurz vorm Aufsetzen zieht der Captain hoch, weil der Wind die Kapazität der Maschine überschritten hätte und landet uns nach ein paar wunderschönen Runden überm Sturm in Belfast. In einer regnerischen Fahrt geht es erst nach Dublin und dann weiter nach Kilkenny, wo in diesem Jahr die Patent Information Conference des Europäischen Patentamtes stattfindet.

Bei der Begrüßung habe ich die unglaubliche Nachricht bekommen, morgen ‚unser Cloud Projekt‘ vor ganz hohen Herren pitchen zu dürfen. Und jetzt bin ich wahnsinnig aufgeregt und versuche mich zu freuen, Freude zu entwickeln. Denke über meine Slides nach, lege mir Sätze zurecht, will unbedingt noch diesen oder jenen neuen Gedanken aufschreiben. Einfach fantastisch!

Gleich geht’s hier los mit dem ersten Workshop, ich nutze diese Tage im Herbst immer, um ganz tief Patentweltluft einzuatmen… mit so vielen Menschen wie möglich in Kontakt zu kommen und so viele Anregungen mitzunehmen und auszuteilen, wie möglich!

Und eben habe ich einen kurzen Spaziergang über die irischen Wiesen gemacht, auch diese Luft will ich tief einatmen…

Und mit einem Sonnenaufgang über Kilkenny wünsche ich einen wunderbaren guten Moooorgen!