Page 2 of 196

Wieder anfangen. Habe eine Woche Reiterurlaub mit der Tochter gemacht. Wollte Pause machen. Auch hier. Die Woche tat richtig gut. Jeden Tag drei Stunden im Sattel. Mit Hafflingern durch Wald und Wiesen geritten. Am Vormittag eine Stunde in der Halle gelernt. Nun zurück und eine neue Woche fängt an.

IMG_2654.JPG

Gestern wurde abends wieder mal ein tolles Himmelsschauspiel aufgeführt. Es war ein grosser Genuss, dabei zu zuschauen. Parallel habe ich der Tochter versucht, Offizierskat beizubringen. Ich kann Phase 10 grad nicht mehr ertragen. Und Mensch Ärgere Dich Nicht geht irgendwie nicht.

Der heutige Morgen fing auch schon wieder ganz fantastisch an. Mit Sport und Meditation ganz ruhig zu Hause. Und wieder ein paar schönen Ausblicken.

Es ist so schön, so viele Bilder so schnell zu posten. Im Harz gab es kein Mobilfunknetz im Hotel (wirklich wahr!) und das WLAN war halt ein Hotel WLAN. Wollte meine Geduld nicht mit dem Laptop trainieren, sondern lieber mit den Pferden.

So! Nun habe ich eben beschlossen, die Bilder vom Reiten und die Bilder davor, vom Besuch in meinem Heimatdort, in extra Posts zu packen.

 

Schöne Wolke, schönes Wetter. Entdecke nach Jahren des Sonnenaufgangs, nach Jahrzehnten, den Abend neu. Aktuell ist es diese Blickrichtung.

IMG_2289

19:14

An späten Nachmittagen, an frühen Abenden habe ich diesen Park im Blick. Entdecke dabei oft einen Moment, den ich gerne festhalten möchte. Das Licht im Wohnzimmer ändert sich. Ein Schatten verschwindet. Eine Farbe erscheint. Der Blick fällt nach draussen. Ah, dort liegt die Wurzel für diese Wahrnehmung.

 

IMG_2295

20:02

Kurz fällt mir ein, dass ich am nächsten Morgen ein Bild für hier haben werde. Ich greife zum iPhone. Und nach dem ersten Bild passiert es immer wieder, dass ich den zweiten, dritten, den vierten Moment entdecke. Ein, zwei Stunden lang.

IMG_2297

20:15

Spannende Erkenntnis: wenn meine Aufmerksamkeit ein halbe, eine, zwei Stunden lang, wenn auch nur nebenbei, bei einem Thema bleibt, dann ergibt sich ein schöner Moment. Fast immer. Es gibt wenige Tage, die nur grau sind und dann ist die Aufgabe, den schönen Moment im Grau zu entdecken noch spannender.

Nun suche ich schon wieder, wie ich das übertragen kann. Das kann man übertragen, auf fast alles, was ich so tue, sei es ein Buch, eine Aufgabe, eine Idee… bleib ich dabei, richte ich meine Aufmerksamkeit darauf, passiert etwas, entwickelt sich etwas, dann entdecke ich.

Heute morgen schöne Entschlossenheit nach schönem Traum, ein zeitiger Start, erster Kaffee auf der Terrasse, Tee in der Lounge, Sport und Meditation im Dojo, nun Schreiben im Café.

Das waren drei All Hands zusammen gestern. Auch nach diesem Vortrag war ich wieder leer. Doch auch gespannt auf die Reaktionen. Abends noch ein schöner Himmel zu Hause. Kleine Übersprungshandlungen, etwas Naschen, etwas Shoppen, etwas Zocken. Aber zeitig im Bett, fast ausgeschlafen.

Die Woche neigt sich dem Ende. Morgen schon frei, dann eine Feier, dann eine Reiterwoche im Harz mit der Tochter. Freue mich gespannt.

IMG_2285.jpg

Nun bin ich vom Café zurück ins Büro geflüchtet vor lauter Musik und stickiger Luft. Ein schönes Äusseres ist nicht alles. Hab meinem Ärger zugeschaut, wie er sich aufbaute, wie ich ungerecht wurde, wie ich ihn nicht los lassen konnte.

Dabei denke ich die ganze Zeit darüber nach, wie ich meinen und die anderen Hungergeister eben nicht füttern kann. Wie es schaffe, mich an meine Werte zu erinnern, bei mir zu bleiben, es auszuhalten, wenn in mir und vor mir alles vor Hunger schreit. Füttere mich! Mach, dass es aufhört! Du hast doch gesagt, du hilfst. Du musst jetzt etwas tun, damit ich mich besser fühle.

… … …

Zurück in den Moment. Arne! Lass diese Gedanken los, lass sie weiter ziehen. Gehe zurück in diesem Moment. Atme ein. Atme aus. Lächle. Schau an, was alles da ist. Finde die Dankbarkeit fürs am Leben sein, fürs nicht krank sein, fürs Sehen können, fürs Schmecken können, fürs Denken können… tu etwas damit. Etwas sinnvolles. Ordnung schaffend. Strukturen erkennend. Annehmend. Vergebend. Nicht wertend!

Meine Taten sind der Boden, auf dem ich stehe!

Habe mich erinnert an Die fünf Gewissheiten. Sie bilden den Abschluss meiner Vorbereitung für das All Hands heute. Denn es soll um die fünf Schlüssel für erfolgreiche Teams gehen. Google hat eine Studie erstellt und viele seiner Mitarbeiter und Teams befragt und das ausgewertet und auf einem ihrer Blogs veröffentlicht.

IMG_2271.JPG

Können wir uns aufeinander verlassen? Ist die erste Frage, von der abhängt, ob wir als Team gut zusammen funktionieren. Liefern wir die nötige Qualität in der vereinbarten Zeit auch wirklich ab?

Sind die Aufgaben, die Rollen und Pläne für jedes Teammitglied klar? Mit dieser Frage kann ich beliebige Komplexität erzeugen. Auch hilft es, zu begreifen dass in der Antwort das Ergebnis liegt, Klarheit über die Aufgabe ist oft erst am Ende möglich. Es bleibt als Daueraufgabe, ein Teil des Prozesses ständig mehr Klarheit über die Aufgaben, die Rollen und die Planungen zu erzeugen.

Arbeiten wir an etwas, dessen Sinn und Bedeutung wir begreifen? Erkennen wir die Abhängigkeiten, die Auswirkungen unserer Arbeit? Nur wenn wir unsere eigene Tätigkeit in einem Team, in einer Organisation als sinnvoll begreifen, können wir gute Arbeit leisten.

Verstehen wir, dass unsere Arbeit auch eine echte Auswirkung hat? Wenn wir nicht erkennen können, dass unsere Arbeit unsere Organisation wirklich zum besseren verändert, sind wir nicht mit ganzem Herzen dabei, sind wir nicht gut.

Und der letzte und wichtigste Erfolgsfaktor:

Fühlen wir uns psychologisch sicher? Wenn wir Risiken, also die Verantwortung für unser Handeln selbst übernehmen, dann brechen wir sicher auch manche Regeln der Vergangenheit. Werden wir dafür blossgestellt, beschämt, verurteilt, bringen wir keine Leistung, können wir nicht gut arbeiten. Wenn wir uns offen und verletzbar zeigen können, wenn wir uns sicher fühlen, dann arbeiten wir effektiv zusammen.

Bildschirmfoto 2017-08-02 um 08.31.15.png

Eine schöne Studie!

 

Sitze schon im Cafe! Heute gab es späten Sport im Dojo, dann Mediation. Bin etwas liegen geblieben nach vielen, starken Träumen. Auch in der Meditation kamen ganz starke Bilder. Das hab ich selten.

IMG_2265.JPG

Hatten gestern das erste Leadership Seminar in der Firma. Lief gut, die Planung ging auf, bin zufrieden mit dem Ergebnis. Welche Folgen der Termin haben wird, wir werden sehen. War sehr leer danach. Das ist immer ein gutes Zeichen. Am Nachmittag dann wieder Karate. Das war anstrengend. Aber nur, weil ich es einfach nicht kann. Die Bewegungen sind komplex. Ich beherrsche sie einfach nicht. Stümpere vor mich hin. Das ist schwer auszuhalten.

Machmal fange ich an zu kämpfen? Nicht das Karate Kämpfen. Ich meine den Kampf mit mir selbst. Wenn ich das Nichtwissen, den Kontrollverlust nicht aushalte. Wenn meine Unruhe mich übermannt und ich mich selbst erkenne.

Es gibt aber auch die Phasen, in denen ich ruhig vor mich hin bastele. An meinem Leben, an meinem Sein.

Irgendwie ist die Intensität so anders, so viel stärker. Die Intensität des Lebens, beim Kämpfen und zwischen den Kämpfen.

Permanente Überforderung. Permanente Unzufriedenheit.

Es gibt seltene, so wertvolle, sehr geschätzte, erstrebte, ersehnte Momente der Zufriedenheit, der Balance. Ich vermute, es die die kurzen Momente, in denen es kippt. In denen die Phasen sich abwechseln.

Sitze im Balzac, dem Ort der ehemaligen Espressolounge. Ich erinnere mich an den Beginn, an die Zeit in der ich in der Espressolounge neu und allein war. Ich mag den Ort so sehr. Die Ecke Bergmann, Schleiermacher. Den Ausblick. Die Ruhe. Die leise Caféhausmusik. Der freie Raum. Der Platz.

IMG_2266.JPG

Es ist ein schöner Ort, der zum Glück Café geblieben ist. Und ich muss ehrlich sein und ich darf zugeben, der Ort ist nun schöner als vorher.

Guten Morgen! Wieder hatte ich zwei Tage Pause. Wieder gibt es viele Bilder von Erlebnissen. Es sind Erinnerungen. Schöne Erinnerungen.

Gestern vom Sonnenuntergang:

IMG_2252.JPG

Gestern Morgen von der Tour um den Wachowsee. Eigentlich wollte ich Luftbilder, aber dann habe ich mich aus Versehen komplett im Wald verfahren. 🙂

 

Wie kann ich jetzt hier weiter schreiben?

Habe den Tag, die neue Woche eben schon gestartet. Und jetzt erst konnte ich die letzte Woche wirklich abschliessen: König. Vertrauter, Vollstrecker. Verwechslung. Kampf, Hungergeister. Werte, Handeln. Schmerz, Loslassen. Vertrauen.

Dann gibt noch zwei Listen vom Samstag morgen, die ich hier aufschreiben muss:

Ich beobachte folgende Verkettung von Gefühlen bei einer Abwertung des eigenen oder fremden Verhaltens:

Fehler, Sorge, Furcht, Peinlich, Scham, Angst, Ärger…

und folgende Kette bei der Aufwertung eigenen oder fremden Verhaltens:

Erfolg, Anerkennung, Aufmerksamkeit, Eifersucht, Gier, Scham, Angst, Ärger…

Dazu fiel mir dann folgende Verkettung als Ausweg ein:

Existenz, Leid, Anerkennen, Distanz, Reflexion, Beobachten, Erkennen, Verändern.

Mehr als Listen geht heute nicht. Meine Zeit fürs Schreiben ist um. Jetzt auf in ein zu gut vorbereitetes Treffen mit meinem Team! Spannung, Vorfreude!

Vergesse, was ich hier geschrieben habe. Jeder Tag fängt neu an. Frisch, unverbraucht, leer. Ein leeres Blatt. Ich bin voll. Wache mit meinen Träumen. Erinnerungen an gestern.

Überlegte gestern, überlegte eben: Erkennen? Helfen? Dienen? Meine Fragen, um in ein Gespräch zu kommen, um eine Beziehung zu erzeugen. Woran erkenne ich, dass etwas richtig ist? Woran erkenne ich, ob mein Handeln im Einklang mit meinen Zielen ist? Was ist das Warum? Was ist die Wurzel meines Handelns? Helfe ich jemand anderem? Wirklich? Diene ich der Sache, der Aufgabe, der eigentlichen Aufgabe?

Das erzeugt manchmal Unsicherheit. Verunsicherung. Ablehnung. Ignoranz. Widerstand. Unwohlsein. Aggression. Ärger. Böse Blicke. Traurigkeit. Aber oft finde ich auch Neugier, Erstaunen, Vorfreude, Spass, Mut, Übermut, Freude und Dankbarkeit.

Es ist immer beides. Das ist das, was wir oft nicht aushalten. Wir wollen Sonne, ohne Regen. Wir wollen Lachen, ohne Weinen. Wir wollen Erfolg, ohne Anstrengung. Wir wollen Arbeit, ohne Leistung. Wir wollen Leben, ohne zu sterben.

IMG_2197.JPG

Freundlich, Aufrichtig, Mut waren die nächsten drei Begriffe, die sich ergeben.

Der Zerrissenheit, der Tatsache, dass wir verloren sind, dass wir uns täuschen und so enttäuschen, kann ich mit freundlicher Aufrichtigkeit und Mut, Lebensmut begegnen.

Daran arbeite ich.

Es soll meine Entscheidung sein! Ich möchte die Millisekunden haben, den Atemzug spüren, der es mir ermöglicht, mit der gesunden, förderlichen Seite des Lebens in Kontakt zu sein.