Tagebuch Teil II

Ein Spaziergang

Noch bin ich in Berlin, gleich um um 2 geht der Flieger zur Konferenz. Werd die Mädels vermissen, freu mich gleichzeitig auf die zweieinhalb Tage in Nizza und den vielen Input, die vielen Inspirationen, die ich erwarte.

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Nun ist es schon spät geworden. Bin gut gelandet, hatte einen ruhigen Flug, schaue grade Louis C.K.s neue Show Horace and Pete’s. Bin dann drei Stunden hier am Strand und durch die Stadt gelaufen. Sehr entspannend, sehr anregend, sehr schön, sehr ruhig. Einfach los gelaufen. Am Strand meditiert, später nochmal in einer katholischen Kirche. Dazwischen ein paar Fotos gemacht, meistens aber nur die Stadt und die Menschen darin angeschaut.

 

 

Tagebuch Teil II

Erst Putzen, dann Reiten, dann Schauen.

Heute Nacht viel, sehr viel geträumt. Von Gerald aus Landgrafroda. Ein richtiger Spielfilm über ein Wiedersehen nach so vielen Jahren, nach über 30 Jahren. Ruhiger, schöner Morgen. Aber wir sind zeitig zum Reiterhof.

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Heute war um 10 Uhr schon Sonderstunde: Putzen, Halftern, Satteln. Eine Stunde haben wir Winterfell von Baron geholt bis ein Riesenberg davon in der Ecke lag. Die zweite Stunde habe ich den Schwanz oder Schweif sortiert. Alle Haare einzeln auseinander geflöht. Meditation pur. Notiere: Pferde haben mehr Geduld als Menschen. Danach war das Reiten ein wirkliches Vergnügen.

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Erst im Schritt lockern, aber nicht sehr lange. Dann im leichten Trab alle Übungen selbstständig gemacht. Während dessen haben wir über Alkohol gesprochen, einfach weil ich gestern ein paar Flaschen Wein für die Familie eines Freundes kaufen durfte und ich mich an die Zeit, die zwanzig Jahre, vor 2009 erinnert habe.

Dann wurde es schnell ernst und ich sollte die Reiterfaust machen, noch an der Longe, und noch im leichten Trab. Das klappte ganz hervorragend.

Dann wurde ich freigelassen und sollte immer an der Wand lang spazieren, im Schritt. Alles gut, dachte ich. Gleich ist die halbe Stunde sicher wieder vorbei. Aber dann sollte ich antraben. Das erste Mal. Das erste Mal allein, nicht an der Leine, sondern allein in der Reithalle antraben. Die Aufregung nahm mir die Lockerheit, so dass das leichte Traben nicht so richtig gelang und ich mit dem Allerwertesten gegen den Sattel klatschte. Aber ansonsten, herrlich. Wieder ein Grinsemoment. Trotz des unrunden Sitzes. In dieser etwas höhere Geschwindigkeit durch die Halle zu reiten, macht richtig Spass. Hab mich ans Motorrad fahren erinnert. Ein bisschen kann man sich auch beim Reiten in die Kurven legen. Wenn man dann ein wenig langsamer hoch und runter wippt (wie man es beim leichten Trab ja macht), dann stoppte meine Inka gleich von allein. Hat echt tolle Sensoren in ihrem Rücken. Puhhh.

Schön wars!

Danach sind wir noch im Tierheim vorbei. Das ist ja ein architektonisches Kleinod. Und eine riesige Anlage. Wirklich richtig weitläufig. Hier der Blick auf den Katzentrakt.

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Wir spielen mit dem Gedanken, uns einen Hund anzuschaffen. Bin mir noch nicht wirklich sicher, aber eigentlich haben wir alle drei richtig Lust. Schon mehrere Monate quengelt die  Kleene, und so richtig recherchieren und damit beschäftigen wir uns nun schon eine Woche damit. Wenn das weiter anhält und uns allen weiter Spass und gute Laune macht, dann wird das wohl dieses Mal wirklich was.

Ich hatte als Kind eine richtig tollen Gefährten, allerdings lebten wir auch aufm Dorf. Leider habe ich, als ich mit 16 ins Internat ging, zu ihm den Kontakt verloren. Das ist ne Entscheidung fürs Leben, wir überlegen uns das jetzt weiter erst mal alles richtigrichtig gut und suchen während dessen entspannt weiter.

Die Zeit mit den Tieren zu verbringen, erdet mich grade sehr und sind in wenigen Monaten schon ein wichtiger Ausgleich zu dem sonstigen Beschäftigungen in meinem Leben geworden. Richtig gut!

 

 

 

Tagebuch Teil II

Basecamp 3

Heute hatte ich einen sehr produktiven Tag. Habe ganz viel Zeuchs weggeschafft und dabei noch gute Laune behalten und einfach immer alles weiter weggeschafft. Vielleicht, vielleichtch bin ich ja bei der letzten Kreuzung richtig abgebogen. Vielleicht auch nur ein temporärer Glitch in der Matrix. Wir werden sehen.

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Heute gibts mal einen Bericht vom neuen Basecamp 3, dass ich für unseren PIZnet Verein in Betrieb genommen habe. Dort gibt es Feature: Check-In, bei dem man sich täglich oder wöchentliche Reminder setzen kann. Und irgendwie hat mich genau das inspiriert, für mein Arbeit dort für diese Woche einen Bericht zu schreiben. Aber auch, weil ich in dieser Woche wohl aussergewöhnlich viel dafür getan habe. Normalerweise möchte ich das auf max. 1 Tag pro Woche beschränken, das ist immer noch jede Menge, aber ich arbeite auch anders, nicht am Stück, hochkonzentriert ToDo Listen oder Themen ab. Ich mach sicher nebenbei noch jede Menge anderer Sachen. Deshalb passt dieser Tag, den ich mir reservieren möchte, da schon ganz gut.

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So, am liebsten würde ich Euch meinen Wochenbericht hier her kopieren. Mach ich einfach und redakteuriere etwas dran herum, um die Privatsphäre der anderen nicht zu verletzten.

Basecamp 3
Oha, also! In dieser Woche musste, wollte und sollte ich unbedingt das neue Basecamp 3 in Betrieb nehmen. Dazu habe ich mir vor allem die Dateien auf unserer Homepage angeschaut, einen Teil davon runtergeladen und hier eingestellt, etwa 70 Dateien vor allem, die der letzten drei Jahrestagungen. Dort habe ich auch viel gelesen und ein paar Initiativen und ToDos gefunden, die ich wieder aufgreifen könnte.

VPP Kontaktaufnahme
Mitten im Flow, habe ich den Schwung genutzt und einfach in der VPP Geschäftstelle vom Schatzmeister und Geschäftsführer Herrn Stern in Erfurt angerufen und kurze 5min mit ihm geplaudert. Danach habe ich eine längere Mail geschrieben, die ich auch genutzt habe, um kurz zu überlegen und zu beschreiben, wer PIZnet eigentlich ist und was PIZnet eigentlich will.

TechnologieAllianz Vorbereitung
Wenn ich mich recht erinnere, habe ich am Montag oder Dienstag ich den Sponsoring Vertrag der Veranstaltung bekommen, und mit Saarbrücken und Kaiserlautern telefoniert. Auch mit Darmstadt habe ich kurz gesprochen, um die PIZnet Rollups nach Frankfurt zur Veranstaltung zu kriegen.

Ordnerübernahme
Meine Kollegin Julia hat am Donnerstag die Aufgabe übernommen, die etwa 40 Ordner von zehn Jahren meines Vorgängers hier nach Berlin zum durchflöhen, scannen und archivieren zu holen. Da gab es etwas Mailverkehr und ein paar Rückfragen, Erklärungen bei mir.

Adressen
Irgendwie habe ich schon wieder eine Mail meines Vorstandskollegen überlesen oder nicht bekommen, die mit den Adressen aller PIZnet Mitglieder. Etwas scheint da nicht zu stimmen, najedenfalls habe ich am Mittwoch gesessen und habe mir aus einer Liste, die wir hier hatten, Kontakte in meinem Outlook angelegt. Dazu nutze ich ein Tool: FullContact, welche die Kontakte dann zwischen Outlook, Google und meinem Mac und Telefon ordentlich syncronisiert und mit Bildern und Informationen aus Xing und LinkedIn anreichert. Das klappt natürlich nicht bei Firmenadressen, wie denen der PIZe, da habe ich das einfach selber gemacht und habe die tolle PIZ Liste auf der Homepage dafür benutzt. Jetzt werde ich noch schnell die Namen der Hauptansprechpartner dort hinterlegen und dann habe ich eine wunderbare schnelle Liste fürs anrufen und anmailen all unserer Vereinsmitglieder. Habe auch überlegt, ob wir den Provider fragen sollten, ob er uns eine all@piznet.de Adressverteiler einrichtet, so dass wir – wenn wir alle erreichen wollen – diese immer darüber anschreiben, statt das in unseren eigenen Adressbüchern zu pflegen.

Strategie
Heute morgen bin ich zu zeitig aufgewacht und ich habe Ideen gesammelt, wie ich nach einem Monat im neuen Amte an alle Mitglieder schreiben würde. Wie ich am besten in diesem Umfeld tätig sein kann und wie ich am besten helfen kann, ohne ständig in Frust zu laufen, sondern meine Stärken auch einsetzen kann. Es kamen Ideen hoch: die Vorstandstreffen zu nummerieren, die Beschlüsse des Vorstands extra zu sammeln, eine regelmässige Monatsmail an alle zu schreiben. Und dann gleich eine Formulierung, um die ich die erste Mail herum aufbauen würde:

Wir alle arbeiten im und für den Verein PIZnet ehrenamtlich, aus eigener Motivation, ein intrinsisches Engagement. Der Grund für meine Arbeit für PIZnet darf nicht unser, vor allem nicht mein Ego sein, sondern es darf ausschliesslich der zukünftige Erfolg der PIZen und PIZnet sein.

Der Dalai Lama hat mir dann in der Mittagspause noch einen dazu passenden Spruch geliefert, mit dem ich meinen ersten Wochenbericht hier schliessen möchte:

„Happiness depends on inner peace, which depends on warm-heartedness. There’s no room for anger, jealousy or insecurity. A calm mind and self-confidence are the basis for peaceful relations with others. Scientists have observed that constant anger and fear eat away at our immune system, whereas a calm mind strengthens it. Changing the world for the better begins with individuals creating inner peace within themselves.“ ~Dalai Lama, 15.04.16

Tagebuch Teil II

Pause

Heute ist einer der Tage an den mir nichts, aber auch gar nichts einfällt. Nicht, das Nichts passiert wäre. Also gibts ein Bild und einen Gruss!

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Tagebuch Teil II

Dies und Das

Schöner Sonnenaufgang heute. Zur Zeit passt es genau, dass ich kurz vor 7 auf dem Weg zum Bäcker ein solches Foto machen kann.

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Heute nur ganz kurz, viel zu tun, viel gemacht. Aber auch einen etwas anstrengenden Start in den Arbeitstag. Wollte Ruhe. Konnte nichts dafür tun und so fügte ich mich und liess locker und damit lief es dann ganz wunderbar.

Und hab eben zum Feierabend ein neues Enterprise WiFi ausprobiert und in wenigen Minuten standardmässig eingerichtet. Kommt von Ubiquiti Networks. Ziemlich beeindruckende Technologie und vor allem ein Riesenunterschied zu Lancom oder Fritzbox, die ich bisher ganz gut kenne. Wenn das hier bei uns jetzt bis übers Wochenende gut läuft, dann werfen wir die Lancoms in der Firma aber so was von hochkant in Windeseile raus.

Spielend Machen hilft immer.

PS: nächste Woche Mo-Die bin ich auf der II-SDV 2016, halte einen Vortrag über unsere Elastischen Suchen. Freu mich schon richtig dolle, auf alle anderen Vorträge und alle wieder zu sehen und auf die Stadt auch. Is ne hochkarätige Nummer, sag ich Euch. Ganz viel schlauere Leute, die mich bisher immer sehr inspiriert haben.

 

Tagebuch Teil II

Erwartungen

Heute Nacht hab ich wenig geschlafen, viel nachgedacht, konnte und wollte mich nicht in den Schlaf meditieren. Morgens trotzdem zeitig meine Routine durchgezogen.

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Es ging um Vertrauen, es ging darum, zu offen, zu ehrlich, zu weich, zu nachgiebig, zu nachsichtig, zu verständnisvoll zu sein. Es ging darum, das das Ergebnis davon ist, dann doch nur ungerecht behandelt, ausgenutzt, verarscht, betrogen, hintergangen zu werden. Jeder ist sich selbst der Nächste und man muss selbst zu sehen, wo man bleibt. So ist die Welt eingerichtet, niemand schenkt einem was. Bin allein mit mir und denke und interpretiere und gleite ab und die Möglichkeit, dass es wirklich so sein könnte. Was machen? Kampfmodus an? Die Gerechtigkeit wird am Ende siegen? Nein! Einschlafen, aufwachen, machen… ’nen guten Job machen, gutes Handwerk abliefern, ehrlich währt am längsten, Karma is a bitch!

Ich denk dann immer wieder daran, dass es nicht darum geht, was für Erwartungen ich an mein Umfeld, an die Kollegen, Kunden, Partner, an Andere habe. Es geht doch darum, welche Erwartungen, das Leben selbst an mich stellt… und wie ich damit umgehe. Ob ich bei meinen Werten, ob ich mir selbst treu bleibe, oder ob ich mich verliere. Es geht darum, dass man immer eine Wahl hat. Man hat die Wahl, auf eine Ungerechtigkeit jetzt genau so ungerecht zu reagieren. Auf ein Ausnutzen, ausnutzend. Auf einen Betrug, betrügend. Oder eben nicht. Es gibt eine Alternative! Das ist die Erwartung an mich. Das ist die Herausforderung. Das richtige tun. Egal, was da am Ende raus kommt.

Wenn man nicht das nicht schafft, wiegt das erzeugte Leid doch jeden kurzfristigen monetären, jeden geschäftlichen Erfolg x-fach wieder auf. So viele merken das nicht, so viele wundern sich, warum es immer wieder sie erwischt, warum alle anderen einen nicht retten, nicht das machen, was man denkt, was man braucht, was man möchte.

Es kommt nicht darauf an, was wir vom Leben erwarten, sondern darauf, was das Leben von uns erwartet.

 

Tagebuch Teil II

Training

Heute ist ja Montag und nach kurzer Nacht bin ich leicht zu spät hoch, hab schöne 30min meditiert. Und dann kurz in ohmannesistsovielzutun Loch gefallen, aber nach ner Stunde bin ich raus geklettert, und dann ist noch ein sehr arbeitssamer Tag draus geworden.

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Es ging dann im Büro schnell. Schlag auf Schlag. Mir fiel auf, warum wir in den vergangenen Monaten, fast Jahren bestimmte Themen immer wieder versucht haben zu klären.

Manche der Themen schienen für sich nervig, sinnlos, bürokratisch, überflüssig zu sein. Doch ein paar Aktionen der vergangenen Monate und fast Jahre machen heute Sinn. Denn der Wind weht grad ein wenig stärker, die Segel sind gebläht, wir nehmen Fahrt auf. Und genau für diese Zeit trainiert man doch in der Flaute.

Das fällt nicht leicht. Wenn man keinen Stress hat, alles halbwegs gut läuft, halbwegs genug und regelmässig Geld rein kommt, genau dann fällt es grade nicht leicht, sich aufzuraffen und aufzuräumen, ordentlich zu sein, etwas richtig zu machen, etwas zu tun, dessen Sinn sich grad nicht erschliesst, wo nur ein laues Lüftchen weht, die Wellen leise an den Rumpf plätschern.

Doch wenn die Windstärke zunimmt, macht es Sinn, dass alles dicht ist, alles gut verstaut ist, jeder seinen Platz kennt, alle Handgriffe sitzen.

Auch schwierig, dann im Sturm die Richtung beizubehalten. Man sollte vertrauen können, dass der gesetzte Kurs der Richtige ist. Und dass das Training sich nun auszahlt und wir in voller Fahrt schon alles richtig machen werden.

Denn nur jetzt ist die Zeit, in der man schnell grosse Entfernungen zurücklegt.

Und deshalb trainiert man in der Flaute für den Sturm.