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Habe mich erinnert an Die fünf Gewissheiten. Sie bilden den Abschluss meiner Vorbereitung für das All Hands heute. Denn es soll um die fünf Schlüssel für erfolgreiche Teams gehen. Google hat eine Studie erstellt und viele seiner Mitarbeiter und Teams befragt und das ausgewertet und auf einem ihrer Blogs veröffentlicht.

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Können wir uns aufeinander verlassen? Ist die erste Frage, von der abhängt, ob wir als Team gut zusammen funktionieren. Liefern wir die nötige Qualität in der vereinbarten Zeit auch wirklich ab?

Sind die Aufgaben, die Rollen und Pläne für jedes Teammitglied klar? Mit dieser Frage kann ich beliebige Komplexität erzeugen. Auch hilft es, zu begreifen dass in der Antwort das Ergebnis liegt, Klarheit über die Aufgabe ist oft erst am Ende möglich. Es bleibt als Daueraufgabe, ein Teil des Prozesses ständig mehr Klarheit über die Aufgaben, die Rollen und die Planungen zu erzeugen.

Arbeiten wir an etwas, dessen Sinn und Bedeutung wir begreifen? Erkennen wir die Abhängigkeiten, die Auswirkungen unserer Arbeit? Nur wenn wir unsere eigene Tätigkeit in einem Team, in einer Organisation als sinnvoll begreifen, können wir gute Arbeit leisten.

Verstehen wir, dass unsere Arbeit auch eine echte Auswirkung hat? Wenn wir nicht erkennen können, dass unsere Arbeit unsere Organisation wirklich zum besseren verändert, sind wir nicht mit ganzem Herzen dabei, sind wir nicht gut.

Und der letzte und wichtigste Erfolgsfaktor:

Fühlen wir uns psychologisch sicher? Wenn wir Risiken, also die Verantwortung für unser Handeln selbst übernehmen, dann brechen wir sicher auch manche Regeln der Vergangenheit. Werden wir dafür blossgestellt, beschämt, verurteilt, bringen wir keine Leistung, können wir nicht gut arbeiten. Wenn wir uns offen und verletzbar zeigen können, wenn wir uns sicher fühlen, dann arbeiten wir effektiv zusammen.

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Eine schöne Studie!

 

Sitze schon im Cafe! Heute gab es späten Sport im Dojo, dann Mediation. Bin etwas liegen geblieben nach vielen, starken Träumen. Auch in der Meditation kamen ganz starke Bilder. Das hab ich selten.

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Hatten gestern das erste Leadership Seminar in der Firma. Lief gut, die Planung ging auf, bin zufrieden mit dem Ergebnis. Welche Folgen der Termin haben wird, wir werden sehen. War sehr leer danach. Das ist immer ein gutes Zeichen. Am Nachmittag dann wieder Karate. Das war anstrengend. Aber nur, weil ich es einfach nicht kann. Die Bewegungen sind komplex. Ich beherrsche sie einfach nicht. Stümpere vor mich hin. Das ist schwer auszuhalten.

Machmal fange ich an zu kämpfen? Nicht das Karate Kämpfen. Ich meine den Kampf mit mir selbst. Wenn ich das Nichtwissen, den Kontrollverlust nicht aushalte. Wenn meine Unruhe mich übermannt und ich mich selbst erkenne.

Es gibt aber auch die Phasen, in denen ich ruhig vor mich hin bastele. An meinem Leben, an meinem Sein.

Irgendwie ist die Intensität so anders, so viel stärker. Die Intensität des Lebens, beim Kämpfen und zwischen den Kämpfen.

Permanente Überforderung. Permanente Unzufriedenheit.

Es gibt seltene, so wertvolle, sehr geschätzte, erstrebte, ersehnte Momente der Zufriedenheit, der Balance. Ich vermute, es die die kurzen Momente, in denen es kippt. In denen die Phasen sich abwechseln.

Sitze im Balzac, dem Ort der ehemaligen Espressolounge. Ich erinnere mich an den Beginn, an die Zeit in der ich in der Espressolounge neu und allein war. Ich mag den Ort so sehr. Die Ecke Bergmann, Schleiermacher. Den Ausblick. Die Ruhe. Die leise Caféhausmusik. Der freie Raum. Der Platz.

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Es ist ein schöner Ort, der zum Glück Café geblieben ist. Und ich muss ehrlich sein und ich darf zugeben, der Ort ist nun schöner als vorher.

Guten Morgen! Wieder hatte ich zwei Tage Pause. Wieder gibt es viele Bilder von Erlebnissen. Es sind Erinnerungen. Schöne Erinnerungen.

Gestern vom Sonnenuntergang:

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Gestern Morgen von der Tour um den Wachowsee. Eigentlich wollte ich Luftbilder, aber dann habe ich mich aus Versehen komplett im Wald verfahren. 🙂

 

Wie kann ich jetzt hier weiter schreiben?

Habe den Tag, die neue Woche eben schon gestartet. Und jetzt erst konnte ich die letzte Woche wirklich abschliessen: König. Vertrauter, Vollstrecker. Verwechslung. Kampf, Hungergeister. Werte, Handeln. Schmerz, Loslassen. Vertrauen.

Dann gibt noch zwei Listen vom Samstag morgen, die ich hier aufschreiben muss:

Ich beobachte folgende Verkettung von Gefühlen bei einer Abwertung des eigenen oder fremden Verhaltens:

Fehler, Sorge, Furcht, Peinlich, Scham, Angst, Ärger…

und folgende Kette bei der Aufwertung eigenen oder fremden Verhaltens:

Erfolg, Anerkennung, Aufmerksamkeit, Eifersucht, Gier, Scham, Angst, Ärger…

Dazu fiel mir dann folgende Verkettung als Ausweg ein:

Existenz, Leid, Anerkennen, Distanz, Reflexion, Beobachten, Erkennen, Verändern.

Mehr als Listen geht heute nicht. Meine Zeit fürs Schreiben ist um. Jetzt auf in ein zu gut vorbereitetes Treffen mit meinem Team! Spannung, Vorfreude!

Vergesse, was ich hier geschrieben habe. Jeder Tag fängt neu an. Frisch, unverbraucht, leer. Ein leeres Blatt. Ich bin voll. Wache mit meinen Träumen. Erinnerungen an gestern.

Überlegte gestern, überlegte eben: Erkennen? Helfen? Dienen? Meine Fragen, um in ein Gespräch zu kommen, um eine Beziehung zu erzeugen. Woran erkenne ich, dass etwas richtig ist? Woran erkenne ich, ob mein Handeln im Einklang mit meinen Zielen ist? Was ist das Warum? Was ist die Wurzel meines Handelns? Helfe ich jemand anderem? Wirklich? Diene ich der Sache, der Aufgabe, der eigentlichen Aufgabe?

Das erzeugt manchmal Unsicherheit. Verunsicherung. Ablehnung. Ignoranz. Widerstand. Unwohlsein. Aggression. Ärger. Böse Blicke. Traurigkeit. Aber oft finde ich auch Neugier, Erstaunen, Vorfreude, Spass, Mut, Übermut, Freude und Dankbarkeit.

Es ist immer beides. Das ist das, was wir oft nicht aushalten. Wir wollen Sonne, ohne Regen. Wir wollen Lachen, ohne Weinen. Wir wollen Erfolg, ohne Anstrengung. Wir wollen Arbeit, ohne Leistung. Wir wollen Leben, ohne zu sterben.

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Freundlich, Aufrichtig, Mut waren die nächsten drei Begriffe, die sich ergeben.

Der Zerrissenheit, der Tatsache, dass wir verloren sind, dass wir uns täuschen und so enttäuschen, kann ich mit freundlicher Aufrichtigkeit und Mut, Lebensmut begegnen.

Daran arbeite ich.

Es soll meine Entscheidung sein! Ich möchte die Millisekunden haben, den Atemzug spüren, der es mir ermöglicht, mit der gesunden, förderlichen Seite des Lebens in Kontakt zu sein.

 

 

 

Habe gesucht. Alten Artikel gefunden: Selbstwahrnehmung. Passt noch.

Suchte die Wendepunkte in meinem Leben. Finde Bücher und Artikel, die mich dabei begleitet haben. Werde fündig. Erinnere mich:

Wie Topmanager Krisen überleben.
Who’s got the Monkey?
Who moved my cheese?
The leader who had no title.

Erinnere mich. Berühre die Knoten. Trauer. Mein altes Selbst. Verstorben.

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Alles anders nun. Gelerntes ist loslassen. Konzepte dienen dem Moment.

 

Ausweichen. Aufgeweicht vom Regen. Weniger Worte wollen.

Loyalität
Loyalität ist gegenüber den eigenen Werten nötig, nicht gegenüber Personen oder Organisationen! Gehorsamkeit, Unterwerfung ist niemals loyal. Ich unterwerfe mich nur der Aufgabe, die das Leben in diesem Moment an mich stellt. Dabei lasse ich die Vorstellung vom eigenen Selbst los. Nur die an mich gestellten Erwartungen sind mein Maßstab. Und meine Entscheidung für Liebe und Freundlichkeit und gegen „die dunkle Seite der Macht“ machen mich zu einem loyalen Mitmenschen. Sonst nichts!

Augenhöhe
Ein reines Gewissen, ein gerader Rücken, Selbsterkenntnis hilft. Wertung? Nein! Die eigene Aufwertung, die eigene Abwertung, das bewerten des Gegenüber verhindern Augenhöhe. Nur annehmen, was ist. Nur das erzeugt Augenhöhe. Vergleich? Nein! Auch das ist Wertung. Nur das Anerkennen unserer jeweiligen Einzigartigkeit ermöglicht Augenhöhe. Anzunehmen, was ist!

Respekt
Ich erwarte Respekt, fordert Erdogan. Er wird ihn nicht bekommen. Respekt kann man nur zollen, niemals fordern. Es ist nicht möglich. Gleiches gilt für Vertrauen. Respekt und Vertrauen sind die Folge, das Ergebnis, die Belohnung für unser Handeln, sind niemals Ursache, niemals Bedingung dafür.

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Es ist schwer. Es ist leicht. Es regnet. Nur jetzt. Nicht immer. Blaubeertorte hilft.

Es geht um Management Prinzipien. Es geht darum, wie wir zusammen arbeiten wollen und können. Welche Erfahrungen können wir teilen? Welche Mechanismen verstehen wir? Wie gut kennen wir uns selbst? Wieviel von unserer Umwelt nehmen wir tatsächlich wahr? Wieviel von unserer Umwelt stellen wir uns vor?

Wir alle erleben schwierige Situationen, erleben Probleme mit Kollegen, mit Kunden, mit Freunden, in der Familie, auf Arbeit. Das ist das Leben. Probleme verursachen unangenehme Gefühle, Knoten in unseren Gedanken, manchmal Schmerzen. Wir alle gehen damit unterschiedlich um. Lasst uns drüber reden, uns austauschen!

Lasst uns ein Stück des Weges gemeinsam gehen…

 

Heute ist es ruhig hier. Hoffentlich wird es noch etwas ruhiger.

Dabei halte ich Ruhe so schwer aus. Ich mache dann Dinge, tue etwas, unternehme etwas, kaufe etwas, beschäftige mich, unterhalte mich.

Ruhe, die Stille, die Leere. Einsam sein, Allein sein ist so anstrengend.

Meine innere Unruhe, meine Rastlosigkeit erzeugen gern Ärger, Frust, Konflikte. Dann könnte ich meckern über alles und jeden, das Wetter? So viel Regen, was ist das für ein Sommer?   Wieso ist das hier schon wieder so unordentlich? Wo ist nun schon wieder meine Lieblingstasse? Warum ist mein Tee alle?

Dieses Verhalten macht es dabei nur noch schlimmer. Es ist wie ein in einem Strudel, wie Treibsand. Ihr kennt doch die Filme, oder? Je mehr man strampelt, um so schneller sinkt man ein…

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Der Ausweg ist für mich folgender.

Erstens, meine Unruhe erkennen, anerkennen, willlkommen heissen. Ach Arne, da ist ja wieder Deine Unruhe, Deine Unzufriedenheit, Deine Rastlosigkeit. Willkommen zurück. Schön, dass Du wieder da bist. Damit freunde ich mich mit meiner Unruhe an. Also, statt Widerstand zu leisten und dann vor den unangenehmen Gefühlen abzuhauen, versuche ich mich ihnen hinzugeben…

Zweitens, anhalten, austeigen, stopppen, was immer auch grade passiert und kurz Ruhe finden. Das wäre mein Ideal. Das ist mein Wunsch. Schaffe ich fast nie. Aber ich versuche, kurz meinen Atem und damit meinen Körper zu spüren. Versuche, zu realisieren, dass ich einatme und achte für ein paar Sekunden nur auf den Atem. Zurück in den Moment, ins Hier und Jetzt. Und nichts tun! Abwarten!

Drittens: Inventur machen! Zum Beispiel mit Todo dumping: Das hilft bei mir fast immer. Eine toller Trick. Habe dafür immer mein kleines Notizbuch dabei. Schlage eine neue Seite auf. Schreibe das Datum oben hin und dann schreibe ich alle ToDos, die mir einfallen einfach in eine neue Liste runter.

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Puh, was für eine Erleichterung. Jetzt steht der ganze Schmadder da erst mal. Kann ich später drauf zurück kommen. Während des Schreibens der ersten Zeilen fallen mir viele weitere Dinge ein, die noch zu erledigen wären. Am Ende meist kommen die ganz grossen Themen.

Dann könnte ich loslegen und die Liste neu machen, neu strukturieren, priorisieren, abtippen, ein neuen Taskmanager ausoprobieren, die alten Listen finden, zusammen führen. Und wenn ich mich dabei ertappe? Klar, dann starte ich wieder bei Punkt 1!

Inventur machen geht auch anders, zum Beispiel fängt man an aufzuräumen, irgend eine Stelle in seinem Leben, seinem Raum, seiner Wohnung, seinem Büro, seinem Laptop, whatever suits you!, nimmt man und fängt an zu sortieren, Dinge raus zu nehmen, anzufassen, abzustauben, wegzuwerfen, wieder zurück zu stellen. Wenn möglich körperlich, physisch, aber virtuell im Rechner geht auch. Wichtig: kein Facebook, kein Spiegel Online, also keine Nachrichten oder ähnliches.

Inventur machen geht auch noch ganz anders: einen Spaziergang machen oder noch besser: im Dojo meditieren. Das ist die hohe Schule! Wenn ich das schaffe, dann passieren die Wunder.

Wenn ich es schaffe, die Unruhe anzunehmen und das unangenehme Gefühl nicht wegschiebe, dann passieren danach die schönen, guten Dinge in meinem Leben.